Am Familientag war erstmals kein Kind abgängig - Wasserburger in Schlägerei verwickelt
Zahlreiche Familien nutzten das Kaiserwetter gestern, um bei vergünstigten Preisen auf dem Festgelände mit ihren Kindern das Rosenheimer Herbstfest zu genießen. Dabei kam es zu einer Premiere der vergangenen Herbstfest-Jahren. Kein „Bambini“ wurde als abgängig gemeldet. Einsätze hatte die Polizei-Wiesnwache aber schon …
Fortgeschrittener Zustand alkoholbedingter Grundaggression – konfrontationsbereit oder gewaltgeneigt. So in etwa kann das Verhalten eines 50-jährigen Rosenheimers beschrieben werden. Mit seinen über zwei Promille in seiner Körperhülle aufgenommen, provozierte er Festgäste und gab einfach keine Ruhe. Die Wiesnwache ließ sich auf das Spielchen nicht ein. Durch das ausgesprochene Wiesnverbot hieß es für den 50-Jährigen: „Auf-Nicht-Mehr-Wiedersehen 2026“ auf dem Festgelände.
Des wird so nix – Dirndl, Lederhosn, die Tracht. Diese Kleidung dürften wohl die meisten Festbesucher auf dem Herbstfest tragen. Ein 30-Jähriger aus Österreich munitionierte sich modetechnisch etwas auf. Statt eines Hutes hatte er einen Kopfschmuck in Form eines Grillhendls. Haferlschuhe trug er nicht, sondern Schuhe, die aus Plastik bestanden und Fische darstellten. Diese Kombination mit seiner Lederhose war nach seinen Angaben perfekt – für das Kennenlernen des weiblichen Geschlechts. So richtig schien dies beim Tiroler aber nicht zu klappen, denn in einem Biertempel belästigte er mehrfach weibliche Festgäste. Als er dann noch mit einem Kochlöffel auf den Rücken der Gäste schlug, war endgültig Schluss. Ihm wurde ein Wiesnverbot ausgesprochen. Mit dem Hinweis, sein Outfit vielleicht das nächste Mal zu überlegen und seine Alkoholisierung von über zwei Promille zu reduzieren und schon mal gar nicht mit einem Kochlöffel zu wirbeln, könnte Amors Erfolg vielleicht bessere Chancen ausrichten.
18 gegen 18 oder 19 gegen 20, vielleicht aber auch 1,2 gegen 1,3 – mitten im Getümmerl der Gassen gerieten ein 18-Jähriger aus Nürnberg mit einem Gleichaltrigen aus dem Raum Wasserburg aneinander. Plötzlich flogen die Fäuste und die beiden schlugen aus einer Nichtigkeit aufeinander an. Die Wiesnwache trennte die Streithähne. Mit rund 1,2 und 1,3 Promille waren beide angetrunken. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Körperverletzung gegen die beiden wurde das Wiesnverbot Nummer 19 und 20 ausgesprochen.
Polizei und Sicherheitsdienst angegangen – eigentlich war der Festbetrieb so gut wie erledigt und der Einsatzleiter am gestrigen Mittwoch – Erster Polizei-Hauptkommissar Robert Maurer – zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. Gegen Mitternacht trübte aber ein Vorfall das Bild. Ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Miesbach versuchte aus einem Biertempel mehrere Gläser ins Freie zu tragen. Vom Sicherheitsdienst wurde er angesprochen, die Schluckgefäße zurückzubringen und es entstand durch die Uneinsichigkeit des jungen Mannes ein Streit.
Durch die Wiesnwache wurde dies aus dem Augenwinkel beobachtet und sofort ging der junge Mann aggressiv auf die Polizei sowie den Sicherheitsdienst los. Ihm mussten Handschellen angelegt werden, dabei plärrte der 18-Jährige eine Vielzahl von Beleidigungen und Drohungen aus sich heraus.
Er wurde anschließend in eine Ausnüchterungszelle der Rosenheimer Polizei gebracht, mit seinen über 1,50 Promille war er sichtlich angetrunken. Ermittlungsverfahren wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung sind die Folge für den jungen Mann aus dem Miesbacher Raum.
Schaufenster

