Drei Fälle von Justizschulden hintereinander gestern an der Autobahn im Landkreis

Einen rumänischen Staatsangehörigen brachten die Beamten von der Kontrollstelle in die Justizvollzugsanstalt nach Bernau. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien herausstellte, hatte das Erlangener Amtsgericht gegen den 23-Jährigen einen Strafbefehl erlassen. Wegen Körperverletzung war Ende vergangenen Jahres eine Geldstrafe in Höhe von 7.500 Euro festgesetzt worden. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste der Rumäne ersatzweise einen 75-tägigen Haftaufenthalt antreten.
Dagegen blieb einem Ungarn, der eine Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro zu begleichen hatte, der Gang ins Gefängnis erspart. Die Bundespolizei fand bei der Einreisekontrolle des 32-Jährigen heraus, dass das Amtsgericht Passau diesen Betrag seit April 2025 wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz gefordert hatte. Da der Mann nicht über so viel Geld verfügte, bat er seine Freundin telefonisch um Unterstützung. Diese entsprach seinem Wunsch und zahlte das Geld bei einem Polizeirevier in Frankfurt am Main ein. Im Anschluss durfte der ungarische Staatsangehörige seine Reise fortsetzen.
Ein Bulgare konnte von der Kontrollstelle an der Inntalautobahn aus ebenfalls weiterreisen, obwohl er sogar von zwei Justizbehörden gesucht wurde. Wegen eines verübten Einbruchsdiebstahls hätte der Mann 820 Euro, die er aus der Tat erlangt hatte, abgeben sollen. Die vorgesehene Vermögensabschöpfung ließ sich jedoch nicht vollziehen, da der 51-jährige Bus-Insasse nur 40 Cent dabeihatte. Immerhin konnte die Bundespolizei aber seine neue Berliner Wohnadresse ausfindig machen und die Staatsanwaltschaft Osnabrück entsprechend informieren. Auch die Staatsanwaltschaft Berlin bekam die bislang unbekannte Anschrift des bulgarischen Reisenden übermittelt. Hintergrund sind hierbei laufende Ermittlungen wegen Betrugs.
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