Wasserburg empfängt morgen Abend die Reserve des TSV 1860 München

Aufgepasst, an der Landwehrstraße 10 treffen am morgigen Freitagabend um 19 Uhr Löwen auf Löwen. Es ist jedoch weder der Zirkus in der Stadt noch werden Spiele in der Arena veranstaltet wie im Alten Rom, um die Menschen von den Sorgen des Alltags abzulenken. Die moderne Form von Brot und Spielen besteht aus Bratwurst, Bier und einem von Giglberger Finance präsentierten Fußballspiel, wenn die Reserve des TSV 1860 München am 8. Spieltag der Bayernliga Süd beim TSV 1880 Wasserburg gastiert. Beide Vereine tragen den Löwen im Wappen, der Kontrast liegt in den Farben: Rot trifft auf Blau.

„Ich blicke mit großer Vorfreude auf das Spiel“, verrät Wasserburgs Dominik Brich. „Ich glaube, dass wir gerade nach den letzten vier Spielen in der Liga angekommen sind und darum glaube ich, dass mit den vielen Zuschauern in der Altstadt vieles möglich ist.“ Seit der Innenverteidiger zurück ist, haben die Innstädter in der Liga nicht mehr verloren und aus vier Spielen zehn Punkte geholt. Die Fans in Wasserburg haben ihre Mannschaft auch nach den heftigen Auftaktpleiten angefeuert, jetzt ist der Glaube da, dass der Aufsteiger in der Bayernliga bestehen kann. Entsprechend wird es am Freitagabend am Sportplatz an der Landwehrstraße eine große Kulisse erwartet. Wasserburg hat einen Schnitt von über 640 Zuschauern pro Partie und in und um Wasserburg gibt es zahlreiche Sechzig-Fanclubs, die ihr Kommen bereits angekündigt haben. „Es kommt wieder darauf an, dass wir diszipliniert als Team verteidigen und dann mit der gewissen Spielfreude und dem nötigen Willen, Tore zu schießen. Wenn wir diese Punkte auf den Platz bringen, wird es ein erfolgreicher Freitagabend“, so Brich.

Mit dem TSV 1860 München II gastiert jedoch der Meister der vergangenen Bayernliga-Saison in der Altstadt, der nicht aufsteigen konnte. Durch die Insolvenz der Profimannschaft hat sich jedoch auch die Reserve verändert. Viele junge Topspieler spielen nun in der Ersten, die vom ehemaligen Reservecoach Alper Kayabunar trainiert wird. Zudem ist Routinier Alexander Benede, der die Mannschaft angeführt hat, nicht mehr dabei. Zwei Dinge sind beim TSV 1860 München trotz aller Irrungen und Wirrungen gewiss: Die Fans halten dem Verein die Treue und es kommen immer wieder neue Talente nach. Trotz des großen Umbruchs hat die Mannschaft bislang neun Punkte aus sieben Spielen geholt. „Wir treffen auf eine U21 im klassischen Sinne, das heißt, dass sie sehr spielstark sind und viele gute Lösungen mit Ball finden. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten und dagegenhalten“, weiß Co-Trainer Max Backa, der noch eine weitere Eigenschaft der Münchner Löwen ausgemacht hat: „Es ist für eine U21 ein bisschen untypisch, aber sie sind physisch sehr, sehr stark. Auch da werden wir extrem gefordert sein.“ Wasserburg muss also am Freitag Herrenfußball par excellence spielen, um im Löwenduell als Sieger vom Platz zu gehen.

JAH

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