Abschlussfeier an der Caritas-Fachschule für Heilerziehungspflege
45 Schüler der Heilerziehungspflege sowie 29 Heilerziehungspflegehelfer feierten stimmungsvoll mit einem abwechslungsreichen Programm das Ende ihrer dualen Ausbildung an der Caritas-Fachschule und den Einrichtungen der Behindertenhilfe. In der einjährigen Ausbildung der Heilerziehungspflege erzielten Melanie Hettler (1,0) und Alicia Welz (1,18) herausragende Ergebnisse. Mit viel Applaus und kleinen Geschenken wurden Eva Haupts und Claudia Stingl (jeweils mit einem Notendurchschnitt von 1,1) sowie Mariann Timm und Matthias Wörl (1,3) für ihre Leistungen in der dreijährigen Ausbildung geehrt.
„Ohne beim Start in die Ausbildung zu wissen, wie die Reise gleichsam auf einem Segelboot genau verlaufen wird“ so Schulleiterin Heidrun Thomé, hätten die Absolventinnen und Absolventen nun den Zielhafen erreicht: fachlich qualifiziert und persönlich gereift. Dieser Weg sei sicherlich nicht immer einfach gewesen, Gegenwind, Flauten und Klippen ließen manchmal das Ziel als weit entfernt erscheinen. Schließlich habe aber das Gefühl am richtigen Platz zu sein, die gegenseitige Unterstützung, die Begegnung mit Menschen und die Gemeinschaft geholfen, den Kurs zu halten.
“Und nun“, so die Schulleiterin, „stehe erneut ein Aufbruch an, ein Aufbruch in die berufliche Praxis“. Das Schiff starte wieder neu, die Segel sind neu gesetzt: mit fachlichem Wissen, Zuversicht und Vertrauen in das eigene Können im Gepäck. „Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie“, so Thomé, Menschen, die mit fachlicher Kompetenz, Haltung, Empathie und Respekt deutlich machen, dass jeder Mensch wertvoll ist, gerade auch Menschen mit Behinderung. Aufgabe der Fachkräfte sei nun, diese Menschen in ihrer Selbstbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft zu stärken und ihren individuellen Lebensweg zu begleiten.
Auch Christine Höppner, Geschäftsführerin des Instituts für Bildung und Entwicklung beim Caritasverband München und Freising betonte in ihrem Grußwort die Stärken der Heilerziehungspfleger, Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe zu begegnen und sie in ihrer Einzigartigkeit mit Sensibilität zu unterstützen.
Schülerinnen und Schüler des zweiten Ausbildungsjahres hatten zusammen mit Lehrkräften die Abschlussfeier mit viel Engagement vorbereitet. Ein reichhaltiges Mittagsbuffet und eine aufwändige Dekoration, ein reibungsloser Ablauf und eine gelungene Moderation sorgten für einen passenden Rahmen. Zu den Höhepunkten der Feier gehörte auch der Gottesdienst in der Kirche des ehemaligen Klosters in Altenhohenau, der vom Projektchor eindrucksvoll musikalisch umrahmt wurde.
Unter dem Motto „Alles im Fluss“ wurde mit launigen Worten in einem Schülerdialog der Vorbereitungsgruppe die Ausbildungszeit mit seinen Stationen, Hindernissen und Herausforderungen nachgezeichnet. Pfarrer Mayer, der ehemalige geistliche Direktor der katholischen Landvolkhochschule am Petersberg bei Dachau betonte in seiner Predigt, dass neben Geduld, Mut und einer Prise Humor auch immer eine Spur von Gottvertrauen, einer Gabe des Heiligen Geistes, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung nötig sei.
Ausgelassene Stimmung herrschte schließlich am Abend bei der Party im Gasthof Staudham, wo mit Lehrern, Freunden, Auszubildenden, Praxisanleitungen, und Ehemaligen ausgiebig gefeiert wurde.
EMZ / Bilder: Müller
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