Geschäftsführer einer Firma in der Nähe von Rott als Komplize des verurteilten Täters angeklagt

Am 24. Juni hatte das Landgericht Traunstein einen 27-jährigen, ehemaligen Mitarbeiter einer Photovoltaik-Firma in Haag zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt (wir berichteten). Nun steht ein 35-jähriger Mann vor Gericht, der für zahlreiche Straftaten des Verurteilten mit verantwortlich gewesen sein soll. Am 19. August soll der Prozess für den in der Nähe von Rott gemeldeten Angeklagten beginnen.

Seit 2. März sitzt der mutmaßliche Komplize in Untersuchungshaft. Der ehemalige Geschäftsführer einer Photovoltaik-Firma bei Rott, die mit dem Haager Photovoltaik-Unternehmen in engen Geschäftsbeziehungen stand, soll gemeinsam mit dem bereits verurteilten angestellten der Haager Firma insgesamt über 700.000 Euro veruntreut haben. Das Landgericht Traunstein will an den zwei anberaumten Gerichtsterminen weitere Klarheit in die Struktur des Betruges an der Haager Photovoltaikfirma bringen. Deren „Geschäftsführer, Gründer und Inhaber“ hatte ja vor Gericht ausgesagt, dass die Betrugssumme von 4,2 Millionen Euro „im Verhältnis zum Umsatz“ sehr gering gewesen sei und man das deshalb nicht so schnell bemerkt habe.

Tatsächlich war seinerzeit der Mitarbeiter einer Online-Bank misstrauisch geworden, weil der verurteilte Angeklagte mit Kryptowährungen spekuliert habe. Er habe seinerzeit die Polizei informiert und so sei dieser doch erhebliche Betrug an der Photovoltaik-Firma aufgeflogen.

Wir berichten weiter.

PETER RINK

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