... das sagt der Rotter Bürgermeister - Den Ampel-Bau an der B15 aber bedauert er sehr

In genau einer Woche – am kommenden Montag, 10. August – beginnen die zwei Monate langen Bauarbeiten an der so unfallträchtigen Einmündung der B15 in Richtung Griesstätt. Nach Untersuchung und Abwägung aller verkehrlichen Möglichkeiten, den Knotenpunkt rasch und nachhaltig zu entschärfen, hat sich – wie berichtet – das Staatliche Bauamt Rosenheim für den Bau einer Ampel entschieden. Gefordert war von vielen Seiten ein Kreisverkehr. Der Rotter Bürgermeister Daniel Wendrock sagte dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung: Er bedauere den Bau einer Ampel sehr, weil auch er sich dort einen Kreisverkehr gewünscht hätte. Aber nun müsse man die Situation positiv sehen, dass sich nämlich endlich etwas tue zum Schutz von Menschenleben. 

Insgesamt sind rund zwei Monate für den Umbau des Knotenpunkts veranschlagt. Während dieser Zeit wird eine provisorische Baustellenampel den Verkehr regeln. Das Staatliche Bauamt Rosenheim bittet um Verständnis für die unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit.

Die Abzweigung nach Griesstätt an der B15 ist ein bekannter Unfallschwerpunkt. Immer wieder kommt es an dieser Stelle zu teils schweren Verkehrsunfällen – auch die Rotter Feuerwehr ist dort oft im Einsatz.

Sämtliche bisherigen Maßnahmen, wie der Einbau von Leitschwellen oder die Geschwindigkeits-Begrenzung auf 60 km/h im Kreuzungsbereich, brachten bislang zu wenig Erfolg.

Die Bauarbeiten umfassen den Bau der für die Ampel notwendigen Verkehrsinseln im Kreuzungsbereich sowie das anschließende Aufstellen und die technische Inbetriebnahme der Ampel. Außerdem müssen die Anschlussbereiche hergestellt und die Fahrspuren angepasst werden.

Zum Einsatz kommt an dieser Stelle wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße eine verkehrsabhängige Anlage. Sie prüft mittels Sensoren das tatsächliche Verkehrsaufkommen und passt Rot- und Grünphasen in Echtzeit an. Damit soll der Verkehrsfluss optimiert und Wartezeiten vor allem aus Richtung Griesstätt kommend verkürzt werden.

Die Kosten für den Umbau des Knotenpunkts und die Entschärfung des Unfallschwerpunkts belaufen sich auf rund 710.000 Euro. Diese Kosten trägt der Bund.

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