Jettenbacher Leidenschaft besiegt dezimierte Wasserburger

Bitterer Samstagnachmittag für den SV Genclerbirligi Wasserburg: Beim Tabellenschlusslicht SpVgg Jettenbach mussten sich die Wölfe deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Die Vorzeichen standen bereits schlecht, da Cheftrainer Dominik Süßmaier auf gleich sechs Stammkräfte verzichten musste.

Wasserburg ging als Favorit ins Spiel, wirkte jedoch von Beginn an zu lässig und leistete sich ungewohnt viele Abspielfehler. In der 21. Minute brannte es lichterloh: Nach einem langen Ball war ein Jettenbacher Stürmer vorbei an der Abwehr, Wasserburgs dritter Keeper Roland Vogel kam einen Schritt zu spät und verursachte einen Elfmeter (Gelbe Karte). Vogel machte seinen Fehler jedoch postwendend wett und parierte den Strafstoß glänzend.

Wer nun ein Aufwachen der Gäste erwartete, wurde enttäuscht. Die Wölfe blieben unpräzise. In der 27. Minute schlug Jettenbach eiskalt zu: Iulian Stoica verwertete einen langen Ball zum 1:0. Besonders bitter: Kurz zuvor war Rami Zaraket auf der Gegenseite allein vor dem Tor wegen einervermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen worden – eine Fehlentscheidung, die sogar die Jettenbacher nach dem Spiel einräumten.

Nur sieben Minuten später (34. Min) erhöhte Mussner nach einem weiteren langen Ball per Heber auf 2:0.

Nach der Pause kamen die Wölfe hungriger aus der Kabine. In der 56. Minute keimte Hoffnung auf: Ein scharf getretener Freistoß von Erlind Bajrami landete über Umwege bei Rami Zaraket, der den Abpraller zum 2:1-Anschlusstreffer versenkte. Ein emotionaler Moment für den Stürmer, der damit sein erstes Tor nach seinem Kreuzbandriss erzielte.

Wasserburg warf nun alles nach vorne und hatte deutlich mehr Ballbesitz, doch Jettenbach blieb durch Konter gefährlich. In der 66. Minute war es Liviu Pantea, der sich robust durchtankte und den Ball artistisch im Sprung über den herauslaufenden Torwart zum 3:1 hob. In der Nachspielzeit(90+6) sorgte Florian Mittermaier nach einem erneuten Konter für den 4:1-Endstand, als Wasserburg die Defensive komplett aufgelöst hatte.

Obwohl Wasserburg spielerisch Feldvorteile hatte, siegte Jettenbach durch mehr Leidenschaft und die effektivere Chancenverwertung.

SV Genclerbirligi Wasserburg: Verbleibt auf Platz 5. Bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz (DJK SV Edling) und nur noch drei ausstehenden Spielen ist der Aufstiegstraum in weite Ferne gerückt.

SpVgg Jettenbach: Ein Big Point im Abstiegskampf! Die Spielvereinigung springt auf Platz 10 und verschafft sich ein wenig Luft zu den direkten Abstiegsrängen.

Die Wölfe müssen nun die Wunden lecken und hoffen, dass sich das Lazarett lichtet. Am kommenden Sonntag, 17. Mai, 16 Uhr, empfängt man zu Hause den DJK SV Oberndorf (Platz 9). Hier gilt es, vor eigenem Publikum Wiedergutmachung zu betreiben.

Die anderen Mannschaften des SV Genclerbirligi Wasserburg hatten an diesem Wochenende spielfrei.

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