Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbandes Mühldorf
Der Landschaftspflegeverband Mühldorf (LPV) informierte in seiner jährlichen Mitgliederversammlung seine Mitglieder über das vergangene Geschäftsjahr 2024 sowie über aktuelle Projekte.
Nachdem Karl-Michael Günsche seit Gründung des LPVs als Vertreter der Naturschutzorganisationen, in diesem Fall des Landesbunds für Vogel- und Artenschutz (LBV), in der Vorstandschaft vertreten war, gab er nun seinen Rücktritt bekannt. Als seine Nachfolgerin wurde die ebenfalls im LBV tätige Sabrina Frydryk vorgeschlagen und durch ordnungsgemäße Wahl der Mitgliederversammlung als neues Mitglied der Vorstandschaft bestätigt.
Die gesamte Vorstandschaft bedankte sich bei Karl-Michael Günsche für seinen langjährigen Einsatz im LPV und begrüßte Sabrina Frydryk herzlich in der Vorstandschaft.
Die Geschäftsführerin Elisabeth Knapp stellte die Aktivitäten und Projekte aus dem Jahr 2024 vor, die Kassenführer MdL Sascha Schnürer mit Zahlen hinterlegte. So wurden im Jahr 2024 gut 400.000 Euro für Maßnahmen in der Landschaftspflege und Naturschutz ausgegeben. Diese Mittel kommen größtenteils unmittelbar bei den Landwirten an, die die Landschaftspflegearbeiten für den Verband übernehmen. Somit werden nicht nur naturschutzfachlich hochwertige Flächen beziehungsweise Pflanzen und Tiere im Landkreis erhalten und damit ein aktiver Arten- und Naturschutz umgesetzt, sondern zugleich die kleinbäuerlichen Strukturen gestärkt.
Der abrupte Bewilligungsstopp von Fördermitteln durch das Umweltministerium zum Ende des Jahres 2024 ließ jedoch eine Fortsetzung der herausragenden Landschaftspflegearbeiten für das Jahr 2025 nur noch eingeschränkt zu. Erfreulicherweise konnten zwei wichtige, bereits bewilligte Großprojekte ungehindert fortgesetzt werden. Zum einen das Streuobstprojekt „Mühldorfs Streuobstbträume“ unter der Leitung von Alexander Jackl und zum anderem das von Franziska Gäch geführte Projekt „Fokus Natur.Vielfalt.Isental“, dessen Schwerpunkt im Schutz der Arten im Isental liegt. Bei einem Großteil der weiteren Pflegeflächen des LPVs handelt es sich um naturschutzfachlich hochwertige Wiesen, deren Artenreichtum nur über eine jährliche ein- bis zweischürige Mahd erhalten werden kann. Unterbleibt diese Pflege aufgrund fehlender Fördergelder, laufen die Wiesen Gefahr zu verfilzen oder zu verbuschen und ihre Artenvielfalt und ihren ökologischen Wert zu verlieren.
Die Geschäftsführerin Elisabeth Knapp zieht sich nach erfolgreichen sieben Jahren an der Spitze des Verbandes zurück. Knapp wurde im Februar 2019, wenige Monate nach der Gründung des Verbandes, als Geschäftsführerin eingestellt. Die studierte Biologin und gebürtige Südtirolerin baute den Verband und dessen Geschäftsstelle in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Vorsitzenden Dr. Karl Dürner und der Vorstandschaft nach und nach auf. So konnten bereits im Sommer des Gründungsjahres erste Maßnahmen der Landschaftspflege erfolgreich umgesetzt werden. Mittels der kooperativen Arbeitsweise des Verbandes mit den Kommunen, der Landwirtschaft und dem Naturschutz, konnten im Laufe der Jahre immer mehr Gemeinden als Mitglieder gewonnen werden. So wuchs der Verband seit seiner Gründung mit damals 18 Gemeinden und dem Landkreis auf mittlerweile 25 Mitgliedsgemeinden an. Auch in der Geschäftsstelle spiegelte sich die stetige Weiterentwicklung des Verbandes in der Zahl der Mitarbeiter wider, so dass aktuell neben der Geschäftsführerin fünf weitere Teilzeitstellen geschaffen wurden.
Durch die herausragende Zusammenarbeit mit kleinbäuerlichen Landwirten, die sich mit der Landschaftspflege ein weiteres Standbein aufgebaut haben, konnte der Verband zuletzt mehrere hunderttausende Euro an Fördergelder in den Landkreis holen, nicht zuletzt durch den steten Einsatz des Teams des LPV unter der Leitung von Elisabeth Knapp.
Schaufenster


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