Trotz herausfordernder Zeit: Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich auch im März stabil

Weiterhin bleibt die Lage stabil – wenn auch im historischen Vergleich auf hohem Niveau: Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote im März bei 3,3 Prozent – etwas niedriger als im Februar, aber etwas höher als vor einem Jahr (Vormonat: 3,4 Prozent; März 2025: 3,2 Prozent).

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen beträgt 5.039. Hier sind 3.051 Männer und Frauen nach dem SGB III bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 213 weniger als im Vormonat.

Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich um 1.988 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, 13 mehr als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.902 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.974 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der März sei hier vor allem von der beginnenden, wetterbedingten Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt geprägt. Betriebe aus den witterungsabhängigen Berufsfeldern hätten Beschäftigte wieder eingestellt, die sie über die Wintermonate entlassen hatten.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im ganzen Agenturbezirk ist in den Berufsgruppen

Hoch-, Tief- und (Innen)Ausbau (-71 Arbeitslose) und dem daran angrenzenden Bereich

Führer:in von Fahrzeug- und Transportgeräten (-19) sowie

Gartenbau/Floristik (-56),

Hotellerie/Gastronomie/Tourismus (-39) und dem daran angrenzenden Bereich

Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (-28) zurückgegangen.

Dies hat dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahl um 429 Personen auf 10.596 gesunken ist.
Die Arbeitslosenquote war mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte geringer als im Vormonat. Sie entsprach damit dem Vorjahresniveau.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen bestätige den Eindruck der Vormonate: Der Arbeitsmarkt in der Region zeige sich auch in der aktuell wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Zeit stabil.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, sagt zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt:

„Nachdem sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aktuell etwas stabilisiert hat, sorgt nun die Lage im Nahen Osten für neue Verunsicherung. Die Arbeitslosenzahl befindet sich im historischen Vergleich weiterhin auf einem hohen Niveau, und mit 3.742 waren im März weniger Stellenangebote gemeldet als häufig in diesem Monat in den Vorjahren.

Als positiv kann jedoch gewertet werden, dass die Betriebe in den vergangenen Wochen mit 815 um 211 mehr neu zu besetzende Stellen gemeldet
haben als vor einem Jahr. Zudem war der Stellenbestand erstmals seit Januar 2023 wieder höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Und auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelt sich weiterhin stabil.

Wir rechnen damit, dass sich die saisonübliche Belebung in den kommenden Wochen fortsetzen und die Arbeitslosigkeit um die Ostertage weiter zurückgehen wird. Wirtschaftsbereiche wie (Innen)Ausbau, Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe sowie die Medizinischen Gesundheitsberufe bieten berufliche Perspektiven.

Die Agentur für Arbeit kann unterstützen, wenn bestehende Qualifikationen nicht ausreichen, um auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen oder um einen bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten. Arbeitgebende und arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldete Menschen sollten in diesen Fällen mit ihren Ansprechpersonen über Weiterbildungs-Möglichkeiten sprechen, um sich beruflich richtig für die Zukunft aufzustellen.

Dies ist sowohl für arbeitslos gemeldete Menschen als auch für Beschäftigte möglich. Personalverantwortliche können Informationen und die Kontaktdaten un
serer Ansprechpersonen vom Arbeitgeberservice unter

https://www.arbeitsagentur.de/vorort/rosenheim/unternehmen/arbeitskraefte-finden-und-weiterbilden abrufen.“

Aktueller Stand auf dem Ausbildungsmarkt – Ausbildungsstart im September:

Im März waren 1.683 junge Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit gemeldet, die eine berufliche Perspektive ab Herbst suchen – wir berichteten.

Ein paar Tipps: 

Am Samstag, 25. April, finden in Rosenheim zwei große Ausbildungsmessen statt:

Von 9.30 bis 15.30 Uhr ist in der Auerbräu-Festhalle auf der Lorettowiese in Rosenheim die IHKjobfit! mit Schwerpunkt auf Berufen der Industrie- und Handelskammer.

(https://www.ihk-muenchen.de/Microsites/JobFit/Rosenheim/)

Von 9 bis 15 Uhr ist zudem in der Gaborhalle (Ebersbergerstraße 32a) die Rosenheimer Ausbildungsmesse
(https://www.fitfuerdeinezukunft.de), die viele weitere Berufsfelder abdeckt.

Am Donnerstag, 7. Mai, von 17 bis 20 Uhr und am Freitag, 8. Mai, von 8 bis 13 Uhr findet im Eisstadion in Bad Tölz (Am Sportpark 2, 83646 Bad Tölz) die große Ausbildungsmesse „meineAusbildung!“ (https://www.meineausbildung.ag/BadToelz) statt. Betriebe aus unterschiedlichen Branchen präsentieren hier ihre Ausbildungsplatzangebote.

Die BerufsberaterInnen der Agentur für Arbeit sind auf allen Messen vertreten und freuen sich über den Besuch von Jugendlichen mit deren Begleitpersonen. Eine
Anmeldung ist für die Messen nicht erforderlich und der Eintritt ist frei.

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirks Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vormonat:
5,5 Prozent; März 2025: 5,4 Prozent). Derzeit sind 2.051 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit.
Die Zahl der Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die
Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, ging um 34 auf 1.137 zurück. Im Jobcenter
Rosenheim Stadt wurden 914 Kundinnen und Kunden nach dem SGB II betreut, 5 weniger als
im Vormonat.

Insgesamt betreut das Jobcenter 2.151 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die
in 1.652 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im März eine Arbeitslosenquote von 2,3 Pro
zent auf (Vormonat: 2,5 Prozent; März 2025: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.731 beschäfti
gungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.037 Männer und Frauen, 41 weniger als
vor einem Monat, nach dem SGB III in den Agenturen für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen
gemeldet. 694 SGB II-Kundinnen und -Kunden, 48 weniger als im Februar, sind beim Jobcen
ter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet.

Insgesamt betreut das Jobcenter 2.238 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.682 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.775 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Dies
entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent (Vormonat: 3,2 Prozent; März 2025: 3,2
Prozent). Davon sind 1.191 arbeitslose SGB III-Kundinnen und -Kunden bei der Agentur für
Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 90 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslo
sengeld II-Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als
„zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Dort sind 584 Men
schen arbeitslos gemeldet, 11 weniger mehr als im Februar.

Insgesamt betreut das Jobcenter
1.387 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.112 sogenannten Bedarfsgemeinschaften
leben.

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