Außergewöhnlich stark engagiert: Das zeigte die Jahresversammlung der Oberndorfer Sportler

Unter dem Leitgedanken „Die einzige Konstante ist die Veränderung“ stand die Jahresversammlung des Sportvereins Oberndorf. Rund 60 Mitglieder fanden sich im Sportheim ein, nachdem der Abend bereits in geselliger Runde mit einem gemeinsamen Essen begonnen hatte.

Einen bewusst gewählten Auftakt setzte die geistliche Beirätin Sandra Pongratz mit einem Impuls, der Zuversicht und Orientierung in Zeiten des Wandels vermitteln sollte. Damit war der thematische Rahmen für den gesamten Abend gesetzt: Veränderung nicht als Risiko, sondern als Chance zu begreifen.

Die Vorsitzende Evi Ziel griff diesen Gedanken direkt auf: „Wir stehen als Verein an vielen Stellen vor Veränderungen. Entscheidend ist, dass wir diese aktiv gestalten und nicht nur verwalten.“

Die Vorsitzende begrüßte neben den Mitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste, darunter die amtierende Bürgermeisterin Sissi Schätz, ihren designierten Nachfolger Florian Haas sowie Konrad Mack, Vizepräsident des DJK-Sportverbands München und Freising.

In ihren Grußworten würdigte Sissi Schätz die vertrauensvolle Zusammenarbeit während ihrer Amtszeit und hob die vorbildliche Vereinsarbeit hervor – auch Konrad Mack bezeichnete den Sportverein Oberndorf als Aushängeschild des Verbandes und betonte dessen außergewöhnliche Aktivität. Gleichzeitig warb er für ein verstärktes Engagement auf Verbandsebene.

Bei den Neuwahlen gab es nur wenige Veränderungen. Die meisten Amtsinhaber wurden in ihren Funktionen bestätigt.

Eine wichtige personelle Neuerung ergab sich dennoch: Der langjährige, stellvertretende Vorsitzende Thomas Eberharter stellte sich nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Stefan Hundschell gewählt – eine weitere Verjüngung der Vereinsführung.

Das Foto oben zeigt von links

den neuen, stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Hundschell, die Vorsitzende Evi Ziel und den scheidenden Vize – Thomas Eberharter.

Im Mittelpunkt stand außerdem der Jahresbericht der Vorsitzenden, der die Vielseitigkeit und Lebendigkeit des Vereins eindrucksvoll widerspiegelte.

Zu den Höhepunkten zählten unter anderem die Städtereise nach Florenz sowie eine Familienfreizeit am Gardasee. Große Aufmerksamkeit genießt weiterhin die Vereinszeitschrift „Kiebitz“, die auch in der Region gelesen wird. Am Vereinsheim wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt – insbesondere die Außenfassade und der Dachstuhl wurden neu gestrichen. Auch bei regionalen Veranstaltungen wie dem Haager Volksfest war der Verein aktiv vertreten

Das Vereinsleben zeigte sich zudem von seiner geselligen Seite: Ein Ehrenamtsabend mit 60 Teilnehmern, eine vorweihnachtliche Feier mit rund 100 Gästen sowie ein traditionelles Schafkopfrennen unterstrichen den starken Gemeinschaftssinn.

Mit Blick in die Zukunft wurden wichtige Weichen gestellt:

So ist geplant, das Sportheim in Eigenleistung innen neu zu gestalten.

Zudem wurde eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Kosten seit der letzten Erhöhung vor 13 Jahren sowie die veränderte Mitgliederstruktur bei inzwischen rund 1.200 Mitgliedern. Das neue Beitragssystem soll einfacher, gerechter und weniger verwaltungsintensiv sein.

Die Berichte aus den Abteilungen verdeutlichten die breite Aufstellung des Vereins. Besonders die Jugendarbeit nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert ein, was sich in zahlreichen Angeboten wie Kinderskikursen, Nikolausfeiern und Kinderfasching widerspiegelt.

In der Tennis-Abteilung stellte Abteilungsleiter Martin Eder-März ein zukunftsweisendes Projekt vor: den Bau eines Allwetterplatzes. Die Sparte erlebt derzeit einen starken Aufschwung, was sich insbesondere im Kinder- und Mannschaftsbereich zeigt – erstmals sind sechs Teams im Spielbetrieb gemeldet.

Die Stockschützen, vertreten durch ihren neuen, stellvertretenden Abteilungsleiter Manfred Schambeck, berichteten sowohl über sportliche Aktivitäten als auch über zahlreiche gesellschaftliche Veranstaltungen.

Herausforderungen wurden aus der Fußball-Abteilung berichtet: Die derzeit schwierige, sportliche Lage führte zur Auflösung der dritten Mannschaft sowie zu einem Trainerwechsel. Positiv hervorzuheben ist jedoch die stabile Jugendarbeit, da alle Nachwuchsmannschaften bereits im dritten Jahr in Folge eigenständig gestellt werden konnten.

Die Abteilung Fitness und Gesundheit präsentierte sich als besonders breit aufgestellt: Mit 35 verschiedenen Angeboten, 57 Übungsleitern und rund 720 aktiven Mitgliedern zählt sie zu den größten Sparten des Vereins, berichtete Christina Eberl. Ein Höhepunkt war der Silvesterlauf mit knapp 400 Teilnehmern.

Sportwart Martin Anzenberger berichtete, dass nahezu alle Wartungs- und Reparaturarbeiten in Eigenleistung erbracht wurden – ein Beleg für das hohe Engagement im Verein.

Kassiererin Johanna Schambeck bestätigte geordnete, finanzielle Verhältnisse und informierte über den Beschluss zur Rücklagenbildung. Die einwandfreie Kassenführung wurde von Kassenprüfer Martin Hoffmann bestätigt.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurden die geplanten Ehrungen dann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Die Versammlung zeigte eindrucksvoll:

Der Sportverein Oberndorf ist ein aktiver, zukunftsorientierter und tief in der Gemeinschaft verwurzelter Verein, der den Wandel nicht nur annimmt, sondern aktiv gestaltet. Oder, wie es Vorsitzende Evi Ziel prägnant formulierte:
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Verein bleiben, der sich bewegt – sportlich und strukturell.“

AP

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