Wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinder-pornographischer Inhalte

Koordiniertes Vorgehen gegen Kinder-Pornographie
In den vergangenen Jahren stieg die Anzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Zusammenhang mit der Verbreitung pornographischer Inhalte und speziell der Verbreitung kinder-pornographischer Inhalte meist stetig an. Wurden im Jahr 2023 noch 697 Fälle registriert, so nahm die Anzahl in 2024 auf bereits 911 Fälle zu.
Im Deliktsbereich „Verbreitung pornographischer Inhalte“ war 2025 zum Glück ein Rückgang auf 729 Fälle (minus 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) festgestellt worden.
Um die Verbreitung von Kinder-Pornographie weiterhin konsequent zu bekämpfen, unternehmen Polizei und Justiz deshalb seit Jahren erhebliche Anstrengungen. Zur qualifizierten und effizienteren Abarbeitung des bisherigen und in Erwartung des zukünftigen Anzeigenaufkommens hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eigene „Arbeitsgruppen Kinder-Pornographie“ bei den drei Kriminalpolizei-Inspektionen und der Kriminalpolizei Mühldorf eingerichtet.
Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit allen Delikten im Zusammenhang mit dem Besitz und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornographie und arbeiten hierbei eng mit den Staatsanwaltschaften und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen, bei der bereits seit Oktober 2020 das Zentrum zur Bekämpfung von Kinder-Pornographie und sexuellem Missbrauch im Internet angesiedelt ist. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein sind eine Staatsanwältin als Gruppenleiterin und vier Staatsanwältinnen speziell für die Verfolgung kinder- und jugend-pornographischer Straftaten zuständig.
20 Durchsuchungen – Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt
Am gestrigen Donnerstag führten die Beamten der Kripo mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Kriminalpolizei Traunstein und der Zentralen Einsatzdienste Traunreut die großangelegte Durchsuchungsaktion durch, welche sich gegen insgesamt 20 Beschuldigte richtete. Diese waren männlich und im Alter zwischen unter 14 und 68 Jahren.
Bei den Durchsuchungen waren auch fünf Referendarinnen und Referendare der Staatsanwaltschaft Traunstein jeweils mit vor Ort
Rund 25 Polizistinnen und Polizisten vollzogen die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungs-Beschlüsse gegen die Personen, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinder- und Jugend-Pornographie vorgeworfen werden.
Dabei wurden vom frühen Morgen insgesamt 20 Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf durchsucht.
In den Wohnungen der Beschuldigten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, Mobiltelefonen und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen.
Die nun weitergehenden Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Mühldorf unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein geführt.
Vorläufige Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei
Das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion wird von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Polizei als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugend-Pornographie gewertet.
Durch die Aktion wurde den Tatverdächtigen deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht sicher fühlen dürfen.
Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugend-Pornographie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen.
Schaufenster

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