Sammelunterkunft in Rott: Petitionsausschuss des Landtags fordert vom Landratsamt Klärung

Gestern fand die Beratung der Petition des Rotter Unternehmers Günther Hein im Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags statt – zum geplanten Flüchtlingsstandort, einer Sammelunterkunft des Landkreises, „am Eckfeld“ in Rott (wir berichteten mehrfach). Bereits im vergangenen September hatte Günther Hein, der für die Freien Wähler künftig neu im Gemeinderat sitzt, die Petition eingereicht gehabt.

Der Ausschuss hat sich in der gestrigen Sitzung nun ausführlich mit den vorgetragenen Sicherheitsfragen befasst – siehe Fotos zur Situation, als die ehemalige Lampenfabrik mitten im Gewerbegebiet am Eckfeld im vergangenen Sommer für ein paar Wochen mit geflüchteten Personen / Familien belegt war. Nun liegt ein neuer Antrag des Landratsamtes zur Belegung mit maximal 250 Personen vor (wie berichtet).

Das Landratsamt Rosenheim sei jetzt aufgefordert, entsprechende Punkte – das Thema Verkehrssicherheit sowie die Situation der angrenzenden Betriebe mit starkem Lkw-Verkehr – bis zur nächsten Sitzung des Petitionsausschusses zu klären.

Oben im Bild läuft ein Kind der Flüchtlingsunterkunft im vergangenen Sommer Richtung offenes Tor – den Absperrzaun hat es bereits überwunden …

… das Bild unten zeigt Lkw-Verkehr an gleicher Stelle.

Die Mitglieder des Ausschusses haben sich mit großer Mehrheit darauf verständigt, dass die vorgetragenen Punkte und Sicherheitsbedenken ernsthaft geprüft werden müssen.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen insbesondere die Verkehrssituation am Standort sowie die Sicherheit für alle Bewohner, Fußgänger und Beschäftigte der angrenzenden Betriebe.

Diskutiert wurden unter anderem:

  • die enge Straßenführung und der Begegnungsverkehr mit Schwerlastfahrzeugen
  • die Situation des Gehwegs und der Fußgängersicherheit
  • die Erfahrungen aus dem Probebetrieb, bei dem es bereits zu gefährlichen Situationen mit Kindern gekommen sei (siehe Fotos).

Dieses Kind der Sammelunterkunft für geflüchtete Menschen in Rott am Eckfeld versuchte, unter dem Absperrungs-Zaun der Unterkunft hindurch auf die Straße im Gewerbegebiet mit Schwerlastverkehr zu gelangen.

Der Petent und Unternehmer Günther Hein begrüßt die Entscheidung des Ausschusses heute Nachmittag in einer Stellungnahme gegenüber der Wasserburger Stimme wie folgt:

„Ich bin dankbar, dass der Petitionsausschuss die vorgetragenen Sicherheitsbedenken ernst genommen hat. Mein Anliegen war von Anfang an, auf die Risiken aufmerksam zu machen, die durch die Kombination aus Schwerlastverkehr und einer großen Unterkunft an diesem Standort entstehen können.

Mir ging es immer darum, einen sicheren Standort zu finden. Ich hoffe, dass die jetzt angesprochenen Punkte sorgfältig geprüft werden und eine Lösung gefunden wird, die die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet.“

Mit der Entscheidung des Petitionsausschusses liege der Ball nun beim Landratsamt, das die offenen Fragen bis zur nächsten Sitzung beantworten solle.

Fotos: GH

 

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