Unterhaltsamer und gut besuchter Vortrag von Simon Wieser in Albaching
1.350 Kilometer zu Fuß und rund 20.000 Höhenmeter, von Frauenneuharting bis in die Ukraine ist Simon Wieser im letzten Jahr gepilgert Ob es diese erstaunliche körperliche Leistung, die Thematik des Pilgerns an sich, der Bekanntheitsgrad von Simon Wieser in Albaching aufgrund seiner Fußballer-Karriere in jüngeren Jahren beim SVA, oder gar der familiäre Bezug war, so mögen die Beweggründe der zahlreichen Besucher vielfältig gewesen sein. Jedenfalls freute sich der Gastgeber, die Katholische Frauengemeinschaft Albaching, sehr über einen äußerst gut gefüllten Bürgersaal.
Simon Wieser erzählte mit Humor und auf Bayerisch von seinem Aufbruch, von der Haustüre in Frauenneuharting nach Uschhorod, dem Grenzort in der Ukraine. Keine große Distanz, sagt Simon Wieser, immerhin sei er schon einmal 2.500 Kilometer am Stück gegangen, nach Santiago de Compostela. Und doch war diese Reise eine Besondere. Der 72-Jährige folgt auf seinen zahlreichen Wanderungen immer wieder den Spuren Heiliger: dieses Mal war es der Jakobsweg zum östlichsten Ort auf der Strecke: Kosice in der Slowakei – und weiter. Dorthin, wo sein Vater 1944 den Krieg erlebte: in die Ukraine. Sein diesjähriger Pilgerweg, sagt Simon Wieser, sei zu einer Reise zwischen Krieg und Frieden geworden, mit im Gepäck, das Kriegstagebuch seines Vaters.
Auf die Frage, ob es seine letzte Pilgerreise fußläufig war, verneinte er, denn bereits im Mai wird er wieder aufbrechen, dieses Mal von Kanas in Litauen bis nach Polen, wieder auf den Spuren des Heiligen Jakobs.
Allen Besuchern dieses unterhaltsamen Abends werden die Erzählungen noch lange in Erinnerung bleiben. Anstatt eines Eintritts bat die kfd Albaching um eine freiwillige Spende für den „Helferkreis der Diözese Ternopil – Ukraine“ und die Zeltschule im Flüchtlingslager „doBetter“, an die Dank allen Spendern nun rund 850 Euro verteilt werden können.
HB
Schaufenster



Hinterlassen Sie einen Kommentar