Playdowns der Eishockey-Bayernliga: Pfaffenhofen macht das Siegen weiter maximal schwer
Das dritte Spiel des Playdown-Finals in der Eishockey-Bayernliga: Der EHC Waldkraiburg traf dabei – wie schon in den beiden Begegnungen zuvor – auf den EC Pfaffenhofen, der den Löwen das Leben und vor allem das Siegen weiterhin maximal schwer macht. Weiter geht es am heutigen Sonntag um 17.30 Uhr in Pfaffenhofen …
Der Spielbericht zum Heim-Match:
Im Vergleich zu den vorherigen Spielen gab es bei den Hausherren einen Wechsel auf der Torhüterposition: Max Englbrecht hütete das Waldkraiburger Tor von Beginn an. Zudem kehrte Bastian Rosenkranz zurück in den Kader, ebenso wie Santeri Ovaska, der Deutsch-Finne in Diensten der Löwen. Aus Landshut war erneut Julian Lier mit dabei, der auch an diesem Abend wieder eine mehr als ordentliche Partie zeigte.
So wie das erste Drittel begann, so entwickelte sich im Grunde die gesamte Partie. Beiden Mannschaften war die Nervosität eines Abstiegskampfes deutlich anzumerken. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite war Eishockey für Feinschmecker zu sehen. Stattdessen dominierte der Kampf, viele Zweikämpfe und der klare Fokus darauf, das kleine schwarze Spielgerät irgendwie einmal mehr als der Gegner über die Linie zu bringen.
Die erste Möglichkeit gehörte den Löwen nach gut vier Minuten. Nach einem Distanzschuss von Anthony Dillmann sicherte sich Nico Vogl vor dem Tor den Abpraller, den Pfaffenhofens Schlussmann Kornreder hatte liegen lassen. Doch der Kapitän bekam den Puck per Rückhand nicht im Tor unter. Auch wenig später bot sich eine große Gelegenheit: Vogl auf links, Maierhofer in der Mitte und Dillmann auf rechts liefen gegen nur einen Verteidiger. Der Pass auf Dillmann kam an, doch auch diese Chance blieb ungenutzt. In der elften Minute war es erneut Dillmann, der in Überzahl aus guter Position zum Abschluss kam, doch Kornreder war zur Stelle und hielt fest.
Wie so oft im Eishockey rächte sich diese Chancenverwertung kurz vor der Pause. Rund acht Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels nutzten die Gäste eine Unsicherheit in der Waldkraiburger Defensive. Einen Schuss von Ullmann bekamen die Löwen nicht konsequent geklärt, Neubauer reagierte am schnellsten und brachte Pfaffenhofen mit 0:1 in Führung.
Der Mittelabschnitt begann zäh. Beide Teams taten sich schwer, Struktur ins eigene Spiel zu bekommen oder überhaupt einen klaren Rhythmus zu finden. Erst in der 29. Minute nutzten die Löwen eine ihrer Gelegenheiten konsequent. Florian Maierhofer behauptete im Angriffsdrittel stark den Puck gegen Felsoci und legte quer auf Nico Vogl. Der Kapitän hatte Zeit und Raum, zögerte nicht lange und hob die Scheibe per Rückhand sehenswert in den rechten Winkel zum 1:1-Ausgleich.
In der Folge waren die Löwen die aktivere Mannschaft und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Doch einmal mehr fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Vier Minuten vor der Pause schlichen sich dann wieder Fehler in das Spiel der Hausherren ein. Mehrere kleine Ungenauigkeiten in der Defensive ermöglichten es Guft-Sokolov, schnell vor das Tor zu kommen. Mit einem Querpass fand er Weber, der zum 1:2 vollendete und die Gäste erneut in Führung brachte.
Im Schlussdrittel erhöhte der EHC Waldkraiburg den Druck spürbar. Nach gut fünf Minuten durften die Löwen in Überzahl ran. Florian Maierhofer fing einen Klärungsversuch der Gäste stark aus der Luft ab, brachte die Scheibe unter Kontrolle und spielte sie weiter zu Max Cejka. Dieser hatte zunächst leichte Probleme bei der Annahme, setzte den Abschluss dann aber umso präziser in den linken oberen Winkel – 2:2.
Die Freude über den Ausgleich hielt allerdings nur kurz. Keine Minute später schlug Pfaffenhofen zurück. Nach einem langen, präzisen Pass von Tlacil kam Anton Seidel auf der rechten Seite frei zum Abschluss und überwand Max Englbrecht zur erneuten Gästeführung.
Doch diesmal zeigten die Löwen eine klare Reaktion. Mit zunehmender Spielzeit im dritten Drittel steigerten sie ihre Intensität und den Willen, dieses Spiel unbedingt zu drehen. Rund drei Minuten nach dem 2:3 fiel der erneute Ausgleich. Ausgangspunkt war Martin Kokeš, der einen präzisen Pass auf Andris Džeriņš am linken Pfosten spielte. Der Lette scheiterte zunächst am Torhüter, setzte aber energisch nach und schob den Puck zum 3:3 über die Linie.
Knapp achteinhalb Minuten vor dem Ende belohnten sich die Löwen schließlich für ihren Aufwand. Nico Vogl legte den Puck hinter dem Tor auf Florian Maierhofer ab. Dieser zog von hinter dem Gehäuse nach vorne, zwang Kornreder durch seine Bewegung dazu, die kurze Ecke einen Moment zu öffnen und nutzte genau diesen Moment eiskalt zum 4:3.
Die Schlussphase hatte es dann noch einmal in sich. Mehr als zwei Minuten vor dem Ende kassierten die Löwen eine Strafzeit, Pfaffenhofen nahm zusätzlich den Torhüter vom Eis und brachte einen sechsten Feldspieler. Die Gäste setzten alles auf eine Karte und drückten die Löwen tief in die eigene Zone. Trotz einer vergebenen Chance von Santeri Ovaska auf das leere Tor hielten die Hausherren dem Druck stand.
Am Ende brachten die Löwen den knappen Vorsprung mit viel Einsatz und Kampfgeist über die Zeit und sicherten sich damit den zweiten Sieg in der Best-of-Seven-Serie gegen Pfaffenhofen.
AHA
Foto: Yasmin Neumann
EHC Waldkraiburg – EC Pfaffenhofen 4:3 (0:1, 1:1, 3:1).
Tor: Englbrecht (#45), Lode (#40);
Verteidigung: Mertz (#5), Lode (#10), Rott (#20), Kokeš (#50), Cejka (#81), Loboda (#90);
Angriff: Dillmann (#11), Ovaska (#18), Džeriņš (#25), Decker (#34), Lier (#52), Ruß (#63), Rosenkranz (#68), Maierhofer (#74), Vogl (#88), Revaj (#92);
Tore: 0:1 (20.) Neubauer (Ullmann); 1:1 (29.) Vogl (Maierhofer, Dillmann); 1:2 (36.) Weber (Guft-Sokolov); 2:2 (46.) Cejka (Maierhofer, Decker, PP1); 2:3 (47.) Seidel (Tlacil, Sauer); 3:3 (50.) Džeriņš (Kokeš, Ovaska); 4:3 (52.) Maierhofer (Vogl, Dillmann);
Zuschauer: 523,
Strafen: Waldkraiburg 6 – Pfaffenhofen 8
Schaufenster


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