Ein 4:2-Sieg der Starbulls in Crimmitschau vor dem morgigen Liga-Kracher daheim
Nach zuletzt zwei Nullrunden auf fremden Eis in Weiden und Regensburg feierten die Starbulls Rosenheim am 42. Spieltag der DEL2 wieder einen Auswärtserfolg. Beim 4:2-Sieg vor 1.917 Zuschauern im Kunsteisstadion Crimmitschau begannen die Grün-Weißen stark und führten durch Luigi Calce und C.J. Stretch früh mit 2:0. Mit dem 2:2-Zwischenstand nach einem zu passiven Auftritt im zweiten Drittel waren die Starbulls dann aber gut bedient, ehe sie im Schlussabschnitt wieder zulegen konnten. Bereits
33 Sekunden nach der zweiten Pause traf Charlie Sarault zum 3:2, in der letzten Minute machte Shane Hanna mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.
Bei den Starbulls gab Lukas Laub nach 17 Spielen verletzungsbedingter Pause sein Combeback. Er übernahm die Position neben C.J. Stretch und Ville Järveläinen von Sebastian Zwickl, der in der U19-Nationalmannschaft bei einem Fünf-Nationen-Turnier in Finnland im Einsatz ist.
Während bei den Grün-Weißen neben Verteidiger Joel Keussen, und Torwart Christopher Kolarz nur die überzähligen Stürmer Teemu Pulkkinen und Yannik Stein nicht dabei waren, fehlten bei den Gastgebern mit Vinny Saponari, Tim Lutz, Corey Mackin, Mirko Sacher, Dominic Walsh, Nikolas Biggins und Torwart Christian Schneider deutlich mehr namhafte Akteure.
Die tabellarisch und kadertechnisch favorisierten Starbulls erwischten einen prima Start.
Stretch umspielte Eispiraten-Torwart Kevin Reich und legte den Puck in den Torraum, wo Ville Järveläinen beim Versuch ins offene Netz zu schieben von der Crimmitschauer Verteidigung noch gestört werden konnte (5.). Eine Minute später – die Grün-Weißen hatten die neutrale Zone aus einer feinen Kombination heraus schnell überbrückt – zeigte sich Luigi Calce bei einem Drei auf Eins selbstbewusst und schloss auf eigene Faust flach ins linke Eck zur Rosenheimer Führung ab (6.).
Einem Solo von Lukas Laub die Bande entlang bis hinter das Gästetor entsprang das 2:0. Der Rückpass fand Järvelainen, dessen Abschluss zu Stretch abgelenkt wurde – und der Starbulls-Kapitän hatte keine Mühe, den Puck ins leere Tor zu schubsen (7.).
Eine weitere Minute später kamen die Hausherren zum Anschlusstreffer – auf glückliche Art und Weise: Felix Thomas verfehlte das Rosenheimer Tor deutlich, die Scheibe prallte von der Bande zurück und Oskar Autio legte sie sich selbst ins Tor (8.).
Kurz vor der ersten Pause hatte Scott Feser zunächst im Powerplay und dann bei einem Alleingang frei auf Torwart Reich zufahrend großartige Möglichkeiten auf den dritten Starbulls-Treffer, der angesichts der spielerischen und statistischen grün-weißen Überlegenheit (15:9 Torschüsse) auch verdient gewesen wäre.
Der zweite Spielabschnitt gehörte dann allerdings klar den Hausherren. Bereits nach eineinhalb Minuten traf Maxim Trèpanier zum 2:2; er fackelte bei einem Gegenstoß nicht lange und überwand Oskar Autio mit einem feinen Schuss hoch ins kurze Eck (22.). Im Powerplay danach wurden die Starbulls noch einmal gefährlich – Fabian Dietz lenkte an den Pfosten, ein abgefälschter Schuss von Feser hoppelte knapp vorbei als Keeper Reich schon geschlagen war –, hatten dann aber mehrfach Glück, dass die Eispiraten Großchancen zum Führungstreffer liegen ließen.
In Unterzahl leistete sich die Grün-Weißen ein paar fahrlässige Momente. Oskar Autio hatte einiges zu tun. Spektakulär klärte der Rosenheimer Keeper mit dem Fanghandschuh auf der Torlinie gegen Ladislav Zikmund, nachdem zuvor der Pfosten gerettet hatte (36.). „Wir haben es zu einfach, zu locker angehen lassen. Crimmitschau hätte im zweiten Drittel ein, zwei Tore mehr verdient gehabt“, kritisierte Cheftrainer Jari Pasanen nach dem Spiel.
Im dritten Drittel waren die Starbulls aber wieder da. Bereits nach 33 Sekunden traf Charlie Sarault zum 3:2. Nach schneller Scheibenweitergabe von Scott Feser und Lewis Zerter-Gossage scheiterte Sarault zunächst am Schlussmann, drückte die abprallende Scheibe aber aus der Luft doch noch über die Torlinie.
In der Defensive präsentierten sich die Grün-Weißen wieder strukturierter und konsequent.
In Unterzahl brannte nichts an, stattdessen hatte Zerter-Gossage den Shorthander auf der Kelle, scheiterte aber völlig frei an Reich (51.). Dietz hatte bei einem Konter die Option quer auf Calce zu legen, zog aber den eigenen Abschluss vor und vergab (55.).
Bei zwei späten Unterzahlminuten gerieten die Starbulls noch einmal gehörig unter Druck, ehe Shane Hanna 13 Sekunden vor der Schlusssirene per Empty-Net-Treffer von der eigenen Grundlinie aus auf 4:2 stellte.
Mit dem Rückenwind des Auswärtserfolgs – die Bilanz in der Fremde liest sich mit 44 Punkten aus 22 Spielen herausragend – empfangen die Starbulls nun am Sonntag die Krefeld Pinguine im heimischen ROFA-Stadion. Mit einem Dreier würden die Grün-Weißen den Meisterschaftsfavoriten vom Niederrhein in der Auswärtstabelle vom Thron stoßen und dort selbst die Spitze erklimmen.
Das Topspiel des Tabellendritten Rosenheim gegen den Tabellenführer Krefeld beginnt am morgigen Sonntag um 17 Uhr (Eintrittskarten auf www.starbulls.de/tickets und ab 15 Uhr an der Tageskasse …
Foto: Starbulls / Achim Keller
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