Elf Moarschaften kämpften um den Edlinger „Weiß-Cup" auf dem Brandmeier-Weiher

Groß war die Freude bei den Edlinger Eisstock-Schützen, dass in diesem Jahr aufgrund der kalten Witterung wieder ein Turnier im Eisstock-Mekka des letzten Jahrhunderts – auf dem Brandmeier-Weiher an der Hochhauser Straße – stattfinden konnte: Der „Weiß-Cup“ wurde ausgespielt.

Auf Einladung von Turnier-Sponsor Klaus Weiß organisierten Weiß-Enkel Max Follner und der neue Gmoa-Moar Bruno Staudinger dieses Mammutturnier mit der Rekordzahl von elf Moarschaften.

Genau nach 20 Jahren konnte das allseits beliebte Turnier wieder auf dem „Edlinger Eisstock-Weiher“ durchgeführt werden und nach einem Blick in das Archiv hießen die damaligen Sieger – wie auch 2025 – die Boccia- und AH-Spieler des DJK-SV Edling. Somit galt es für das Team um Moar Bruno Staudinger gleich zwei Titel zu verteidigen.

Was auch gelang:

Bruno Staudinger vom Boccia-AH-Team gewann mit seinem Team – das Bild oben zeigt ihn links mit (von links) Organisator Max Follner sowie 

Erich Wolf als Vertreter der Drittplatzierten von der „Tschug-Bar“ und

Werner Gottwald als Vertreter vom Zweitplatzierten, dem Kirtaverein Edling.

Wie von Turnier-Sponsor Klaus Weiß (Foto unten rechts) vorgegeben wird der „Weiß-Pokal“ nach der niederbayerischen Art nur mit Holzstöcken ausgeschossen.

Dabei zählen alle „guten“ Stöcke pro Spiel und jeder der sechs Mannschaftsmitglieder musste antreten. Pro Spiel wurden sechs „Kehren“ geschossen und jeder spielte gegen jeden.

 

Schon ab 10.30 Uhr tummelten sich die ersten Schützen der insgesamt elf Moarschaften und somit 66 Schützen auf dem Eis zum Einschießen.

Auf den von Bruno Staudinger und seinen Gehilfen bestens vorbereiteten fünf Bahnen sah man, dass viele wieder ihre alten und nostalgischen Holzstöcke ausgegraben haben – aber auch einige, extra für dieses Turnier gefräste oder gedrechselte, neue, schöne Stöcke waren zu sehen.

Pünktlich um 11 Uhr pfiff Gmoa-Moar Bruno Staudinger das von ihm und Max Follner bestens organisierte Turnier an – und es sollte ein langer und spannender Tag werden, denn die letzten Spiele endeten um 17.15 Uhr. Aber keiner auf dem Eis musste hungern oder dursten, denn Sponsor Klaus Weiß stellte ausreichend Getränke und auch warme Brotzeiten zur Verfügung.

Und nun zum sportlichen Ablauf:

Neben dem Titelverteidiger, dem „Boccia-AH-Team“, stand von Anfang an auch der einzige Neuling, der „Kirtaverein“ unter aufmerksamer Beobachtung. Auf allen fünf Bahnen ging es immer wieder hoch her und so mancher laute Jubelschrei hallte über den Weiher, als ein Schütze wieder besonders schön „abgetan“ hatte.

Durch den immer wieder leichten Schneefall herrschten auf den Spielfeldern erschwerte Bedingungen. So ist der eine oder andere Stock „ned kemma“ oder war zu „laut“ und ist weiter hinten auf dem See gelandet.

Nach den ersten Runden zeigte sich, dass die „Spitzen-Teams“ der vergangenen Eistock-Turniere wieder vorne dabei sein werden, denn sowohl der Gemeinde-Pokal-Sieger auf Eis, die „Veteraner“, als auch der Sieger auf Asphalt, die „Tschug-Bar“ und der Titelverteidiger, das „Boccia-AH-Team“ starteten überzeugend ins Turnier – und zu aller Überraschung mischte auch der Neuling, der „Kirtaverein“, von Anfang an kräftig mit.

Nach acht der zehn Spielen spitzte sich die Lage an der Tabelle immer mehr zu.

Mit nur jeweils zwei Niederlagen lagen der Kirtaverein und das Boccia-AH-Team in Führung, so dass ein spannendes Finale bevorstand. Doch im neunten Spiel erwischte es den Kirtaverein zum dritten Mal, denn er musste sich dem starken Team der Stockschützen-Oldies geschlagen geben, während das Boccia-AH-Team ihr neuntes Match gewann – so war eine kleine Vorentscheidung gefallen, obwohl der Spielplan als letztes Spiel genau diese Begegnung der beiden Moarschaften festgelegt hatte.

In einem spannenden Spiel bezwangen die „Kirtarer“ die „Boccianer“ knapp mit 5:4 – aber das reichte nicht zum Gesamtsieg, denn das Boccia-AH-Team hatte das klar bessere Stockverhältnis. Damit wurde das Team um Moar Bruno Staudinger seiner kleinen Favoritenrolle gerecht und konnte den Titel erfolgreich verteidigen.

Zur Siegerehrung lud der Turniersponsor Klaus Weiß alle in sein Genussladerl an der B304 ein.

Gmoa-Moar Bruno Staudinger und Mitorganisator Max Follner führten dort die Siegerehrung durch. Vorab bedankte sich Bruno Staudinger bei allen teilnehmenden Mannschaften. Ein besonderer Dank ging an seinem Vorgänger als Gmoa-Moar, Ferdl Bacher sen., der seit vielen Jahren alles immer bestens organisiert hatte.

Anschließend führte Max Follner die Siegerehrung durch und dazu hier die gesamten Platzierungen – wie es sich für ein Nostalgieschießen gehört – in analoger Form:

Anschließend servierte das Genussladerl-Team ein gutes und reichhaltiges Gulasch und dazu ein paar Bierchen.

Damit ging ein eindrucksvoller Eisstock-Tag zu Ende. Dazu bedanken sich alle Teilnehmer herzlichst bei den Familien Weiß und Follner für die tolle Organisation und die Verköstigung auf dem See und im Genussladerl und insbesondere natürlich beim Sponsor des Turniers Klaus Weiß, der das alles finanzierte.

AB

Das Siegerteam der Boccia-AH-Crew (von links):

Moar Bruno Staudinger, Wolfgang Frantz, Bernhard Maier, Walter Moritz, Alois Blüml und Martin Jansen.

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