Keine zweite Müller-Filiale in Wasserburg

Stadtrat entscheidet sich gegen den neuen Drogeriemarkt beim Singer

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logo 2Schreibwaren, Kosmetik, Haushaltsartikel und vieles mehr: Der Drogeriemarkt „Müller“ in der Innenstadt ist eine beliebte Anlaufstelle für nahezu alle Einkäufe. Bisher läuft das Geschäft gut, in drei Jahren hätte das allerdings ganz anders aussehen können: Der Großmarkt Singer plante einen zweiten Müllermarkt in dem bisherigen Elektofachgeschäft, in der Salzburger Straße, anzusiedeln. Dieses Vorhaben hätte wirtschaftliche Auswirkungen auf das Altstadt-Geschäft gehabt. Nach einigen Diskussionen entschied sich der Wasserburger Stadtrat gestern am Abend gegen die Änderung des Bebauungsplanes und somit für die Unterstützung der Müllerfiliale in der Altstadt.

„Wir haben es in der Hand, ob die Geschäfte in der Altstadt bleiben oder nicht“, so der Tenor in der Sitzung.

Die gähnende Leere des bisherigen Elektrofachmarktes sei zwar auch für den Singer-Supermarkt bedrohlich, allerdings müsse man die Innenstadt fördern. Der Mensch sei bequem und würde den Weg in die Stadt nicht auf sich nehmen, wenn er sowohl den Lebensmittel-Einkauf, als auch die Drogerieartikel in einem Zuge kaufen könnte.

„Es ist problematisch, wenn der Altstadt-Müller zusperrt. Es gibt genügend Gemeinden, die sich drum reißen würden“, sagte Stadtrat Stenger. Und Rätin Edith Stürmlinger wandte jedoch ein, dass man den Verbrauchern ja nicht vorschreiben könne, wo sie ihre Einkäufe tätigen. „Es gibt gute andere Firmen“, so Stadtrat Andreas Aß.

Die Müller KG habe schriftlich mitgeteilt, dass, soweit der Standort am Singer-Großmarkt zugelassen werde, der Drogeriemarkt in der Ledererzeile bis zum 31. Mai 2018 betrieben werde. Der Vertrag laufe zwar bis 2018, allerdings sei es ungewiss, wie sich die Lage bis zu diesem Zeitpunkt entwickle.

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6 Gedanken zu „Keine zweite Müller-Filiale in Wasserburg

  1. Marie Bauernschmid

    Und beim Singer gibt es wenigstens Parkplätze

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    1. Es wäre schade, und wird vor allem für die älteren Wasserburger, die kein Auto fahren, ein immer größer werdendes Problem , wenn Märkte egal welcher Art nach „draußen“ abwandern und so für sie (ohne organisierten Fahrdienste) unerreichbar werden. Eine Stadt braucht eben auch Infrastruktur dieser Art und nicht nur viele nette Lokale. Ich finde daher die Entscheidung vom Stadtrat wohlüberlegt und ist sicher im Sinne der Menschen die hier leben. Diejenigen die mobil sind, haben ja ohnehin eine breitgefächerte Auswahl an Märkten im Umkreis und müssen, wenn sie nicht wollen niemals allzuweit zu Fuß gehen 😉

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  2. Ich find die Entscheidung gut!
    Daumen hoch für den Stadtrat

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    1. Steffi König

      Eine sehr gute, sinnvolle und durchdachte Entscheidung des Stadtrates. Für viele nicht-motorisierte Menschen in der Stadt ist der Müllermarkt eine sehr wichtige Einkaufsquelle. Und selbst als motorisierter Altstadtbewohner möchte man ja auch nicht unbedingt für jede Tube Zahnpasta ins Auto steigen müssen. Ausserdem hat der SInger selbst ein sehr großes Angebot an Drogerieartikeln. Wer also unbedingt einen Parkplatz braucht beim EInkaufen, kann ja dann dort oder in einem anderen Markt vor den Toren der Stadt kaufen. Ich persönlich unterstütze lieber die Geschäfte in der Altstadt!

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  3. Wie wärs dann mit noch einer Döner Bude oder noch einem Schuhgeschäft?
    Besser wäre ein preiswertes Elektrogeschäft wie Saturn oder Technomarkt, denn letzteres ist ja an den Preisen gscheitert und immer nach Haag fahren ist auch blöd.

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    1. Obwohl meines Erachtens da Durmeier ned günstig is…..

      Es gibt auch an Stecher in der Altstadt und an EP Weiss in Edling.
      Da Stecher kann preislich sicher mit Haag mithalten.

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