Betrugsmasche: „Bin ein neuer Wirt in Wasserburg“

Aus dem Amtsgericht: Mann (68) muss ein Jahr lang ins Gefängnis, so der Richter

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AmtsgerichtWasserburg – Aus dem Amtsgericht meldet die Polizei die Verurteilung eines Betrügers, der in Wasserburg sein Unwesen trieb. Eine einjährige Gefängnis-Strafe ohne Bewährung, so das Urteil heute. Gleich in mehreren Betrugsfällen hatte ein inzwischen 68-Jähriger die Polizei im vergangenen Jahr auf Trab gehalten – und Wasserburger Geschäftsleute gleich mit. Unter dem Vorwand, er sei der neue Pächter einer Gastronomie in Wasserburg, war der Mann im Juni letzten Jahres bei mehreren Wasserburger Geschäftsleuten vorstellig gewesen. Dort avisierte er jeweils größere Einkäufe, um sich dann letztlich dafür Geld auszuleihen – mit einer fadenscheinigen Begründung …

Er habe seine EC-Karte in München liegen gelassen und müsse dringend zum Tanken fahren, um dorthin zu gelangen. Mehrere Geschäftsleute verweigerten ihm die „Leihgabe“, andere waren zu einer Leihgabe gegen Unterschrift und Hinterlegung von Ausweis oder Gesundheitskarte bereit. Seine echte Adresse ging jedoch daraus nicht hervor, auch telefonisch war er plötzlich nicht mehr erreichbar.

Tatsächlich war der Mann mittellos und nutzte die Beträge, um seiner Spielsucht zu frönen. Dementsprechend erfolgte bis auf einen Kleinbetrag keinerlei Rückzahlung an die Geschädigten.

Nach vollumfänglichem Geständnis aufgrund erdrückender Beweislage und Verlesung des Bundeszentralregisters, in welchem eine Vielzahl weiterer Betrugsfälle vermerkt waren, trugen Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers vor.

Die Staatsanwaltschaft forderte 18 Monate ohne Bewährung, die Verteidigung zwölf  Monate mit Aussetzung zur Bewährung.

Das Gericht entschied auf zwölf Monate Freiheitsstrafe, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung hat noch keine Entscheidung zu einer möglichen Berufung getroffen.

 

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