Zwei Premieren und Start der Lesereihe

Umfangreiches Winterprogramm am Theater Wasserburg

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Die Schauspielproduktion „Glaube Liebe Hoffnung“ läuft noch bis einschließlich Sonntag, 10. Dezember, am Theater Wasserburg. Nik Mayr hat sich in dieser Spielzeit als Regisseur mit dem Drama von Ödön von Horváth befasst. Die Hauptfigur „Elisabeth“, die in ihrer Not wieder und wieder versucht, ihre Leiche zu verkaufen, wurde mit Clara Liepsch, Studentin der Münchner Theaterakademie August Everding, besetzt. Außerdem spielen Susan Hecker, Hilmar Henjes  (Foto) und Frank Piotraschke.

Zu sehen ist das Stück noch am 24. und 25. November sowie am 1., 2., 3., 8., 9. und 10. Dezember. Beginn ist freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr.

Für die ganze Familie ist im Winter „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ von Michael Ende im Programm. Mit diesem humorvollen und inhaltlich immer noch aktuellen Werk hat Michael Ende 1989 einen Literaturklassiker geschaffen: Zauberer Irrwitzer hat Stress. Das Ministerium der Äußeren Finsternis ist höchst unzufrieden mit ihm, weil er bislang nicht genügend böse Taten vollbracht hat und droht mit Pfändung.

Aber er hat doch mit Kater Maurizio einen Spion vom Hohen Rat der Tiere im Haus, wie soll er da in Ruhe für Klimakatastrophen und Tierausrottungen sorgen?! Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch wäre die Rettung. Zu seinem Glück kommt Tante Tyrannja Vamperl zu Besuch, sie hat den fehlenden Teil des Rezeptes für den üblen Trank dabei. Allerdings kommt mit dem Raben Jakob Krakel ein weiterer Abgesandter des Hohen Rates der Tiere ins Haus. Der muss aber erstmal mit dem Kater klar kommen …

Premiere ist am Sonntag, 26. November, um 11 Uhr. Regie führt Frank Piotraschke. Die weiteren öffentlichen Vorstellungen sind am 2., 3., 9., 10., 16., 17., 24., 30. und 31. Dezember. Samstags ist um 15 Uhr Beginn, sonntags um 11 Uhr, außer an Heilig Abend, an diesem Tag wird um 16 Uhr gespielt.

Eine Komödie ergänzt das Winterprogramm im Theater Wasserburg: Theaterleiter Uwe Bertram inszeniert die „Black Comedy“ von Peter Shaffer, die zu deutsch „Komödie im Dunkeln“ heißt. Peter Shaffer ist unter anderem bekannt für seine Werke „Amadeus“ und „Equus“ – beide wurden jeweils mit dem „Tony Award“ in der Kategorie „Bestes Theaterstück“ ausgezeichnet. In der „Komödie im Dunkeln“ lässt der studierte Historiker, der eine Ehrendoktorwürde in Literatur erhielt, Menschen aufeinander prallen, die sich einiges zu sagen hätten, wenn es die Umstände gerade erlauben würden. Doch das Verwirrspiel mit Peinlichkeiten aller Art nimmt unaufhaltsam seinen Lauf und für einige Beteiligte ist es auch ganz gut so, dass nur wenig Licht ins Dunkel gebracht wird …

Premiere hat die Komödie am Freitag, 15. Dezember, um 20 Uhr. Sie wird bis Ende Januar gespielt, im Detail: 16., 22., 25., 26., 29., 30. und 31. Dezember sowie  12., 13., 20., 21., 26. und 27 Januar. Spielbeginn ist freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr, an Silvester um 20 Uhr.

Mit „Lanzarote“ von Michel Houellebecq wird die diesjährige monatliche Lesereihe des Theaters am Mittwoch, 22. November, um 20 Uhr eröffnet. Nik Mayr hat die Lesereihe unter dem Titel „Kein schöner Mittwoch“ als Ergänzung zur Spielzeit „Kein schöner Land“ ins Leben gerufen und liest jedes Mal mit wechselnden Schauspielerkollegen, zum Auftakt mit Frank Piotraschke. Houellebecq hat sich bislang mit „Elementarteilchen“ und anderen Werken Auszeichnungen wie den Prix des Flore, den Prix Novembre, den Prix Goncourt und den Frank-Schirrmacher-Preis verdient.

In „Lanzarote“ lässt der französische Schriftsteller den kleinen Angestellten Michel auf andere Weihnachtsurlauber treffen und erschafft aus diesen alltagstristen Begegnungen auf toter Erde eine weitere seiner alptraumhaften Visionen über das Leben. „Ungläubiges Staunen über das Christentum“ von Navid Kermani ist das Buch für die zweite Lesung der Reihe. Daraus wird am Mittwoch, 20. Dezember, um 20 Uhr gelesen. Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, hat bislang unter anderem den Hannah-Arendt-Preis, den Kleist-Preis und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In „Ungläubiges Staunen über das Christentum“ wirft er Blicke auf die Religion, die Literaturkritiker Denis Scheck zusammenfassend so beurteilt: „Diese 40 Bildbeschreibungen eines Moslems zu Schlüsselwerken der christlichen Kunst sind das schönste Buch, das je auf einer deutschen Bestsellerliste stand.“

Weitere Informationen sowie Karten gibt es im Internet über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Buchhandlung Fabula und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg, beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss TicketZentrum Rosenheim. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm

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