Wieder drei Corona-Todesfälle

Der Landkreis beklagt jetzt 254 Verstorbene - Auch der Inzidenzwert steigt leider wieder - Ab heute Katastrophenfall

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Der Katastrophenfall gilt nun erneut in ganz Bayern und wieder muss das Robert-Koch-Institut für den Landkreis Rosenheim innerhalb von 24 Stunden drei weitere Corona-Todesfälle melden! 254 Verstorbene beklagt das Kreisgebiet nun schon insgesamt seit dem Ausbruch der Pandemie. Auch der Inzidenzwert steigt im Landkreis aktuell leider wieder in Richtung der 200 anstatt umgekehrt – 173,3 Fälle meldet das RKI heute. Seit 0 Uhr in der Nacht gelten die verschärften Schutzmaßnahmen (wir berichteten mehrfach), denn der Landtag hat sich gestern Abend mehrheitlich hinter Ministerpräsident Markus Söder gestellt. Die Stadt Rosenheim liegt heute bei 217,1 Fällen, ist somit ein 200er Hotspot – ab 21 Uhr gilt hier eine Ausgangssperre …

Das RKI meldet am heutigen Mittwoch einen sprunghaften Anstieg der Corona-Todesfälle in ganz Deutschland: 590 innerhalb eines Tages! Ein härterer Lockdown im ganzen Land wird immer wahrscheinlicher …

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen. Es sei schon so, dass man jetzt unbedingt etwas tun müsse, sagte der Charité-Wissenschaftler, wie der BR berichtet. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft …

Vom Heiligen Abend bis zum 10. Januar sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen. Bereits ab dem kommenden Montag, 14. Dezember, müssten Kontakte auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden. Der Virologe sagte, es sei eine deutliche und letzte Warnung der Wissenschaft. Entscheide sich die Politik anders, habe sie sich nicht mehr für die Wissenschaft entschieden.

Quelle RKI / BR

 

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6 Kommentare zu “Wieder drei Corona-Todesfälle

  1. Warum geht es in den Krankenhäusern drunter und drüber? Weil immer mehr stellen Abgebaut wurden, keine neuen Kräfte eingestellt werden. Die Regierung ist selbst dafür verantwortlich das es so passiert ist . Und jetzt wird gejammert. Aber wenn jemand kleiner den großen oben was sagt dann wird er nicht beachtet weil der kleine nichts wert ist.

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    1. Absolut richtig!
      und nochwas – man hatte über ein halbes Jahr Zeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Stattdessen hat man bald die selbe Situation wie im Frühjahr.

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  2. @nachbar
    Ich bin ganz Ihrer Meinung
    Unsere Meinung ist nichts wert obwohl wir die Leid tragenden sind

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  3. Johannes Schmidtmüller

    Die Privatisierung in allen “Systemrelevanten” (Gesundheit, Wasser, Stromnetz, Bahn etc.) Bereichen rächt sich immer. Jetzt nicht nur am Geldbeuteln sonder auch an Leib und Leben.

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  4. Das stimmt. Die Pflegekräfte kämpfen seit Jahren für flexiblere Arbeitszeiten, generell bessere Arbeitsbedingungen und kritisieren die fehlende Wertschätzung der Politik und der Gesellschaft. Nie wurden sie wirklich gehört. Im Gegenteil: Herr Spahn und auch seine Vorgänger interessierten sich nie wirklich für die Belange dieser Berufsgruppe. Man darf auch nicht vergessen, dass eine Klinik auf Gewinn (oder zumindest auf eine 0) ausgelegt ist. Da wird am Personal auch seitens der Klinikleitung gespart. Und attraktiv machen die Arbeitsbedingungen diese Berufe halt auch nicht. Die Berufsanfänger überlegen es sich dreimal, ob sie sich so einen Beruf “antun”. Das ist schade, denn eigentlich ist das einer der schönsten und erfüllendsten Berufe überhaupt.

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  5. Die Kirche im Dorf lassen

    Bei aller berechtigten Kritik die man zum Beispiel an den Privatisierungen im Gesundheitswesen haben kann, ist und bleibt das in Deutschland Jammern auf ganz hohem Niveau. Wer in den Ländern der EU auch nur ein Land findet,welches eine vergleichbar gute Gesundheitsgrundversorgung bietet, der darf das gerne kundtun. Und für das Ausufern der 2. Welle würde ich in erster Linie Teile der Bevölkerung verantwortlich machen. Mit dem Ausmaß an Ignoranz der Bedrohungslage gegenüber war so jedenfalls nicht zu rechnen.

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