„Wichteln“ für die Gastronomie

Junge Union startet große Adventsaktion in Stadt und Landkreis Rosenheim

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Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen und Initiativen – zum ersten Mal startet die Junge Union deshalb in diesem Jahr die Aktion „Landkreis-Wichteln“. Mit ihr soll die von der Corona-Krise schwer gebeutelte Gastronomie unterstützt werden. Im Landkreis Traunstein ist die Aktion bereits ein voller Erfolg, nun ziehen auch die JU-Kreisverbände in Stadt und Landkreis Rosenheim nach.

„Wir wollen den Cafés, Kneipen und Wirtshäusern damit finanziell zumindest etwas unter die Arme greifen. Außerdem wollen wir ein Zeichen setzen, dass die Gastronomie uns allen am Herzen liegt. Sie ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern prägt eine ganz eigene Kultur. Lasst’s uns zusammenhelfen, diese Kultur zu erhalten.“, so Matthias Eggerl, Vorsitzender der JU im Landkreis Rosenheim, zur Idee der Aktion. Das sehen auch Landrat Otto Lederer und Oberbürgermeister Andreas März so und haben deshalb die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. Auch mehrere Brauereien aus der Region haben sich als Unterstützer eingetragen.

 

Das Landkreis-Wichteln der JU folgt den bekannten Regeln, wie es vermutlich viele von privaten Weihnachtsfeiern schon kennen: nur wer ein Geschenk mitnimmt, kann auch später an der Verlosung aller Geschenke teilnehmen. Die Junge Union stellt hierfür eine Online-Plattform bereit, auf der man festgelegte Verzehrgutscheine zu je 20 Euro zur Einlösung bei einem Wirt in Stadt und Landkreis Rosenheim erwerben kann. Alle gekauften Gutscheine wandern anschließend in einen großen Lostopf. Am vierten Adventwochenende bekommt dann jeder Teilnehmer einen Gutschein „zugewichtelt”. Für welchen Wirt man also am Ende einen Gutschein bekommt, bleibt bis dahin spannend. „Wir werden dann nicht nur die glücklichen Teilnehmer mit ihren Gutscheinen versorgen, sondern vor allem auch den Wirten den entsprechenden Gutscheinwert auszahlen“, so Eggerl.

„Das Schöne an der Aktion ist, dass es nicht nur darum geht, seinen eigenen Lieblingswirt zu unterstützen. Durch die Verlosung wird es eine Überraschung, für welchen Wirt man einen Gutschein bekommt. Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere da einen echten Geheimtipp entdecken wird“, ist sich die Vorsitzende der JU Rosenheim-Stadt, Anita Heinlein sicher.

Technisch möglich gemacht wurde das Landkreis Wichteln über die regionale Online-Plattform hey.bayern. Die Betreiber Hans Wembacher und Daniel Oswald mit ihrem Team stellen ihre Plattform hier gerne kostenlos für die Aktion zur Verfügung: „Es ist einfach eine tolle Idee, bei der hoffentlich viele Personen mitmachen. Auch auf hey.bayern verfolgen wir insgesamt das Ziel, dass wir den Landkreis und seine vielen tollen Angebote online präsentieren. Die Kampagne der JU macht da mit dem Landkreis-Wichteln einen wichtigen Schritt“, so die Wembacher. Betriebe, die sich bisher noch nicht für die Aktion registriert haben, können dies weiterhin tun. Ein entsprechendes Formular steht direkt auf der Plattform des Landkreis-Wichtelns bereit.

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9 Kommentare zu “„Wichteln“ für die Gastronomie

  1. Wie kann sich denn ein Wirt dort noch eintragen lassen ? Weder in Edling noch in Albaching gibt es eine Auswahl…?

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  2. Hallo Brigitte,

    auf der Seite findet sich unter dem Reiter “Teilnehmende Betriebe” ein Link zum Registrierungsformular. Ansonsten finden sich alle Infos auch auf der Website der JU Rosenheim-Land. Wir haben die Aktion erst gestern gestartet, deswegen wächst die Auswahl an Wirten noch. Wir hoffen, dass sich noch viele Wirte eintragen – gerne auch weitersagen.

    Viele Grüße
    Matthias

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  3. Wo findet man eine Übersicht der teilnehmenden Wirte?

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    1. Hallo Karin,

      eine Übersicht über die teilnehmenden Wirte finden sich direkt auf der Online-Plattform: https://hey.bayern/wichteln-2020-nach-orten-rosenheim?referrer=ro-wichteln

      Viele Grüße
      Matthias

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  4. Ja do schau her, do konn ma ja doch no auf die Nach-, Söder, Aigner, Scheuer, Ludwig CSU hoffen.
    Lebensfreude und private, kreative
    Initiativen gegen Dirigismus und Nanny Staat.
    .. Bin dabei

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  5. Hat die Junge Union eigentlich mitbekommen, dass die Gastronomie eine November- und Dezemberhilfe vom Staat bekommt und deshalb gerade das Geschäft ihres Lebens machen?
    70 Prozent vom Umsatz! Vom Umsatz, nicht vom Gewinn !
    Das bekommt nicht nur jeder Gastwirt und Hotelier, sondern wird auch an die McDonald- und Starbucks-Franchiser ausgezahlt (darunter sind nicht wenige Millionäre). Die Mitarbeiter können trotzdem in Kurzarbeit geschickt werden.
    Betriebskosten fallen also kaum an.
    Zudem darf obendrauf mit “to-go” verdient werden, ohne es anzurechnen.
    Damit macht Starbucks ohnehin sein größtes Geschäft (Starbucks zahlt übrigens auch kaum Steuern in Deutschland). Wer also beispielsweise 100.000 Umsatz gemacht hat (ist nicht ungewöhnlich für einen Gastro-Betrieb) bekommt davon 70.000 Euro.

    Ich denke, es gibt Menschen, die wesentlich bedürftiger sind, liebe Junge Union.

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  6. .. Sehr schön Wichtel, dass du nochmal drauf hingwiesen hast.
    Komisch, dass sich bei diesem Vorgehen unserer aktuellen Regierung (Bazooka Bums Olaf)
    bisher niemand aufgeregt hat.
    Die Diskussion hatten wir auch schon
    mit den Kulturschaffenden hier.
    Damals hatte sich Helge Schneider aus der Deckung getraut und die Proportionen der Betraege, zwischen Kleinkünstlern und Stars, gelten für diese Branche genau so.
    Es ist nichts anderes als Kaufen von Ruhe und Zustimmung bei den Wählern.
    Zahlen müssen den Deckel eh Andere.
    Normal arbeitende Steuerzahler und gerade die Jüngeren.
    Trotzdem ist die Aktion der JU gut, weil sie eben andersrum ansetzt.
    Und niemand Muss mitmachen.
    Beim Zahlen der höheren Steuern und Abgaben werden wir da nicht die Wahl haben.
    Da werden die aktuellen “Leistunsemfänger” auch nicht 75% vom Umsatz, Abgaben entrichten.
    Diese Aktion könnte man uebrigens für lokale Kulturschaffenden und viele andere “Branchen” auch aufsetzen.

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    1. Danke für den Hinweis. Vielleicht können wir in einer Folgeaktion auch etwas für den Kulturbereich machen. Wäre auch für die Teilnehmer eine interessante Überraschung, ob man am Ende einen Gutschein fürs Kino, fürs Museum oder die Oper bekommt. Wir behalten das im Auge!

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  7. Pfundige Aktion!
    Uneigennützig und hebt zumindest die Moral in der gebeutelten Gastro.
    Nicht vergessen zu werden ist grad jez unendlich wichtig.
    Der Wichtel sollte sich sein Wichtelhirn mal mit Tatsachen auffüllen lassen…lass Dir von Deinem Stammwirt mal zeigen was am Ende tatsächlich staatlicherseits rüberwächst.
    Immer diese sinnfreien Neiddebatten luja!
    Der Advent bietet eigentlich die große Chance des wahren Zsamhoidns!

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