Was nur war gestern los?

Gleich 15 Einsätze für die Polizei, davon neun in nur dreieinhalb Stunden

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Zwar war es während der Weihnachts-Feiertage auch für die Polizei Wasserburg noch weitestgehend ruhig geblieben – die Zahl der Einsätze war etwas zurück gegangen – doch schon am gestrigen Mittwoch schien es so, als müsse man das, was zuvor ausgeblieben war, nachholen! Eine Bilanz: Zunächst wurde die Streifenbesatzung gestern in die Nähe von Gumpertsham in die Gemeinde Babensham gerufen. Dort war eine 18-Jährige, die erst seit wenigen Tagen alleine Auto fahren darf, mit einem BMW in ein Waldstück geschleudert (wir berichteten bereits kurz) …

Die junge Frau war mit ihrem Auto von Gumpertsham in Richtung Staatstraße 2357 unterwegs gewesen. Dabei ‚pressierte es scheinbar leider‘, denn laut Polizei überholte die 18-Jährige ein vor ihr fahrendes Fahrzeug kurz vor einem Waldstück. Beim Wiedereinscheren mit dem BMW auf ihre Straßenseite verlor die Fahrerin – auf Grund von Glätte und nicht angepasster Geschwindigkeit, so die Beamten – die Kontrolle über ihr Auto, das zunächst ins Bankett und anschließend über die Fahrbahn schlitterte.

 

Der Pkw drehte sich um 180 Grad, rutschte in einen Graben und kam an zwei Bäumen zum Halt. Die Fahranfängerin hatte großes Glück im Unglück und wurde ’nur‘ leicht verletzt, so die Polizei. Die 18-Jährige kam ins Wasserburger Krankenhaus.

Der BMW musste mittels Motorsäge herausgeschnitten und durch einen Kran geborgen werden.

 

Zeitgleich wurde in Babensham ein Brand einer Hackschnitzelanlage gemeldet. Ein Großaufgebot der Feuerwehr, Retter und Polizei machten sich – wie bereits berichtet – auf den Weg zu einer Schreinerei.

Beim Einheizen der Anlage war es zunächst zu einer kleinen Verpuffung gekommen, als gekehrt wurde. Später stellte der Besitzer jedoch eine Rauchentwicklung im Silo der Anlage fest.

Er reagierte richtig, indem er die Sprinkleranlage einschaltete und konnte somit eine Ausbreitung des Glutherds verhindern. Wäre dies nicht geschehen, hätte wahrscheinlich die komplette Anlage Feuer gefangen und es wäre zu einem Großbrand gekommen.

Als Ursache des Ganzen kam ein kleines Metallteil in Frage. Es waren etwa 100 Feuerwehrler vor Ort, welche größtenteils wieder abgezogen werden konnten.

 

Gerade beide genannten Einsätze abgearbeitet, kam es im Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg zu einem Vorfall, bei dem erneut die Polizei angefordert wurde.

Es war zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Patienten und einer Psychologin gekommen. Der Patient hatte im Laufe seines Aufenthalts im Klinikum Gefühle für seine Psychologin entwickelt, die jedoch nicht erwidert wurden. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, welche auf Grund des schnellen Einschreitens des ISK-Personals zum Glück glimpflich ausging.

Die Psychologin wurde leicht verletzt.

 

Zwischenzeitlich musste sich auch noch um eine hilflose Person in Strohreit gekümmert werden. Diese stand leicht bekleidet und in apathischem Zustand in ihrem Garten. Eine Besatzung eines Rettungswagen brachte die Frau ins Inn-Salzach-Klinikum, wo man sich um sie sorgte.

 

Die Frühschicht hatte noch keinen Fuß in die Inspektion gesetzt, um die Einsätze zu Papier zu bringen, schon kam der nächste Einsatz. Passenderweise war die Spätschicht schon im Hause und konnte den Fall übernehmen.

Beim Zeltabbau in der Hofstatt war ein Mann – wie berichtet – von einer Leiter gefallen und mit dem Kopf am Boden aufgeschlagen. Dieser kam schwer verletzt ins Krankenhaus Wasserburg.

 

Am Nachmittag musste noch ein betrunkener Rosenheimer in Gewahrsam genommen werden. Er hatte zuvor im Takko-Laden in Edling randaliert, anschließend begab er sich zur nahe gelegenen Avanti-Tankstelle. Dort wollte der Betrunkene sich in Fahrzeuge von Personen setzen, die gerade ihre Autos betankten. Die Tankenden waren darüber natürlich nicht amüsiert und verständigten die Polizei. Auf Grund seiner starken Alkoholisierung von etwa zwei Promille wurde er auf die Dienststelle zur Ausnüchterung verbracht.

 

Insgesamt hatte die Polizei Wasserburg an diesem Tag 15 Einsätze zu bewältigen. Natürlich fanden diese nicht über den Tag verteilt statt, sondern traten in geballter Kraft zur Mittagszeit auf. Neun Einsätze gab es innerhalb von 3,5 Stunden zu bewältigen.

 

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