Vorfreude auf den Adventsmarkt

Amerang: Bilanz beim Bauernhausmuseum - Räume für Sonderausstellungen fehlen

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Die Saison im Ameranger Bauernhausmuseum ist vorüber – jetzt freut man sich dort auf den traditionellen Adventsmarkt. Die gute Nachricht: So viele Aussteller, wie in diesem Jahr, gab es noch nie! Jetzt müsse nur noch Petrus mitmachen und eine feine Schicht aus weißem Pulverschnee über den romantischen Markt am ersten Advent-Wochenende, 2. und 3. Dezember, zaubern – so hoffen die Veranstalter …

Fieranten aus der Region warten jeweils von 13 bis 18 Uhr mit besonderen Produkten zum Kauf auf. Im Vierseithof locken frischgebackene Platzerl und Stubenmusik. Eine
Weihnachtswerkstatt und Kasperltheater sorgen für leuchtende Augen bei den Kindern.

Heilige Nacht – eine Weihnachtslegende, so heißt es zudem am Sonntag, 3. Dezember, um 15 Uhr. Manfred Trautman, 1. Vorsitzender FBSD Isar und Inn, liest mit musikalischer Begleitung der Griesstätter Sängerinnen Johanna Fischbacher und Julia Loibl.

Die Geschichte der Herbergssuche von Ludwig Thoma wird hier ins Bairische übertragen.
Eintritt: Fünf Euro zugüglich Museums-Eintritt. Bitte vorher unter 08075 – 90 509 11 oder per E-Mail anmelden!

Die Jahresbilanz 2017

Das Ferienprogramm und ein spielerischer Nachmittag mit märchenhaften Kindergeschichten waren das Finale einer erfolgreichen Saison im Bauernhausmuseum Amerang.

„Wir sind sehr zufrieden“, so die örtliche Leiterin des Bauernhausmuseums Claudia Richartz. Allein über 20 Veranstaltungen und Workshops nur für Kinder zeigen, dass Museumspädagogik groß geschrieben wird. So gut wie alle Programme waren ausgebucht – vom Schreinern über Kräuterlimos und Kasperletheater war alles geboten.

Dazu kommen traditionelle Veranstaltungen für die ganze Familie wie der Handwerkertag, Kirchweih mit dem gemeinsamen Singen, der Mühlentag oder die beliebten Volksmusik-Veranstaltungen. Auch Erwachsene bekamen viel Kultur geboten. „Unsere szenischen Lesungen haben schon ihre eigene Fangemeinde, und das Open-Air-Kino hat sich fest etabliert.“

Geprägt war das Jahr 2017 von dem großen Sommerfest: Das Bauernhausmuseum feierte seinen 40. Geburtstag. Mit einem Festgottesdienst, einem Festakt und dem beliebten „Genussmarkt Chiemgau“. Viele regionale Anbieter boten an ihren schönen Ständen regionale Produkte an – von Käse über Schinken, von der hausgemachten Marmelade bis zum süßen Likör war alles vertreten. Die zahlreichen Gäste probierten nach Herzenslust, kauften ein und feierten im Biergarten des Museumsstüberls oder unter Bäumen mit.

Die diesjährige Sonderausstellung widmete das Bauernhausmuseum der Fischerei in Oberbayerns Seen. Die Fischereifachberatung des Bezirks Oberbayern stellte sich bei einem Aktionstag vor, und dazu wurde auch eine kleine, aber feine Fotoausstellung über die Fischer an den oberbayerischen Seen eröffnet. „Wir werfen einen Blick auf die Kompetenzen der Menschen in der Region und dies im Wandel der Zeiten. Das ist es, was unser Museum auszeichnet“, betont Dr. Monika Kania-Schütz, Direktorin der oberbayerischen Freilichtmuseen Glentleiten und Amerang. „Wir stehen für Regionalität – mit unseren historischen Gebäuden und den Angeboten in unseren Jahresprogrammen.“

Die Ausstellung offenbarte aber auch den Wermutstropfen in der Jahresbilanz: Das Bauernhausmuseum hat derzeit keine Räumlichkeiten für Sonderausstellungen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht, die Hoffnungen ruhen hier auf dem Bezirk Oberbayern.

Größte Herausforderung ist die laufende Sanierung der historischen Häuser. Der Bartlhof ist fertig, das Wagnerhäusl soll 2018 wieder eröffnet werden, und im Mittermayerhof starten die Arbeiten über den Winter. „Diese Sanierungen sind einzigartig und sehr aufwendig“, so Claudia Richartz. „Wir konnten und können damit noch viele Erfahrungen sammeln, wie man bei schwierigen statischen Verhältnissen in historischen Häusern denkmalgerechte, ästhetische und schöne Lösungen findet.“

 

 


 

 

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