Von der Grenze ins Gefängnis

Bei Grenzkontrollen auf der A93 haben Bundespolizisten am gestrigen Donnerstag einen Albaner festgenommen. Er wurde schon über drei Jahre mit Haftbefehl gesucht. Nur wenige Stunden zuvor ging der Bundespolizei ein Georgier ins Netz. Auch gegen ihn lag ein Untersuchungshaftbefehl vor.

Der 41-Jährige wurde als Insasse eines Reisebusses, der von Mailand nach Bratislava unterwegs war, kontrolliert. Zunächst beanstandeten die Bundespolizisten die fehlenden Einreisepapiere des georgischen Staatsangehörigen. Die Überprüfung seiner Personalien ergab zudem, dass das Amtsgericht Buchen (Baden-Württemberg) nach dem Mann suchte.

Offenbar war er im Sommer 2016 als Beschuldigter einem Gerichtsverfahren wegen Bandendiebstahls ferngeblieben und hatte das Land verlassen, um sich der Justiz zu entziehen. Darüber hinaus fanden die Beamten bei der anschließenden Durchsuchung des Festgenommenen eine Tüte mit einer geringen Menge Haschisch. Auf richterliche Anweisung hin hatte der Georgier die Untersuchungshaft im Traunsteiner Gefängnis anzutreten. Ferner wird er sich voraussichtlich schon bald wegen Drogenbesitzes und des illegalen Einreiseversuchs strafrechtlich verantworten müssen.

 

Ein albanischer Staatsangehöriger, den die Bundespolizisten in der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden gestoppt hatten, muss ebenfalls vor dem Haftrichter erscheinen. Er wurde von der Nürnberger Staatsanwaltschaft gesucht, weil er offenbar einen Wohnungseinbruch verübt hatte. Der 29-Jährige soll vor etwa vier Jahren in Mittelfranken gewaltsam in ein Wohnhaus eingedrungen sein und Schmuck sowie andere Wertgegenstände entwendet haben.