Vom Wohnungsbau bis zur Biotonne

Bürgermeister präsentiert bei Bürgerversammlung zahlreiche Projekt der Stadt

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Bei der Bürgerversammlung in der Altstadt (wir berichteten) stand Bürgermeister Michael Kölbl am Montag nicht nur Rede und Antwort, er präsentierte zuvor in einem rund eineinhalbstündigen Vortrag auch verschiedenste Projekte der Stadt – vom Sozialen Wohnungsbau über die Einführung der Biotonne bis hin zum neuen, barrierefreien Zugang zum Bürgerbüro.  Hier eine Zusammenfassung zu den Ausführungen Kölbls:

Thema Energie

Biotonne: Ab 4. Dezember werden in Wasserburg die Biotonnen an die Haushalte ausgeliefert, die ab Januar zum Einsatz kommen. Ab 12. Dezember gibt die Stadt dazu nochmals eine Informationsbroschüre heraus. Die Tonne wird ab Januar 14-tägig entleert, dafür wird der Restmüll künftig nur mehr alle vier Wochen abgeholt. Zusätzliche Kosten oder Gebühren entstehen für die Bürger nicht.

Nahwärme: Untersuchungen haben gezeigt, dass größere Lösungen für die Wasserburg Altstadt leider nicht wirtschaftlich sind. Es werden kleinere Quartierlösungen untersucht.

Strompreis: Für den Altstadtbereich (Stadtwerke) bleibt der Strompreis stabil. In Attel und Reitmehring (Versorgung durch Bayernwerke) wird noch verhandelt.

Geplante DK1-Deponie in Babensham: Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. Die Deponie ist wieder Thema im Umweltausschuss am 15. November. Ein Erörterungstermin wird für das erste Quartal 2018 erwartet.

Der Bürgermeister ging zudem auf das Energieeffizienznetzwerk, auf die Klimatage in Wasserburg, und auf die Einführung der Recup-Becher ein.

 

Thema Soziales

Bürgerbahnhof: Im Juni vergangenen Jahres wurde die Beratungsstelle offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist mittlerweile erste Anlaufstelle bei allen sozialen Fragen.

Flucht und Integration: Die Lage hat sich zwischenzeitlich entspannt. In Wasserburg sind derzeit 217 Flüchtlinge untergebracht, 37 davon als anerkannte Asylbewerber. Außerdem leben 18 unbegleitete Jugendliche als Flüchtlinge in Wasserburg. Als die Realschul-Turnhalle belegt werden musste, waren es insgesamt über 400 Flüchtlinge.

Kita Reitmehring: Die Kita erhielt Räumlichkeiten für eine Mittagsbetreuung sowie eine Erweiterung des Gartens.

Montessori-Kindergarten: Der Kindergarten ist auf dem Areal des Inn-Salzach-Klinikums umgezogen. Die Stadt hat eine erhebliche Investition getätigt, so dass der Betrieb für die nächsten 25 Jahre gesichert ist.

Der Bürgermeister ging zudem auf die Sanierung der Achatz-Kirche und er Grundschule am Gries, das zehnjährige Bestehen des Mehrgenerationenhauses, den Neubau des TSV-Vereinsheims, das Sunset-Festival am Badria und das geplante Museums-Depot ein.

 

Thema Bauen und Wohnen

Sozialer Wohnungsbau: Die Stadt ist derzeit dabei, sozialverträglichen Wohnraum an der Ponschabaustraße und an der Hermann-Schlittgen-Straße zu erstellen. Projekte gibt es auch am Holzhofweg, an der Dr. Fritz-Huber-Straße und am Ringelnatzweg. In Reitmehring wird Baugrund für Einheimische zur Verfügung gestellt.

Spielplätze: Derzeit ist man dabei, ein Konzept zu erstellen, wie alle Wasserburger Spielplätze barrierefrei gestaltet werden können – und dies unter Berücksichtigung der verschiedensten Einschränkungen bei Menschen mit Behinderungen.

VHS-Gebäude: Ein Lift wurde eingebaut, die Toiletten behindertengerecht ausgebaut.

Bahnübergang B304 in Reitmehring: Der nächste Erörterungstermin wird für das erste Quartal 2018 erwartet.

Der Bürgermeister ging auch auf den Neubau der Kliniken in Gabersee,  den Breitbandausbau, den Ausbau der Kanalisation, die Problematik mit der Altstadtbahn, den Plan für die Erweiterung oder den Neubau des Feuerwehrhauses in Reitmehring sowie auf die Sanierung und Erweiterung des Schöpfwerkes am Riedener Weg ein.

 

Thema Finanzen und Verwaltung

Bürgerbüro: Der neue, barrierefreie Eingang in der Herrengasse soll Mitte Dezember für die Bevölkerung freigegeben werden.

Stadtwerke: Marinus Regler löst Gerd Selig (Ruhestand) als Werkleiter ab.

Geplanter Kreisverkehr auf der Innhöhe: Dieser kommt nicht zustande, weil die Eigentümergemeinschaft den nötigen Grund dafür nicht verkauft. Es wird jetzt eine Ampel-Lösung ins Auge gefasst.

Unter anderem ging der Bürgermeister auch auf den neuen Radweg am Herder, den neuen Zebrastreifen in der Landwehrstraße, die Tempo-30-Zone an der Meggle-Straße in Reitmehring sowie die Sanierung des Gries-Parkplatzes und der Parkhäuser ein.

 

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