Vom Familien- zum Wasserburg-Pass

Stadtrat beschließt erweiterte Förderung - Neue bezuschusste Leistungen ab Januar

image_pdfimage_print

Ab Januar 2020 wird aus dem Wasserburger Familienpass der neue Wasserburg-Pass. Er bietet künftig nicht nur Zuschüsse für Familien und Alleinerziehende, sondern hat ein deutlich erweitertes Leistungsspektrum und trifft dementsprechend eine größere Zielgruppe. Gegen eine Stimme segneten die Stadträte den neuen Wasserburg-Pass bei ihrer jüngsten Sitzung ab.

Bürgermeister Michael Kölbl dankte eingangs der Beratung über das neue Leistungsangebot der Arbeitsgruppe Bürgerbahnhof, die sich eingehend mit den Einkommensgrenzen beschäftigt hatte. „Der Wasserburg-Pass wird eine breitere gesellschaftliche Schicht erreichen, als der Familien-Pass”, so das Stadtoberhaupt.

 

Und das wird mit dem neuen Wasserburg-Pass, den es ab 1. Januar gibt, bezuschusst:

  • Säuglings- und Elternkurse
  • Mittagsbetreuung und Verpflegung
  • Lernförderung
  • Schulische Aktivitäten
  • Ferienprogramm und -betreuung
  • Musik-, Mal- und Tanzunterricht
  • Bibliothek
  • VHS-Kurse
  • Kulturelle Angebote (Museum, Rathauskonzerte, Volksmusiktage)
  • Vereinsbeiträge und Teilnahmegebühren
  • ÖPNV
  • Autoteiler
  • Medikamentenzuzahlung/Verhütungsmittel
  • Badria, inklusive Sauna
  • und vieles mehr

 

Und wer kommt in den Genuss des Wasserburg-Passes?

Die Einkommensobergrenzen (brutto):

  • Alleinerziehende (ein Kind): 30.000 Euro
  • Familien (1 Kind): 35.000 Euro
  • Einpersonenhaushalt (ohne Kind): 24.000 Euro
  • Rentner/Pensionäre: 18.000 Euro

 

Der neue Wasserburg-Pass stieß bei den Stadträten auf breite Zustimmung. Wolfgang Janeczka (SPD): „Was gut ist, soll jetzt sogar noch besser werden.” Man habe einen guten Namen für den neuen Pass gefunden – „frei von Stigmatisierung. Er  deckt alle Bereiche des Lebens ab. Ein wirklich zeitgemäßes Angebot.” Einzig Josef Baumann (Freie Wähler) gefiel der Name nicht: „Damit verbauen wir Firmen und Institutionen, die den Namen für andere Projekte nutzen könnten, diese Möglichkeit. Ich bin deshalb dagegen.”

Ein weiterer Streitpunkt war die Förderung von Verhütungsmitteln im Rahmen des Wasserburg-Passes. Georg Machl (CSU): „Ich frage mich, ob es Auftrag einer Kommune ist, für Verhütungsmittel zu sorgen.” Das sahen 16 der 24 Stadträte und Bürgermeister Michael Kölbl so, neun waren Machels Meinung. Insgesamt wurde der Wasserburg-Pass mit 24 Stimmen gegen die Stimme von Josef Baumann beschlossen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

Ein Kommentar zu “Vom Familien- zum Wasserburg-Pass

  1. Terla-Kolbeck Gisela

    Ja, ist denn schon wieder 1. April? Oder hatten wir den “Bundesweiten Tag des schlechten Witzes”? Verhütungsmittel im Rahmen des Wasserburg Passes? Herr Machl hat absolut recht: DAS ist sicher nicht der Auftrag einer Kommune.

    8

    6
    Antworten