Verdächtiges Gepäck

Ein Koffer und zwei Taschen am Bahnhof führten zu einer Frau, die per Haftbefehl gesucht wurde

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Gestern haben Beamte der Rosenheimer Bundespolizei am Bahnhof in Bad Endorf mehrere Gepäckstücke gefunden, die zunächst niemandem zugeordnet werden konnten. Der Polizei gelang es aber dann, die Eigentümerin des Koffers und der zwei Taschen noch im Bahnhofsbereich ausfindig zu machen. Nur wenige Stunden später fand sich die tschechische Staatsangehörige im Gefängnis wieder.

Hätte die Frau ihr Reisegepäck nicht unbeaufsichtigt am Bahnsteig stehengelassen, wäre sie vermutlich gar nicht erst verhaftet worden.

Doch bei der Gelegenheit einer polizeilichen Belehrung wegen ihrer zurückgelassenen Sachen überprüften die Beamten auch gleich die Personalien der 57-Jährigen.

Wie sich mit Hilfe des Fahndungscomputers herausstellte, wurde sie von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gesucht. Laut Haftbefehl war sie im August vom Nürnberger Amtsgericht wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro verurteilt worden.

Als sie an ihre Justizschulden erinnert wurde, verhielt sich die 57-Jährige den Beamten gegenüber mit einem Mal aggressiv und versuchte sogar, diese zu bespucken, sagt die Polizei.

Da die Frau die im Strafbefehl geforderten 420 Euro nicht bezahlen konnte, blieb ihr nichts anders übrig, als die gerichtlich festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten. Sie wurde in eine Münchner Haftanstalt eingeliefert. Dort muss sie eine Reiseunterbrechung von 14 Tagen einlegen.

 

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