Rückblick auf abwechslungsreiches Jahr

Obst- und Gartenbauverein Eiselfing hielt seine Herbstversammlung ab

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Der Rückblick auf ein abwechslungsreiches Jahr und ein aktueller Vortrag zum Flächenverbrauch prägten die Herbstversammlung des Eiselfinger Obst- und Gartenbauvereins Eiselfing. „Heuer war es zeitweise wieder heiß und trocken, aber nicht so extrem wie 2018“, fasste Vorsitzende Annemarie Christoph das Gartenjahr zusammen. Vielerorts ließe sich darüber hinaus beobachten, dass ein wärmeres Klima in der Heimatregion verschiedenen Schädlingen zugutekomme.

Seitens des Obst- und Gartenbauvereins seien neben einem Ausflug nach Südtirol unter anderem auch ein erfolgreicher Pflanzentauschtag, eine Aktion beim gemeindlichen Ferienprogramm sowie Kräuterbüschelbinden durchgeführt worden. „Im kommenden Jahr möchten wir dann einen zweitägigen Baumschneidekurs anbieten“, kündigte Annemarie Christoph an.

Mit der „Amerikanisierung der Landschaft“ beschäftigte sich schließlich Referent Roman Pröll. Der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landschaftspflege spannte den Bogen von negativen Beispielen zum Thema Flächenverbrauch in den USA über die Entwicklungen in Oberbayern bis hin zur Rolle der örtlichen Gartenbauvereine.

„Unsere Kulturlandschaft verändert sich aktuell in einem Affenzahn und es lassen sich auch im Landkreis Rosenheim Tendenzen einer Verschmelzung von Stadt- und Landregionen erkennen“, betonte Pröll. Jeder müsse sich die Frage stellen, wie angesichts des fortschreitenden Flächenverbrauchs für neue Wohn- und Gewerbeansiedlungen heute eigentlich mit der Landschaft in der Heimat umgegangen werde.

Genau an dieser Stelle könnten die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine einen wichtigen Beitrag zum Landschaftserhalt leisten. „Sie sind vor Ort, gestalten Ihre Dörfer mit und sind dadurch in der Lage, Ihre Umwelt zu prägen und beispielsweise Artenvielfalt zu erhalten.“ Der eigene Garten sei nicht zuletzt ein Ort der Kommunikation und Naturverbundenheit. „Lassen Sie uns gerade Kindern den Umgang mit der Natur wieder ganz bewusst vermitteln“, rief Pröll die Anwesenden auf.

GR

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