„Regionale Wirtschaft unterstützen”

BDS-Ortsverband Edling befürchtet katastrophales Weihnachtsgeschäft

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„Wer in fünf oder zehn Jahren noch durch belebte Dörfer oder Städte schlendern möchte, der muss das heute mit seiner Kaufentscheidung deutlich machen. Die Lage im Einzelhandel ist angespannt – das Weihnachtsgeschäft steht unmittelbar vor der Tür. Die aktuellen Maßnahmen und die weiteren Verschärfungen werden sich nachhaltig negativ auf den stationären Handel in Edling auswirken. Wir erwarten jetzt von der Politik ein klares Bekenntnis zur regionalen Wirtschaft“, so die Vorsitzenden Herbert Rothbucher und Werner Furtner des BDS-Ortsverbandes Edling.

BDS Präsidentin Gabriele Sehorz unterstrich die Forderung des Ortsverbandes Edling: „Es ist äußerst befremdlich, wenn der bayerische Ministerpräsident jetzt von einem ,Weihnachten der Liebe und nicht einem Weihnachten der Konsumgüter’ spricht. Fest der Liebe und Konsum im regionalen Einzelhandel stehen in keinerlei Gegensatz. Wir widersprechen der Annahme des Ministerpräsidenten vehement, wir rufen die Bürgerinnen und Bürger vielmehr dazu auf, jetzt ganz besonders die Geschäfte vor Ort zu unterstützen.”

Herbert Rothbucher vom Ortsverband Edling fügt hinzu: „Diese familiengeführten Unternehmen bringen sich in die Gesellschaft ein, zahlen Steuern vor Ort und sind nicht selten der Sponsor des örtlichen Sportvereines. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass dies auch so bleibt. Deshalb liebe Bürgerinnen und Bürger von Edling, bitte unterstützt unsere Unternehmen vor Ort.“

Eine BDS-interne Umfrage zeigt, dass Unternehmen, die nicht einer Betriebsunter-sagung unterliegen, nicht die 75 Prozent Umsatz aus dem Vorjahr erwirtschaften können.

Der prognostizierte Rückgang liegt branchenübergreifend bei 42,68 Prozent im November 2020. „Hier greifen keine Wirtschaftshilfen. Das liegt auch daran, dass bei nahezu allen wirtschaftlichen Hilfen Spätfolgen nicht berücksichtig werden. So muss zum Beispiel die Überbrückungshilfe endlich geändert und an Realitäten angepasst werden, da sich hier die Berechtigungsgrundlage immer noch darauf beschränkt, dass man in den Monaten April bis August Umsatzrückgänge hatte. Die Hilfen müssen endlich gesamtwirtschaftlich greifen“, so die Präsidentin des Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern, Gabriele Sehorz abschließend.

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2 Kommentare zu “„Regionale Wirtschaft unterstützen”

  1. Weniger Amazon, mehr vor Ort Einkäufe. Ist doch klar, oder?
    Da kann jeder helfen und unterstützen. Oftmals sind die Waren in Wasserburg günstiger zu bekommen als im Internet.
    Und man wird freundlich beraten.
    Weil mit dem Einkauf bei Amazon unterstützen wir die amerikanische Wirtschaft, mit dem Einkauf vor Ort die regionale Wirtschaft.

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  2. Verkehrsbeobachter

    Ich würde liebend gerne meine Weihnachtsgeschenke in Edling kaufen.
    Im Ortskern Edling gibt es zwei Banken, eine Apotheke, einen Friseursalon und ein Blumengeschäft.
    Es gibt natürlich viele Einkaufsmöglichkeiten im Gewerbegebiet, aber da kaufen wir Edlinger ja schon wieder großteils in Wasserburg ein.
    Was für Edling übrig bleibt, ist jede Menge Verkehr, dass man oft die Straße nicht mehr sicher überqueren kann.

    Der Grund liegt auf der Hand. Das ganze Umland versorgt sich bei Aldi, DM, Takko, EDEKA, Penny etc. und die Heimreise führt durch den Ort, weil die Ausfahrt auf die B304 in Staudham schier unmöglich ist.

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