Radsport in der virtuellen Welt

Albachinger Sportler beteiligen sich an „Ausfahrt" mit 20.000 anderen Radlern weltweit

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Es wird kälter und die Tage kürzer – das wäre in den letzten Jahren die Begründung gewesen, warum im November kein Straßentraining für Radsportler mehr angeboten wird. Fraglos gilt diese Aussage auch für 2020, zusätzlich aber mit der Ergänzung: Es ist Lockdown, was auch die gemeinsamen Wochenendausfahrten derzeit unmöglich macht. Grund genug für die Albachinger Radsportler eine virtuelle Ausfahrt zu organisieren.

So verabredete man sich in der virtuellen Welt „Watopia” auf der Onlineplattform „Zwift” verabredet. „Zwift” ist im Grunde ein Online-Computerspiel, bei dem das Eingabegerät nicht die Maus oder die Tastatur des PCs ist, sondern das eigene Fahrrad in Verbindung mit einem so genannten Smarttrainer.

Der Smarttrainer ersetzt das Hinterrad des eigenen Fahrrades und bildet die Schnittstelle zwischen Fahrrad und Spiel. So simuliert er den Widerstand, welchen man sonst auf der Straße durch die Luft, die Straße und den Steigungen erfahren würde.

Neben den drei Protagonisten aus Albachinbg waren zu diesem Zeitpunkt noch rund 20.000 andere Radler auf den Straßen „Watopias” unterwegs. „Es ist ziemlich beeindruckend, wenn man das erste Mal auf den virtuellen Straßen unterwegs ist und sich vor Augen führt, dass jeder andere Radler, den man dort sieht, auch ein echter Radler ist, der irgendwo auf der Welt gerade in seinem Hobbyraum auf dem Fahrrad sitzt”. so die Albachinger Sportler.

Wie in der reellen Welt geht es auch hier beim Fahren in der Gruppe darum, den Windschatten des Vordermanns möglichst gut auszunutzen und sich so die Arbeit „gegen den Wind“ zu teilen. Denn auch das simuliert das Spiel, respektive der Smarttrainer sehr realistisch. Die Onlinewelt ist sehr ansprechend gestaltet, so dass sich das Training im Vergleich zum stupiden Fahren auf der freien Rolle, sehr abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet. Man wird während der Fahrt mit allerhand Informationen versorgt und in unregelmäßigen Abständen wird man dadurch belohnt, das man ein neues Level erreicht, was wiederum neue Welten und andere Dinge freischaltet, die man im Spiel nutzen kann.

„Schöner wäre es allerdings trotzdem, wenn man sich beim Fahren unterhalten könnte. So fiebern wir jetzt dem Ende des Lockdowns entgegen, um dann das Wintertraining im Trainingsraum weiterzuführen”, so die Albachinger Radler.

Mehr Infos per Mail info@radsport-albaching.de oder Telefon 08076/2749634.

Dominic Janda

 

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