Pflege kommt in Bewegung

Fachtag für Auszubildende der kbo-Berufsfachschulen in Gabersee

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So schnell werden die Teilnehmenden diesen Tag nicht vergessen. Unter dem Motto „Pflege kommt in Bewegung“ veranstaltete die kbo-Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege in Wasserburg ein ganztägiges Auszubildenden-Forum, zu dem Pflegekurse aller kbo-Partnerschulen sowie die Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums Traunstein geladen waren.

Durch das abwechslungsreiche Programm, das zum Zuhören, Staunen, Kreativsein und Zusammenkommen einlud, führten die Schulleiterin Dr. Sabine Balzer und der Pflege Dual-Studierende Leopold Kardas.

Prof. Michael Bossle von der Hochschule Deggendorf zeigte gleich zu Beginn, welche Bedeutung die Pflegewissenschaft für die Professionalisierung der Pflege hat. Beides sei wichtig – die Profession, also das Handeln in der Praxis, und die Wissenschaft. Denn nur mit beidem kann Pflege sich weiterentwickeln und in Bewegung bleiben.

Dass Bewegung in der Pflege auch im geographischen Sinne Thema ist, zeigten die Wasserburger Schülerinnen und Schüler selbst. Anschaulich erzählten sie von ihren Auslandspraktika in Irland und Österreich, um später die Perspektive zu wechseln: Von den Erfahrungen ausländischer Pflegekräfte in Deutschland heute bis hin zur Zukunft der Pflege im Jahr 2100 wurden spannende Themen beleuchtet, die Pflege heute bewegen.

Ein Überraschungsmoment erlebten die Gäste beim Vortrag des angekündigten „Dr. Peter Langmüller“. Anstatt eines trockenen Frontal-Vortrags, den man beim Titel „Lebenslanges Lernen“ hätte vermuten können, beeindruckte Thomas Fraps als falscher Experte den voll besetzten Festsaal mit verblüffenden Zaubertricks. Das Nachahmen und Anwenden wird in diesem Fall eine besondere Herausforderung für die lernwilligen Anwesenden sein.

Neben den Präsentationen hatten die Schülerinnen und Schüler in vier Workshops die Gelegenheit, selbst in Bewegung zu kommen und Pflege aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Überraschende Erkenntnisse zur eigenen Arbeit entstanden beim Malen mit Kunsttherapeutin Katharina Danninger vom kbo-Inn-Salzach-Klinikum (kbo-ISK). Jürgen Helfrich vom kbo-Isar-Amper-Klinikum (kbo-IAK) und Barbara Manhart (kbo-ISK) luden ein, bei Meditation bzw. Yoga Ruhe und Energie zu gewinnen. Günter Feichtbauer (kbo-IAK) vermittelte in einem Selbsterfahrungsworkshop, wie Menschen mit einer Demenzerkrankung wahrnehmen und handeln. Informationsstände zur Berufspolitik, zum Pflegestudium und anderen pflegerelevanten Themen rundeten die interessante Agenda ab.

Beim Besuch der Veranstaltung wurde deutlich, wie viel Arbeit und Organisation hinter solch einem Tag steckt. Doch das Engagement der Lehrerinnen, Lehrer und Pflegekurse unter Leitung von Schulleiterin Dr. Sabine Balzer hat sich gelohnt. Bei dem Treffen konnten die angehenden Gesundheits- und Krankenpflegekräfte sich in unterhaltsamer und spannend aufbereiteter Umgebung austauschen und viele neue Erkenntnisse für sich und ihre berufliche Tätigkeit mitnehmen.

Foto: Unglaublich, was da auf der Bühne zu sehen war. Der Zauberer Thomas Fraps hinterließ viele Fragezeichen und gute Laune in den Gesichtern der Anwesenden. Seine spontane Assistentin: Schulleiterin Dr. Sabine Balzer

 

 

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3 Gedanken zu „Pflege kommt in Bewegung

  1. Hoffentlich rennen sie euch weg!
    Glaubt den Lügen, die sie seit Jahrzehnten erzählen, nicht, Pfleger sein bedeutet Altersarmut.
    #Pflexit

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  2. Da helfen auch die Daumen runter nix, von der Rente können wir nicht leben.

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  3. Wahrheit tut einfach weh!!! kann den beiden Kommentatoren vor mir nur zustimmen;
    Da könnte Politik wirklich was tun, sicher hat Fr. M. wieder weltweit wichtige wirtschaftliche Angelegenheiten zu klären oder irgendwelche Sondierungen aussitzen.
    Pflege und Behindertenarbeit sowie Altenpflege existiert leider nur noch weil Menschen auf „Kohle sche..en“ und sich täglich mit Engagement reinhängen.
    Denke das ist bei den meisten KollegenInnen eine Lebenseinstellung für andere da zu sein, die Hilfe brauchen und sie auch einfordern.
    … und beim Rest da bestimmen wieder die Bezirke und die tollen BWLer mit und stecken somit unter einer Decke mit Staatssekretären etc.
    Da es nur noch in diesem Berufsfeld um die Kohle geht, scho lang nimmer um den Mensch;
    Sorry vieleicht ist mein Beitrag a bissal am Artikel vorbei.

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