Mit „Toby” im Rettungseinsatz

Jüngste Hundeführerin der Johanniter in Bayern aus dem Landkreis - Helfer gesucht

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Zwei Jahre hat Alexandra Kriechbaumer von den Johannitern mit ihrem Hund „Toby” trainiert, um Menschen in Notlagen zu finden – und das obwohl Alexandra erst 20 Jahre jung ist. Nun hat das Team aus Hundeführerin und Hund die anspruchsvolle Prüfung bestanden. Damit ist Alexandra nicht nur die jüngste Rettungshundeführerin der Johanniter im Landkreis Rosenheim, sondern sogar in ganz Bayern.

Im Leben der jungen Sanitäterin aus Bad Endorf spielen Tiere eine große Rolle. Nicht nur, weil sie hauptberuflich als tiermedizinische Fachangestellte in einer Tierarztpraxis tätig ist: „Meine Eltern sind beide ebenfalls in der Johanniter-Rettungshundestaffel aktiv und so bin ich in dieses Ehrenamt reingewachsen“, erklärt Alexandra Kriechbaumer.

Ihre Ausbildung zur Rettungshundeführerin umfasste sowohl eine Sanitätsausbildung wie auch eine Katastrophenschutz-Grundausbildung. Sie lernte zudem verschiedene Einsatztaktiken, Erste Hilfe am Hund, und auch Navigation oder Funk

Bei der Prüfung folgte nach einem Theorietest für die Hundeführer im ersten Praxisteil ein Verweistest. Die Hunde mussten dabei ihren Hundeführern einen gefundenen Menschen anzeigen. Dabei durften die Vierbeiner dem Vermissten jedoch nicht belästigen, denn im echten Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass Rettungshunde einen möglicherweise Schwerverletzten nicht bedrängen.

Beim Gehorsamkeitstest kam es auf das gute Zusammenspiel der Teams an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt, auf Befehl stehen oder auch entspannt in einiger Entfernung zum Hundeführer liegen bleibt. Nach Bestehen dieser beiden Teilprüfungen stand für die Flächensuchhunde die Suche an. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, zwei Vermisste zu finden. Nach dem Auffinden durch den Hund war die Aufgabe des Hundeführers die schnelle und korrekte Erstversorgung der Person.

In den vergangenen vier Wochen wurden die Retter auf vier Pfoten der Johanniter aus dem Landkreis Rosenheim zu vier Einsätzen alarmiert.

Für Einsätze und Übungen sucht die Johanniter-Rettungshundestaffel derzeit auch wieder neue Ehrenamtliche, die sich gemeinsam mit ihrem maximal zwei Jahre alten Hund ausbilden lassen wollen und auch Einsatzhelfer ohne Hund.

Informationen gibt es unter 08071 95566 oder wasserburg@johanniter.de.

Über die Arbeit mit Rettungshunden

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- sowie Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert zwei bis drei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate wiederholt werden muss.

GB

 

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