Magdalena redet gern: Wer ko, der ko!

Unser neuer Mundart-Montag - Teil 1 mit einer bayerischen Majestätsbeleidigung

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wer-ko-der-ko-iiJeder Bayer hat’s schon mal gesagt und jeder „Breiß“ hat’s schon mal einen Bayern sagen hören: „Wer ko, der ko!“ [deutsch: „Wer kann, der kann!“] . Aber kaum einer weiß, wo der Ausdruck eigentlich herkommt. Das Sprichwort stammt von Franz Xaver Krenkl (*1780 in Landshut †1860 in Stuttgart). Er war Rennstallbesitzer, Pferdehändler und Rennmeister bei den Pferderennen, die früher auf dem Oktoberfest stattfanden. Eines Tages trug es sich zu, dass Krenkl …

… mit seiner Kutsche im Englischen Garten unterwegs war. In der Kutsche vor ihm saß Kronprinz Ludwig, später König Ludwig I.. Krenkl hatte es eilig und obwohl es verboten war, den Adel zu überholen, zog er mit seiner Kutsche am Kronprinzen vorbei mit den Worten „Majestät, wer ko, der ko!“

Diese Majestätsbeleidigung verbreitete sich schnell und steht seitdem für besondere Leistungen oder Fähigkeiten (oft auch mit einem respektlosen Beigeschmack). Wenn sich also ein Bayer von jemand anderem abheben will, so sagt er „Wer ko, der ko!“

 

Im bayerischen Sprachgebrauch hört sich das Ganze in etwa so an:

 

 

Foto oben: Fotolia

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Ein Gedanke zu „Magdalena redet gern: Wer ko, der ko!

  1. Sauguad!
    I gfrei mi auf weidere Beiträg und hoff, dass es ned nur bei a Paar bleibd!

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