Kompromiss beim Altstadtverkehr

Bürgermeister: „Stadtrat hat bei Klausurtagung Lösung erarbeitet, die von breiter Mehrheit getragen wird"

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„Wir haben über das Ergebnis Stillschweigen bis zur nächsten öffentlichen Sitzung vereinbart. Aber soviel kann ich schon sagen: Es gibt eine Kompromisslösung, die von einer breiten Mehrheit getragen wird.” Auf Anfrage der Wasserburger Stimme nahm heute Bürgermeister Michael Kölbl Stellung zur Klausur der Stadträte in Sachen Altstadtverkehr, die am Samstag in der Mittelschule stattfand. 

Zur geplanten Verkehrsregelung von der Hofstatt bis zur Salzsenderzeile wollte Kölbl noch nichts sagen. „Dafür steht aber bereits fest, dass im Bereich des Kindergartens und der Realschule ein Verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet wird”, so Kölbl. Neue Bushaltestellen am Heiserer- und Marienplatz zur Verdichtung des Personennahverkehrs würden einer Prüfung unterzogen. „Das wird aber alles noch in den Ausschüssen detailliert diskutiert.”

Der Bürgermeister weiter: „Auch mit den Motorrädern, die bei schönem Wetter in Massen vor dem Rathaus abgestellt werden, werden sich die Stadträte nochmals beschäftigen. Im Raum steht der Plan, mehrere kleine Abstellmöglichkeiten in der Altstadt zu schaffen. Aber auch darüber wird noch beraten.”

Insgesamt sei er mit dem Ausgang der Arbeitssitzung vom Samstag zufrieden. „Die genauen Ergebnisse gibt es bei der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtrates.”

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25 Kommentare zu “Kompromiss beim Altstadtverkehr

  1. Stillschweigen über die Klausurergebnisse vereinbaren ist durchaus verständlich. Ich frage mich nur, warum seitens des 2.Bgm. auf Facebook ein Plan veröffentlicht wurde, der die geplanten Bushaltestellen am Marienplatz zeigt (mittlerweile wieder gelöscht, warum wohl?). Demnach wären 2 beliebte Straßencafes davon betroffen, nämlich der Stechl-Keller und das Cafe Venezia., mit der Folge, dass beide Freiflächen getilgt werden. Ich frage mich, ob eine Bushaltestelle am Marienplatz überhaupt notwendig ist. Ich selbst fahre gerne mit dem Stadtbus und komme, trotz meiner Gehbehinderung, problemlos zu Fuß von der Haltestelle am Gries zum Marienplatz. Bin mal auf die Argumentation des Stadtrates gespannt. Sollte es so kommen, beraubt man beide Gastronomen um ihre Existenz. Das kann doch nicht gewollt sein!?

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  2. Die Verschandelung des Marienplatzes mit 2 Bushaltestellen passt zu einer Stadt, deren (aktiver) Bahnhof sich im Nachbarort befindet …

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  3. Ich hoffe dass dies ein vorgezogener Faschingsscherz ist. Wenn dies Realität wird dann verstehe ich den Stadtrat nicht mehr👎

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  4. mein lieber stadtrat!
    leider muß ich feststellen ,daß sie sich dem antrag des grünen stadtrats christian stadler,zur erstellung eines verkehrberuhigten bereichs im bereich des kindergarten und der realschule angeschlossen haben.anscheinend sind ihnen die anwohner,die diese möglichkeit ihr fahrzeug in diesem bereich abzustellen,völlig egal.nicht nur,daß man in den letzten jahren in diesem bereich durch striche auf den straßen die parkmöglichkeiten schon massiv eingeschränkt hat,will man jetzt die letzten möglichkeiten zu parken auch noch entfernen.wenn ich dann auch noch sehe,daß die stadt für die kindergärtnerinen eigene parkplätze hat und das landratsamt den lehrern der realschule auch eigene parkplätze zur verfügung stellt.kommt man sich als bürger abgehängt vor.

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    1. Wer in Zukunft (Klein-)Städte lebenswert erhalten und gestalten möchte, der darf seine Zukunftsplanungen nicht rein an den Bedürfnissen des Straßenverkehrs ausrichten. Dieser muss vielmehr als eines von vielen Elementen mit berücksichtigt werden, ohne alle Diskussionen zu dominieren.

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      1. @Heinz Wollny: Wo genau steht denn, dass die Parkplätze wegfallen? Man kann auch durchaus in einem verkehrsberuhigten Bereich Parkplätze festlegen.

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    2. Art. 47 Abs. 1 BayBO verpflichtet den Bauherrn, die für die Baumaßnahme erforderlichen Stellplätze in geeigneter Zahl und Beschaffenheit herzustellen. Wieso sollte man sich als Bürger abgehängt fühlen, wenn die Stadt und der Landkreis dieser Verpflichtung nachkommen? Im Gegenteil: was wäre denn erst los, wenn das Lehrerkolleg und die Kindergärtnerinnen auch noch mit um die frei verfügbaren Parkplätze konkurrieren würden?
      Und es gibt keine Verpflichtung der Stadt, den Bewohnern, die keinen Stellplatz im oder am Haus haben, kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Selbst eine evtl. gezahlte Stellplatzablöse schafft einen solchen Anspruch nicht, die Kommune darf diese z.B. auch für die Verbesserung des ÖPNV oder der Fahrradinfrastruktur verwenden.

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      1. es ist richtig ,daß genau wie beim normalen hausbesitzer ,stellplätze nachgewiesen werden müssen.das heisst aber nicht,daß diese stellplätze dann auch für den zahlenden oder bereitstellenden alleinig zur verfügung stehen.daraus abzuleiten,nur weil hier für die gebäude der realschule diese stellplätze geschaffen werden mußten,daß diese alleinig dem lehrkörper zur verfügung gestellt werden.den dies stellt ganz klar eine privilegierung des lehrkörpers dar.und wie ist das nun mit dem spruch””vor dem gesetz sind alle gleich!!!!

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        1. Ach so, wenn ich also z.B. im Burgerfeld ein Einfamilienhaus baue und dann gemäß Stellplatzsatzung der Stadt eine Doppelgarage dazu, dann muss ich immer das Garagentor offen stehen lassen, weil es ja nicht gesagt ist, dass diese 2 Stellplätze nur mir zur Verfügung stehen? Weil es ja schließlich sein könnte, dass sich auch der Wollny Heinz mit der Begründung, dass vor dem Gesetz alle gleich sind, in meiner Garage unterstellen will. Sehr interessante Rechtsauffassung…

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      2. Das Privileg der “Beamtenparkplätze” haben wir doch in der Altstadt an mehreren Stellen: an allen Schulen, Vermessungs- und Finanzamt und an der Beamtenschule.
        Diese Parkplätze sind teilweise, auch am Wochenende , leer und abgeschlossen, andere werden über Beschilderung entsprechend zu einem Gut für Priviligeierte.

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  5. Dazu passt wohl, dass seit heute für das gesamte Areal vor der Polizei ein Parkverbot besteht und somit den Anwohnern die letzte Chance auf einen kostenfreien Stellplatz genommen wurde!!! Wenigstens zu den dienstbeschränkten Zeiten hätte man uns eine Chance lassen können!!!

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  6. (…) Was brauchen wir Bushaltestellen mitten im Stadtkern? Kümmert euch lieber mal über die vorhandenen, Bäume und Sträucher zurück schneiden,dass der Busfahrer einen auch sehen kann von der Weite und eine gescheite Beleuchtung in den Unterführungen, das wäre viel wichtiger.
    Da sind nämlich mehr Funseln als Lampen!!!

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  7. Ja da schau mal einer an.
    Wochenendklausur, Stillschweigen,
    Leaks, FB gelöscht… Da hat der Stadtrat wieder grosse Politik gespielt. Das Ergebnis, 2 Bushaltestellen, statt Gastro Terrassen, auf alle Fälle imposanter, als n Pfosten nach Jahren ISEK.
    Ich glaub ich komm vor lachen nicht in den Schlaf.
    Ja ist denn nach 50 Jahren wieder MP flying circus in Happy Valley😂

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  8. Ich kann meinen drei “Vorrednern” uneingeschränkt beipflichten. Es gibt doch eine Bushaltestelle am Gries. Sind die paar Meter nicht zumutbar??

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  9. Do foiad ma glei epps ei:

    U-Bahn für Wossaburg!

    Station 1 RATHAUSHALLE, ansprechende Architektur bei Ein- und Ausstieg – turboschnelle Verbindung zur Station 2 Hofstatt, do is eh scho ois hergricht schaugt zumindest so aus…
    Station 3 Gries do gibts scho sanitäre Einrichtungen … 4 Busbahnhof dann gähds oberirdisch weider durchs oide Tunnel durch, des dient eh grod freischaffenden Künstlern(!) aufm Inndamm entlang übers Kraftwerk ume zwischendrin amoi rechts weg Richtung Zentralbahnhof Reimaring….und dann in Dauerschleife im 15 min Takt rundumadumdiridumm….für weitere Haltestellen werden Vorschläge angenommen, oder ma duad d’ Leid hoid über de Gullischächte in Gummikapseln ausseschiassn- Spassfaktor und Adrenalinzufuhr kostenfrei und ne’mbei!

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  10. Das wird lustig. Zusätzlich zu diesem ganzen Verkehr an dieser Stelle noch haltende Busse, über die Straße eilende Fußgänger, genervte Autofahrer.. gründen wir ein Wasserburger Kabarett, da geht der Stoff nicht aus! Chaospolitik – wenn vernünftige Vorschläge an Sturköpfen scheitern lässt man die Situation gekonnt an die Wand fahren.

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  11. Franziska+Tauber

    Der Berliner würde sagen….
    Oh Wasserburg wie haste dir verändert!!!!
    Fahre immer weniger nach Wasserburg weil es nervt.Allein schon die Hatz auf die “Parksünder” nimmt mir die Freude auf einen Stadtbesuch.

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    1. Die “Hatz auf die Parksünder” kann man in Wasserburg ganz einfach umgehen. Man parkt z.B. bis zu vier Stunden lang kostenlos (!) in einem der beiden Parkhäuser. Oder für eine vergleichsweise geringe Gebühr sogar den ganzen Tag lang. Das reicht selbst für längere Einkaufstouren und einen entspannten Stadtbesuch locker aus!

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  12. “Wir haben über das Ergebnis Stillschweigen bis zur nächsten öffentlichen Sitzung vereinbart.” Genau mein Humor …

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    1. Das ist definitiv unglücklich gewählt. Noch dazu, weil ja in den Sozialen Netzwerken am Wochenende Fotos zu den neuen Bushaltestellen-Überlegungen über mehrere Stunden online gewesen sind!

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  13. Wenn Diskretion vereinbart und gebrochen wird vom 2. Bgm. dann muss das meines Erachtens Konsequenzen zur Folge haben oder sehe ich das falsch? ?

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  14. Ich stimme Herrn Wollny absolut zu. Es gibt immer ein paar unbelehrbare die sich nicht an Tempolimits halten, wenn dann auch keine Autos in der Straße mehr parken dürfen, wird erst Recht “durchgebrettert” werden!

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  15. Tatsächlich scheinen die Standorte für die geplanten Haltestellen nicht oder nur grob durchdacht zu sein.
    Nur wenige Meter entfernt befindet sich beispielsweise die Haltestelle am Gries.
    Ganz zu schweigen von den zahlreichen Parkmöglichkeiten am Marienplatz, die durch die Errichtung wegfallen würden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass im Gegenzug all jene dann auf Bus umsteigen werden.
    Die Verkehrssituation in der Altstadt, die sich jetzt schon zu den Stoßzeiten zuspitzt, wird dann erst recht eskalieren. Verkehrstechnisch betrachtet ist der Standort der beiden Haltestellen keinesfalls eine gute Wahl.
    Wer würde denn von diesem “Kompromiss” profitieren?

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  16. Die Hofstatt autofrei zu machen wäre für die Stadt keinerlei Nachteil. Auto-Verkehr über die Gerblgasse vom Heisererplatz aus kommend leiten. Lieferverkehr, könnte trotzdem über die Hofstatt, da die Gerbelgasse sehr eng ist. Dann werden weder Poller noch Wendehammer benötigt. Zwei Schilder reichen völlig aus und durch den „Umweg“ zwischen Ledererzeile und Färbergasse wird sich das Verkehrsaufkommen von sich aus dann reduzieren. Unnötig im Kreis fahren wird ebenfalls unattraktiv.
    Ein verkehrsberuhigter Bereich an Kindergarten/Realschule ist ebenfalls längst überfällig. Zumindest zu den Tageszeiten des Schulbeginns und -endes. Dann würden die Anwohner auch weiter die Straßen nutzen können.
    Über Bushaltestellen am Marienplatz braucht man platztechnisch nicht zu diskutieren. Kleinere Busse im Stadtverkehr würden nicht nur den Verkehrsfluss positiv beeinflussen.
    Viel Gedanken sind einfach auch noch nicht ausgereift, aber dafür diskutiert man ja.

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  17. Ich beziehe mich jetzt nur auf den Vorschlag zu Bushaltestellen am Marienplatz. Finde ich völlig unpassend, ich denke das verschärft die Verkehrslage unnötig, sieht man an dem notwendigen Lieferverkehr, der zeitweise notgedrungen ja halten muss.

    Ich habe Mal den Versuch von den aktuellen Bus-Stationen (Bhf, Gries, Max-Emanuel-Kapelle, über Brücke Station Sparkasse) in die Stadtmitte (Marienplatz, Lederzeile, Pfarrkirche, Hofstatt, ect.) gestartet und von keinem Standort mehr wie max. 10 Minuten zum Ziel benötigt.

    Für Touristen (falls sie nicht wissen welche Haltestelle) gilt, in ca. 30 Minuten haben sie alle Gassen und Strassen in der Altstadt abgelaufen.

    Für Fahrten zu Ärzten oder anderen Einrichtungen gibt es ja trotzdem Parkmöglichkeiten in der Stadt und ich glaube nicht, dass für diesen Personenkreis Bushaltestellen am Marienplatz einen Mehrwert bringen.

    Und zum Einkaufen in der Altstadt würde ich sagen: Was kauft man in der Altstadt, das sich nicht zu einem der Parkplätze oder Bushaltestellen tragen lässt und wenn wirklich Mal ein größeres Volumen, dann darf man ja mit dem Auto kommen.

    Also bitte keine zusätzlichen Bushaltestellenam Marienplatz. Ich fahre grundsätzlich nur mit dem Bus in die Altstadt und finde die Haltestellen mehr als ausreichend.

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