Klare Niederlage im Spitzenspiel

Wasserburgs Basketballherren verpassen Tabellenführung in der Bayernliga

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Am Wochenende trafen die bisher stärksten Basketball-Teams der Bayernliga (jeweils sechs Siege und eine Niederlage) aufeinander und kämpften um die Tabellenführung. Die Wasserburger erschienen zum Heimspiel in neuen Trikots, hatten aber aufgrund vielfältiger beruflich- und verletzungsbedingter Ausfälle nur eine  mäßige Trainingswoche hinter sich, begannen jedoch mit viel Energie und aggressiver Verteidigung.

Es deutete sich eine packende Partie an, bei der zunächst das Team von Coach Gospodinov mit 13:12 führte. Allerdings verloren die Gastgeber dann den Faden im Angriff und die Schwabinger schalteten blitzschnell um. 16:20 hieß es am Ende des ersten Viertels, kurz vor der Pause lag man dann schon mit 16 Zählern zurück, eher ein kleiner Zwischenspurt zum 30:40-Halbzeitergebnis wieder Hoffungen gab.

Gospodinov war ärgerlich, vermisste den Zug zum Korb, den Extrapass und auch den unbedingten Einsatz in der Verteidigung. „Hier geht es um die Tabellenführung, und die wird uns sicher nicht geschenkt!“ Das Wasserburger Team kam nun mit einer anderen Anstellung aus der Kabine, war bissig in der Verteidigung (den Schwabingern gelangen nur elf Punkte), und agierte auch im Angriff endlich zielstrebiger und spielte sich günstige Wurfgelegenheiten heraus.

Nur noch 50:51 zurück, die Zuschauer nun in bester Stimmung – alles war gerichetet für ein Spitzenspiel-würdiges Schlussviertel. Leider zeigte dies nur eine Mannschaft – und das waren die Gäste. Sie blieben cool und verwandelten ihre Wurfchancen, verteidigten sehr gut und profitierten dabei auch von den immer hektischer werdenden Innstädtern. „Wir haben zu sehr auf unsere Distanzwürfe vertraut und hätten mehr den Korb attackieren müssen“, ärgerte sich Aufbauspieler Lorenzo Griffin, mit 21 Punkten der erfolgreichste Werfer. Auch Kapitän Biberovic war vor allem mit seiner eigenen Leistung unzufrieden. „Als Kapitän darf ich mich nicht von einer unglücklichen Offensivleistung aus dem Konzept bringen lassen.“

Der Tabellenführer heißt nach einem überzeugenden 81:61-Erfolg nun MTSV Schwabing II. Die Wasserburger zeigten auch im zweiten Spitzenspiel Nerven und kassierten nach der Pleite in Rosenheim erneut einen empfindlichen Dämpfer.

Am kommenden Samstag (19 Uhr) ist man beim TSV Weilheim gefordert, der nach einer starken Serie mit sechs Siegen mit den Wasserburgern gleichgezogen hat. Ein weiteres Bayernliga-Topspiel also, bei dem der erste Verfolger des neuen Tabellenführers ausgespielt wird. Vor einigen Wochen verloren die Weilheimer beim MTSV Schwabing lediglich mit 79:89 nach Verlängerung. FJ

Für Wasserburg spielten: Griffin 21 Punkte, Posch 13, Sardgon 11, Fuchs 8, Biberovic 5 und Rath 3.

 

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