Kein Spaß: Motorräder weg

... und auch Kleidung, Helme und die Führerscheine von Polizei beschlagnahmt

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„Nö, vergessen tun wir NICHT!“ Das war die Antwort der Polizei, als sie in der Nacht auf den gestrigen Dienstag Wohnungen von Motorradfahrern durchsuchte. „Nö, könnt ihr vergessen!“ waren nämlich die Worte eines jungen Motorradfahrers gewesen, bevor er zusammen mit zwei weiteren Bikern am vergangenen Sonntag in Rosenheim vor der Polizei geflüchtet war. Mit teilweise halsbrecherischen Fahrmanövern durch die Innenstadt sei ihnen die Flucht gelungen. Hierbei hätten die Flüchtenden nicht nur sich selbst erheblich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Deshalb zeigte sich die Polizei – auch mit Hilfe von Einsatzkräften aus Wasserburg – äußerst „nachtragend“ …

Mehrere Zeugen hatten sich gemeldet, die Hinweise zu den geflüchteten Motorradfahrern gaben. Diese, in Verbindung mit weiteren Ermittlungen der Rosenheimer Polizei, führten letztendlich zu einem konkreten Tatverdacht. Noch am Montagabend ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung bei zwei der Tatverdächtigen an.

Sie stehen in Verdacht. sich der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie des illegalen Kraftfahrzeugrennens schuldig gemacht zu haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft stellten die Rosenheimer Polizeibeamten, mit Hilfe ihrer Kollegen aus Wasserburg und der Zivilen Einsatzgruppe der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim, Beweismittel sowie Tatmittel in der Wohnung der Hauptverdächtigen sicher.

Den jungen Männern aus der Stadt Rosenheim und dem Landkreis im Alter von 17 und 23 Jahren dürfte das eine Lehre sein, hofft heute die Polizei. Die jungen Männer mussten nicht nur ihre Motorradklamotten und Helme den Beamten überlassen – auch ihre Führerscheine und die benutzten Motorräder wurden zur Vorbereitung der Einziehung beschlagnahmt. Außerdem fanden die Polizeibeamten das Video einer Helmkamera, das Teile der riskanten Flucht zeigt.

Polizeioberrat Volker Klarner, Leiter der Inspektion Rosenheim, zeigte sich sichtlich erleichtert:

„Ich bin froh, dass wir diese jungen Männer ermitteln konnten. Mein Dank gilt hier nicht nur allen eingesetzten Polizeibeamten, sondern vor allem auch den vielen Hinweisgebern aus der Bevölkerung. Nicht auszudenken, was diese jungen Männer mit solch verantwortungsloser Raserei anrichten hätten können. Ich hoffe, dass die drastischen Maßnahmen der Staatsanwaltschaft und der Polizei, namentlich die Sicherstellung der Motorräder und Führerscheine, auch für Nachahmer eine abschreckende Wirkung hat.

Wir freuen uns für jeden, der Spaß an einem Hobby wie das „Schrauben“ an Autos oder Motorrädern hat. Dies muss sich aber im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen und darf keines Falls zu riskanten, verantwortungslosen oder gar personengefährdenden Fahrweisen führen.“

 

 

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