Heimatort und Haltestelle

Werke von Stefan Scherer im städtischen Museum - Ausstellung „Busstop" gestern offiziell eröffnet

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Normalerweise sind die Eröffnungsabende im städtischen Museum ein gesellschaftliches Highlight in Wasserburg. Der Bürgermeister plaudert gut gelaunt, Museumsleiterin Sonja Fehler führt amüsant und beschwingt in die aktuelle Ausstellung ein, das Publikum ist bestens unterhalten. Doch was ist schon normal in Zeiten von Corona? Und so musste gestern auch die Eröffnung der neuen Ausstellung mit Werken des bekannten Wasserburger Künstlers Stefan Scherer (links) in viel kleinerem Rahmen als üblich über die Bühne gehen. Mit dabei war unser Fotograf John Cater …

 

 

Vom morgigen Samstag bis zum 6. Januar  zeigt das Museum Wasserburg großformatige Gemälde, Fotomontagen, Grafiken und Zeichnungen des  Wasserburger Künstlers Stefan Scherer. Die Ausstellung unter dem Motto „Busstop” führt zum einen durch Architektur-Malereien der Stadt Wasserburg als Lebens-Mittelpunkt, Heimatort und Haltestelle, zum anderen durch eine materialhafte Bilderwelt des Malers und seines urbanen Lebensgefühls.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung im Wasserburger Museum sind Dienstag bis Sonntag von 13 bis 16 Uhr.

Für Stefan Scherer ist die Stadt Wasserburg einer der vielen metaphorischen Busstops auf seinem Lebensweg zwischen Zürich und Hamburg, München und Westerland. Vor zwanzig Jahren ausgestiegen, ist die Haltestelle Wasserburg inzwischen seine Heimat. Der Busstop, die Haltestelle als Gleichnis und Standort seines Lebens-Mittelpunktes Wasserburg ist für den Maler bis heute die bestimmende Perspektive.

Wie der Busreisende auf seinen fotografischen Raubzügen durch ihm unbekannte Altstädte näherte sich Stefan Scherer über Jahre hinweg in Architektur-Malereien, Fotomontagen, Graphiken und Zeichnungen seiner Stadt, ihrer Schönheit und ihrem Klischee – und, wie der Künstler selbst sagt, immer ein wenig getrieben von der Unruhe, der nächste Bus könnte gleich oder überhaupt nicht mehr kommen.

Gleichzeitig entwickelte Scherer in einem kontrastierenden Lebensgefühl zur „lebensberuhigten Zone Wasserburg“ abstrakte, großformatige und materialhafte Arbeiten auf modernem Acrylglas.

 

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Ein Kommentar zu “Heimatort und Haltestelle

  1. Stefan, ich wünsche dir ganz viel Erfolg für deine Ausstellung. Eine Bereicherung für klein Wasserburg !

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