„Grundversorgung ausreichend gesichert“

Junge Union Rott sieht geplanten Discounter in Meiling kritisch

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Bei der Bürgerversammlung in Rott Woche kam auch das Dauerthema „Discounter“ wieder auf den Tisch. Die Junge Union (JU) Rott nimmt dies zum Anlass, Stellung zur lange diskutierten Thematik zu geben. Man wolle sich vor der erneut angekündigten Erstellung eines Bebauungsplans „im nächsten Vierteljahr“ konstruktiv in die Diskussion einbringen.  Grundsätzlich sieht die örtliche JU durch die Eröffnung des Rewe-Marktes die Versorgung in Rott ausreichend gesichert.

Neben dem neuen Supermarkt habe man nun zwei Metzgereien im Ort, außerdem zwei Bäcker und zwei Getränkemärkte. Zudem biete der Bauernmarkt eine hervorragende Möglichkeit zum Kauf von verschiedensten regionalen Produkten. Besonders erfreulich sei, dass sich all diese Verkaufsstellen mitten im Ortskern befänden. Dies belebe das Ortszentrum spürbar und sichere die Möglichkeit, auch ohne Auto einkaufen zu gehen, so die Jungen Union.

Auch der bereits vorhandene Rewe-Markt habe durch seine Eigenmarkenprodukte günstige Ware im Angebot. Deswegen sei die Notwendigkeit eines zusätzlichen Discounters nicht gegeben, zumal der angestrebte Penny, neben den anderen Discountern in der Umgebung, schon zwei relativ nahe Niederlassungen in Griesstätt und Edling habe.

Besonders der geplante Standort des neuen Discounters stößt bei der JU nach wie vor auf Unbehagen. Die Fläche sei „viel zu schade“ für die Errichtung von Gewerbeansiedlungen. Sollte sich die Nachfrage nach Wohnraum in Rott wie zu erwarten fortsetzen, müsse man sich die Grundstücke für eine künftige Wohnbebauung freihalten.

Im Rahmen einer gesunden Ortsentwicklung würde eine dortige Bebauung die bereits vorhandene Siedlung in Rott-Nord optimal ergänzen. Matthias Eggerl (Foto), der diese Haltung als JU-Kandidat schon im Kommunalwahlkampf vertreten hatte, unterstreicht: „Gerade für uns als junge Generation ist es unerlässlich, dass in Rott auch in Zukunft attraktive Baugrundstücke zur Verfügung stehen. Mit einem Penny-Markt in Meiling würden die besten noch vorhandenen Flächen unwiederbringlich verloren gehen“.

Sollte die Gemeinderatsmehrheit bei ihren bisherigen Plänen bleiben, müssen aus Sicht der JU wenigstens die angekündigten Rahmenbedingungen schon im Bebauungsplan konsequent festgelegt werden. So müsse das Obergeschoss des neuen Gebäudes für Mietwohnungen vorgesehen sein. Außerdem dürfe unter keinen Umständen zugelassen werden, dass neben dem Discounterbetrieb weitere Verkaufsflächen entstünden. „Jede zusätzliche Ansiedlung würde den Ortskern schwächen und damit eine traurige Entwicklung aus vielen umliegenden Gemeinden fortsetzen.“

Letztlich müsse das mögliche Marktgelände so geplant werden, dass für Schule und Sport keine Einschränkungen entstünden und Platz für möglichst ungestörte Wohnbebauung übrig bleibe. Da sich aus Sicht der JU die Meinung vieler Rotter Bürger in den vergangenen Jahren, insbesondere seit Eröffnung des Rewe, hinsichtlich der Notwendigkeit eines zusätzlichen Discounters jedoch ohnehin geändert habe, solle der Gemeinderat gründlich abwägen, ob er nach wie vor hinter dem Projekt in Meiling stehe.

 

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