Grundstückskauf per Punktevergabe

Gemeinderat Haag beschließt höhere Einkommensgrenzen für Ansiedlungsmodell

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An der Fliederstraße in Haag können voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres die ersten Bauparzellen ausgeschrieben werden. Für das Vergabeverfahren sind Zugangsvoraussetzungen festgelegt worden, unter anderem jährliche Einkommensgrenzen. In der jüngsten Sitzung des Haager Gemeinderates beschloss das Gremium, diese Grenzen anzuheben.

Die Einkommenssteigerung der vergangenen Jahre soll für das Vergabeverfahren der Grundstücke berücksichtigt werden. Das Ansiedlungsmodell, in dessen Rahmen die Bauparzellen ausgeschrieben werden, soll „weniger oder durchschnittlich vergüteten Einkommenskreisen die Gelegenheit geben, Gemeindegebiete zu erwerben“, so Geschäftsleiter Manfred Mörwald.

Ein Punktesystem entscheidet dabei über die Vergabe, unter anderem das Einkommen ist dafür ausschlaggebend. Zuletzt war das durchschnittliche Jahreseinkommen auf 42.000 Euro bei Alleinstehenden und 84.000 Euro bei Paaren oder Familien festgelegt. Der Kinderfreibetrag pro Kind lag bei 7.000 Euro. Nun schlug die Verwaltung vor, diese Zahlen anzupassen. „Damit wird mehr Interessenten die Teilnahme am Ansiedlungsmodell ermöglicht“, so Mörwald weiter.

Eine „gute Sache“, betonte Stefan Högenauer (CSU) und schlug vor, die Grenzen so hoch wie möglich anzusetzen, denn „wer baut, wird ein gewisses Geld mitbringen müssen.“ Auch Bürgermeisterin Sissi Schätz war der Meinung, es schade nicht, einem größeren Kreis die Teilnahme zu ermöglichen. Letztlich zählen neben dem Einkommen noch weitere Kriterien. Siegfried Maier (SPD) zeigte sich besorgt, ob durch die höhere mögliche Bewerberzahl die Familien rausfallen, „die man erreichen möchte.“ Darauf erklärte die Bürgermeisterin, dass Geringverdiener keinen Nachteil bei der Bewerbung haben, bei der Punktevergabe sogar bessergestellt sind.

Das Gremium war sich einstimmig einig, die Einkommensgrenzen anzuheben und auf Grundlage von aktuellen Daten und Hochrechnungen jetzt 47.000 Euro für Alleinstehende, 94.000 Euro bei Paaren und Familien und einen Kinderfreibetrag von 8.000 Euro anzusetzen. Für die Antragsbogen gebe es laut Bürgermeisterin bereits Muster, die nun auf der Homepage eingestellt werden sollen.

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