Großes Interesse in Reitmehring

Gestern Abend: Stadtoberhaupt stand bei Bürgerversammlung Rede und Antwort

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Sehr gut besucht war die dritte der vier Bürgerversammlungen der Stadt Wasserburg. Diesmal stand Bürgermeister Michael Kölbl in Reitmehring Rede und Antwort. Die Aula der Grundschule war gestern Abend voll besetzt. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters (wir berichteten), gab es zahlreiche Wortmeldungen.

Heike Maas, Bürgermeisterkandidatin der CSU für die Wahlen im kommenden Jahr, eröffnete den Reigen der Anfragen an Kölbl. Die wasserrechtliche Erlaubnis der Firma Meggle laufe noch dieses Jahr aus. Reitmehring werde dort mitversorgt. „Was gedenkt die Stadt, in dieser Sache zu unternehmen?”, fragte Maas.

Die Firma Meggle verbrauche doppelt so viel Wasser, wie die gesamte Stadt Wasserburg, antwortete der Bürgermeister. Deshalb habe Meggle eine eigene Wasserversorgung. „Von Seiten der Stadt ist geplant, dass Reitmehring und die anderen, betroffenen Stadtteile, an das Wasserburger Netz angeschlossen werden. Zur Firma Meggle ist ein Notverbund geplant.” Ein Problem mit dem Anschluss ans städtische Netz sei, dass man mit den Leitungen die B304 queren müsse. Es werde aber sicher eine Lösung geben.

Eine weitere Anfrage gab es bezüglich der Ringstraße am Staudhamer Feld. Diese werde zunehmend von Lkw-Fahrschulen genutzt. Auch Führerschein-Prüfungen würden dort durchgeführt und die Straße sei deshalb immer wieder gesperrt. Außerdem würden immer mehr Lkw dort auf der Straße abgestellt, was dem Bürgermeister bereits bekannt war: „Wir nehmen uns bereits der Thematik an. Durch das vermehrte Parken kommt es immer wieder zu Müllablagerungen. Deshalb fahren Reinigungstrupps jetzt bereits öfter hin.”

Ein Reitmehringer kritisierte, dass die Straßenbeleuchtung an der Bürgermeister-Schmid-Straße Richtung Münchener Straße nicht ausreichend sei. Leider könne man da nur schwer Abhilfe schaffen, wie der Bürgermeister erklärte. „Das ist nicht das Stromnetz der Stadtwerke, sondern der Bayernwerke. Dies erschwert den Bau von Straßenlaternen.” Dennoch werde man eine zusätzliche Beleuchtung in Erwägung ziehen und prüfen.

Dem Wunsch nach einem Zebrastreifen in der unteren Bahnhofstraße musste das Stadtoberhaupt leider eine Absage erteilen: „Ein dementsprechender Antrag wurde bereits von der Polizei geprüft und negativ beurteilt.”

Mit dem „plakativen Klimanotstand”, den der Stadtrat kürzlich beschlossen hatte (wir berichteten) beschäftigte sich ein anderer Wortbeitrag. „Wieso wird dann nicht wenigsten auf die Feinstaubmessung in der Altstadt reagiert?”, lautete die Frage. Der Bürgermeister erklärte hierzu, dass bis auf die Messung am Brucktor alle Prüfungen unbedenkliche Ergebnisse gebracht hätten. „Die Messung am Brucktor kann nicht gewertet werden, da der Messpunkt zu nahe an der Straße war.” Dennoch werde sich der Umweltausschuss mit der Thematik befassen.

Auch einem weiteren Vorschlag aus den Reihen der Bürgerschaft musste der Bürgermeister eine Absage erteilen – der Forderung nach einer 50-Meter-Schwimmbahn im Badria, die im Zuge der Sanierung errichtet werden sollte. „Das ist finanziell leider nicht zu stemmen.”

Eine Prüfung durch die Stadt sicherte Kölbl unter anderem in folgenden Angelegenheiten zu:

  • Die Ecke Grandlweg/Am Glasberg ist sehr gefährlich. Es gab schon mehrere Unfälle mit Radfahrern. Ein Spiegel könnte Abhilfe schaffen.
  • Der zusätzliche Parkplatz am Bahnhof kann nicht genutzt werden, da das Regenwasser nicht abläuft.
  • Die Beleuchtungssituation in Wasserburg ist nicht gut, zum Beispiel am Steinmühlweg

Eine Frage von Jürgen Scheller zu einem Wanderweg am Staudhamer See rundete die Versammlung ab. Auf dem alten Wanderweg seien Bänke und Abfalleimer zu finden, was die Vermutung nahelege, dass der Weg öffentlich sei, was der Bürgermeister aber verneinte. „Die Bänke und Abfalleimer stammen wohl noch aus der Zeit der Gemeinde Attel. Es handelt sich aber definitiv um einen Privatweg.”

Was aber besonders nett war: Im Anschluss gab‘s eine Brotzeit bei der Feuerwehr Attel-Reitmehring – und viel Gelegenheit zum Ratschn…

MM

Heute letzte Versammlung

Die letzte Versammlung für die Bürger Wasserburgs ist am heutigen Dienstag, 18.30 Uhr, im Pfarrsaal St. Konrad im Burgerfeld.

Bei den Versammlungen kann man sich aus erster Hand über aktuelle, kommunale Themen informieren. Man kann seine Anregungen persönlich beim Ersten Bürgermeister, bei Vertretern des Stadtrats und Mitarbeitern der Verwaltung vortragen.

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2 Kommentare zu “Großes Interesse in Reitmehring

  1. Das Problem Tempo 30 in der Antoniusstraße – Viehhausen und der fehlende Gehweg dazwischen. Herr Kölbl hatte sich bemüht die nötigen Grundstücke zu erwerben. Kurz vor Vertragsabschluss haben offenbar wieder persönliche Interessen überwogen. Wir dürfen weiterhin auf der Straße gehen und zusehen wie die Geschwindigkeit regelmäßig überschritten und rechts vor links missachtet wird.

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  2. @ Herr Kölbl:
    Die Firma Meggle hat kein Trinkwasserschutzgebiet mehr, eigentlich noch nie gehabt nach dem aktuellen Gutachten der Firma Meggle. Somit auch kein Trinkwasser.
    Aber die Stadt Wasserburg genehmigt ein Neubaugebiet in Reitmehring Süd ohne vorhandenes Trinkwasser.
    Das Schutzgebiet besteht nur noch auf dem Papier, aber nicht in echt, aber wird wohl noch für ein paar Jahre verlängert, bis die Stadt eine Lösung gefunden hat. Den betroffenen ist es scheinbar nicht so wichtig welches Wasser sie für ihr Geld bekommen.
    Die Stadt wäre verpflichtet seinen Haushalten und auch der Wasserburger Firma Meggle Trinkwasser zu liefern, fühlt sich aber scheinbar nicht in der Bringschuld.
    Wasserburg hat einen artesischen Brunnen! D.h. er fördert von alleine und zwar über 1 Million m³ (1m³ =1000Liter) mehr als das kompl. Stadtgebiet braucht. Diese Menge wird in den Bach geleitet. Das ist fast die hälfte für Meggle. Den Rest (kein Trinkwasser kann noch aus dem Firmeneigenen Brunnen in Edling entnommen werden. Aber Herr Kölbl weigert sich die Firma Meggle zu beliefern.

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