Geringere Renten für Frauen

Landkreis Rosenheim unter dem Oberbayern-Durchschnitt

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In Rosenheim Stadt und Land beziehen Frauen im Durchschnitt knapp 40 Prozent oder etwa 400 Euro weniger Rente als Männer. In Zahlen: Frauen erhalten im Landkreis im Schnitt 628,18 Euro, Männer 1.094,02 Euro. Das hat eine aktuelle parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergeben. Zudem liegt der Oberbayern-Durchschnitt bei der Frauen-Rente höher: Bei 683,17 Euro, in München bei 785,41 Euro.

Statistiker führen die geringere Rente darauf zurück, dass Frauen in den letzten Jahrzehnten wegen weniger oder schlechter bezahlter Berufsjahre einen geringeren Rentenanspruch erworben haben als Männer.

SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher fordert ein politisches Maßnahmenbündel, damit Frauen perspektivisch in der Altersruhe nicht mehr benachteiligt werden. Das fange beim Prinzip ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ an, so der 48-jährige SPD-Politiker.

Die gegenwärtige Lohnlücke zwischen Mann und Frau von knapp 25 Prozent müsse durch gesetzliche Regelungen zur Gleichstellung in Wirtschaft und öffentlichem Dienst geschlossen werden. Der Freistaat müsse ein Vorbild bei der Schaffung gleichwertiger Karrierechancen sein.

Im Übrigen müssten prekäre Arbeitsverhältnisse in den sogenannten Frauenberufen ein Ende haben: Frauen haben nicht nur seltener einen festen Job, sie arbeiten auch oft in Teilzeitmodellen, haben geringere Karrierechancen und verdienen weniger als ihnen zustehen würde, so der SPD-Mann.

Rinderspacher fordert außerdem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf: mit mehr Kinderbetreuungsplätzen und einem für die Familien kostenfreien Kindergarten. Rinderspachers Fazit: Es könne nicht sein, dass ein auskömmlicher Ruhestand wesentlich vom Geschlecht abhänge …

 

 

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