Gelände am Schwimmbad wird erneuert

Außengestaltung der Schwimmhalle war Thema in der Schulverbandsversammlung Haag

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Im Oktober soll das Schwimmbad in Haag eröffnet werden. Davor muss nicht nur die Sanierung abgeschlossen sein, auch die Außenanlagen sollen gestaltet werden. Deshalb stellte Landschaftsarchitekt Markus Türk, der auch bei der Schlosshofplanung beteiligt war, dem Schulverband seine ersten Überlegungen zur Freianlagenplanung vor.

Dafür hat er das Gelände auf drei Flächen aufgeteilt: Den Eingangsbereich, der unmittelbar mit der Sanierung der Halle zusammenhängt, den Vorplatz des Schuleingangs und die Bushaltestelle. Weil der bisherige Zugang nicht mehr geeignet ist, soll es einen neuen Eingang zur Schwimmhalle geben. Durch die bis zum Boden reichenden Glasfenster ist außerdem geplant, die Grünfläche zwischen Halle und Gehweg zu bepflanzen. Das sei speziell für die Zeit ausgelegt, in der das Hallenbad genutzt wird, also mit Hochgräsern im Herbst und Zwiebelpflanzen im Frühjahr.

Egon Barlag schlug vor, die Gräser im Winter zu beleuchten, auch Bürgermeisterin Sissi Schätz sieht darin bei den großen Glasfenstern einen Mehrwert für die Nutzer des Bads: „Das macht einen schönen Eindruck.“ Die Effektbeleuchtung soll nur zu Betriebszeiten an sein. Vorerst wird geplant, die Grünfläche entsprechend einzurichten, dass eine Beleuchtung nachträglich inszeniert werden kann. Um für Wartungs- und Reinigungsarbeiten die Zufahrt zu erleichtern, soll es außerdem einen Schotterrasen an den nötigen Stellen geben. „In Schotterrasen wachsen nur spezielle Pflanzen“, erklärte Türk und schlug vor, nur die Flächen zu befestigen, die befahren werden müssen und die übrigen mit artenreicherer Wiese auszustatten.

 

Der Eingangsbereich der Schule soll wieder ein „ruhiger, regelmäßiger Platz werden, wie er bisher war“, so Türk. Durch die Sanierungsarbeiten muss viel wiederhergestellt werden, betonte die Bürgermeisterin. Zwei weitere Bäume sollen die Raumbildung stärken, eine neue Hecke grenze den Platz zum privaten Hausmeistergarten ab. Das Kunstwerk, so Türk, „steht hier mehr oder weniger zufällig, weil ein Trog vorhanden war.“ Es sei „an den Rand gezwängt“, deshalb sieht er in seinen Planungen vor, es weiter in den Platz hinein zu rücken und freistehend zu gestalten. Als Sitzgelegenheit soll es gegenüberliegend dazu zwischen den Eingängen einen Hofbaum geben. Als Pflasterung schlug er außerdem einen Farbton vor wie sandfarben oder rot.

 

Als dritten Punkt ging es um die Busspur, die während der Sommerferien angegangen werden soll. Derzeit habe sie vier Meter, soll aber auf die üblichen drei Meter zurückgebaut werden. Die Bushaltestelle soll genau wie die Betonmauer zurückgenommen werden, ein zweites Buchhäuschen könne ein Blickfenster inszenieren, damit „öffnet sich der Blick zum Hallenbad und schließt wieder mit dem Bushäuschen“, erklärte der Landschaftsarchitekt. Ein Hochboard soll außerdem einen barrierefreien Einstieg in die Busse realisieren.

Laut Bauamtsleiter Andreas Grundner sollen die Gitter an der Treppe des Gerätehauses entfernt werden, allerdings wolle man mit dieser Veränderung „die Schüler nicht durchlotsen“, betonte Türk. Rosmarie Heimann legte besonderen Wert darauf, bevor die Busspur verschmälert wird, mit den Busfahrern zu reden. „Sie müssen mehrmals am Tag einrangieren“, dafür solle es genügend Spielraum geben. Außerdem fallen mit der schmaleren Spur mehrere Parkplätze für Veranstaltungen weg. Die Parkplatzsituation soll erneut geprüft werden, auch weil die Schwimmer zukünftig aufgrund des neuen Eingangs auf dem Lehrerparkplatz parken werden.

 

Als grobe Kostenschätzung rechnet der Landschaftsarchitekt mit insgesamt knapp einer Million Euro brutto. Dabei sei beispielsweise die Freianlage im Umfeld der Sanierung, die davon etwa 320.000 Euro brutto ausmache, förderfähig. Der Schulverband war sich einig, dass die ersten Überlegungen der Gestaltung in die richtige Richtung gehen.

Auch vom Lehrerkollegium und dem Elternbeirat seien noch Fragen und Ideen zu erwarten, die genauso wie die im Schulverband aufgekommenen Fragen angegangen werden sollen. Auch soll vorab die Fördersituation geklärt und dem Schulverband vorgestellt werden, das beschlossen die Mitglieder einstimmig. Die Anlage soll, so die Bürgermeisterin, „wieder für die nächsten fünfzig Jahre gestaltet sein“ und auch Schulleiterin Ulrike Zehentmaier war der Meinung: „Was hilft eine tolle Schwimmhalle, wenn es dann aussieht wie immer?“ Im Sommer soll es schließlich an die Umsetzung gehen.

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