„Es macht einfach keinen Sinn”

Endgültig keine Hütten am Marienplatz - Bürgermeister nimmt Stellung

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Acht Weihnachtshütten in der Innenstadt, Steaksemmeln und Glühwein bei einem „Christkindlmarkt light”: Anfang der Woche gab der Wirtschaftliche Verband Rosenheim, Ausrichter des dortigen Christkindlmarktes, grünes Licht für eine kleine Ersatzveranstaltung. Alles klang sehr euphorisch – in verschiedenen Medien. Doch mittlerweile ist klar: Nach gültiger Gesetzeslage wird es keinen Alkoholausschank geben und es werden auch keine weihnachtstypischen Waren angeboten. „Nur der Verkauf von Lebensmitteln ist erlaubt”, wie Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Rosenheimer Verbandes, auf Anfrage der Wasserburger Stimme bestätigte. 

Das gilt natürlich auch für Wasserburg, wo die Stadt und der Christkindlmarkt-Ausschuss des WFV bis zu letzt versucht hatten, zumindest zwei Hütten im öffentlichen Raum vor dem Rathaus zu platzieren.

Eine Hütte mit einer Krippe und eine Verkaufshütte für wohltätige Zwecke waren ins Auge gefasst worden, um neben der Weihnachtsbeleuchtung für ein wenig zusätzliche Weihnachtsstimmung zu sorgen. „Nach den neusten Allgemeinverfügungen ist das aber nicht erlaubt. Und es macht einfach auch keinen Sinn”, so Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, der derzeit den in Krankenstand befindlichen Bürgermeister Michael Kölbl vertritt. „Wir haben gerade mit aller größter Mühe eine Seitwärtsbewegung bei der Zahl den Neuinfektionen erreicht. Es werden gerade wieder die Regeln für die Schulen verschärft, da können wir keine Versammlungspunkte im öffentlichen Raum schaffen.”

 

Genauso sieht das auch Wolfgang Helmdach vom WFV-Büro. „Wir stellen jetzt bis zum Jahresende endgültig alle Bemühungen in diese Richtung ein. Wir können einfach nicht riskieren, dass sich Menschen vor den Hütten in größerer Menge ansammeln. Eine solche Ansammlung wäre unverantwortlich und gegen die geltenden Regeln.”

 

Übrigens: Verkaufshütten auf privatem Gelände, in denen ausschließlich Lebensmittel angeboten werden, sind in der Stadt Rosenheim wie in den Kommunen des Landkreises erlaubt.

 

Auf Anfrage der Wasserburger Stimme hat heute auch die Stadt Rosenheim Stellung zu den geplanten Hütten in der Innenstadt bezogen. „Die Rede von einem ,Christkindlmarkt light’ ist falsch. Der Stadt Rosenheim und dem Wirtschaftlichen Verband geht es darum, im Rahmen der eingeschränkten Möglichkeiten, etwas Adventsstimmung in die Innenstadt zu bringen. Dabei verbieten sich jedoch alle Assoziationen mit dem gewohnten Christkindlmarkt. Es gibt deutlich weniger Stände, sie stehen in gebührendem Abstand zueinander und es wird kein Alkohol ausgeschenkt”, so Christian Schwalm, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Rosenheim. „Die Besucherinnen und Besucher müssen neben den allgemein geltenden Hygiene-Regeln beachten, dass kein Konsum an Ort und Stelle möglich ist. Die Waren sind zur Mitnahme gedacht.”

Schwalm weiter: „Die Verkaufsstände stehen in der Fußgängerzone, in der weiterhin die allgemeine Maskenpflicht gilt. Lediglich auf den dortigen Sitzbänken ist es gestattet sich kurz niederzulassen, um einen Imbiss zu sich zu nehmen. Das Abnehmen der Maske wird in diesem Zusammenhang nicht geahndet. Abstände von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen sind jedoch einzuhalten.”

 

Archivfoto: Christkindlmarkt Wasserburg

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3 Kommentare zu “„Es macht einfach keinen Sinn”

  1. Gott sei Dank . Durch die ewigen Ausnahmen nimmt Corona nie ein ende. Es wurden schon zu viele Menschen angesteckt und leider daran verstorben.

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  2. Schade, aber es macht Sinn…

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  3. Das ist sehr schade, aber leider auch vollkommen korrekt…!

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