Erneute Todesfälle

Samstagmorgen: Entwicklung in Rosenheim macht große Sorge - Die Inzidenzwerte vom Wintersport-Nachbar Österreich

Zwei Todesfälle und eine kritische Tendenz in Richtung der 300: Das meldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Samstagmorgen vor dem ersten Advent leider für die Stadt Rosenheim! 276,9 Fälle Neuinfizierter in der vergangenen Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet – ab der 300 würden absolut strikte Lockdown-Maßnahmen eintreten, wie die Regierung des Freistaates angekündigt hat (wir berichteten). Zum Glück leicht in die andere Richtung – wenigstens mal zur 200 hin – entwickelt sich gerade der Landkreis, aber von einem Aufatmen kann auch hier noch keine Rede sein: 217 Fälle im Inzidenzwert registriert das RKI. Leider gibt es auch im Kreisgebiet einen erneuten Todesfall in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung. Der 229. Verstorbene seit dem Ausbruch der Pandemie.

Nur mal zur Information in Richtung Wintersport in Österreich die dortigen aktuellen Inzidenzwerte in Grenzgebieten zu Rosenheim – nicht erschrecken (Quelle ORF):

Bezirk Tamsweg (Bundesland Salzburg)  879,0 (!)

Kufstein 691,8

Sankt Johann im Pongau 662,6

Schwaz 754,7

Zell am See 650,5

Lienz in Tirol  853, 5 (!)

Hallein 623,1

Salzburg-Umgebung 552,5

Der Komplett-Lockdown in ganz Österreich dauert auf jeden Fall noch bis zum 7. Dezember. Dann sollen eventuell der Handel und die Schulen wieder öffnen,  hieß es gestern.

Schreibe einen Kommentar zu H.peter Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

13 Kommentare zu “Erneute Todesfälle

  1. Aber kräftig in Demos Corona leugnen. Danke dafür! Mehr gibt´s nicht zu sagen.

    Antworten
  2. Ich kann gar nicht sagen, wie wütend, traurig und verzweifelt mich das alles macht. Ich meine, dass Corona sch***e ist, ist uns doch allen klar. Und dass dass alles keinen Spaß macht auch. Aber es hilft einfach nichts, wir müssen da durch, ob wir wollen oder nicht.

    Das permanente Leugnen der Gefahr bzw es billigend in Kauf zu nehmen, dass Menschen sterben bzw unabsehbare Spätfolgen mit sich tragen, finde ich nur noch entsetzlich und unanständig. Auch in meinem Umfeld wird über Todeszahlen und Risikogruppen gesprochen, als sei es nichts. Hingegen stehen die eigenen egoistischen Wehklagen über allem. Auch Leute die ich früher als “anständig” bezeichnet hätte sprechen über Menschenleben und Ansichten der Afd in einer Art, dass ich ihnen am liebsten vor die Füße spucken möchte. Entschuldigung die Wortwahl aber das ist eben MEINE Meinung.

    Um eines klar zu stellen: es geht gar nicht darum, dass man nichts hinterfragen darf. Natürlich darf und soll man kritisch bleiben. Aber dabei zu leugnen, dass es sich um eine ernsthafte Gefahr für uns handelt ist einfach nicht sachlich. Maßnahmen kann man immer kritisieren, Vorschläge darf am machen. Aber doch bitte vor der Grundlage, dass es um unser aller Gesundheit geht.

    Und eines ist klar: würde jeder von uns in seinem Handeln Verantwortung übernehmen, bräuchte man viele Einschränkungen nicht! Beispiel Gastronomie: hier wurde durchgegriffen, weil erstens nicht alle Gastronomen verantwortlich gearbeitet haben und zweitens viele Gäste keine korrekten Daten abgegeben haben. Die Rechnung für diese “schwarzen Schafe” zahlen wir jetzt alle.

    Antworten
    1. Danke, Sie sprechen mir aus der Seele. Auch mir geht es ähnlich und ich mag mich mit der Verwandtschaft zum Teil gar nicht mehr unterhalten.

      Was man da z.T. hört. ist zutiefst zynisch und Menschen verachtend.

      Deshalb werde ich heuer auch zum ersten Mal in meinem über 50-jährigen Leben der Weihnachtsfeier meiner Familie fernbleiben.

      Ist es denn zu viel verlangt, auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen und die eigenen Wünsche einfach mal hinten anzustellen?

      Antworten
    2. Ja zu den Coronamaßnahmen

      Vielen Dank für ihren Betrag. Ich sehe es genauso. Wenn wir alle ein bisschen mehr Rücksicht nehmen würden, das wär doch was? Immer dieses Gejammer nervt so sehr! Es ist echt mal gut hier zu hören, dass es auch normaldenkende Menschen gibt.

      Antworten
  3. Ihr schreibt mir aus der Seele! In der Not lernt man die Menschen kennen.

    Antworten
  4. Einfach schlimm, was derzeit mit Manchen passiert …

    “in der Krise zeigt sich der wahre Charakter!”

    Fragt sich nur, ob wir das Verhalten mancher Mitmenschen “nach Corona” je vergessen können?

    Antworten
  5. Da kann ich mich nur anschließen. Anscheinend hat die Menschheit es verlernt, Rücksicht zu nehmen.

    Diese Maßnahmen sind für niemanden schön. Aber immerhin haben wir hier einen funktionierenden Staat und ein belastbares Gesundheitssystem.

    Was ohne passiert, kann man in den USA und vielen Schwellenländern sehen.
    Würden die „Querdenker“ lieber dort leben wollen? Nur zu …

    Antworten
  6. @ ***
    Das kann man auf beiden Seiten leider sagen, das gilt für die “Corona-Übervorsichtigen” genauso wie für die “Corona-Unvorsichtigen”.

    Antworten
    1. Nun, liebe(r) „beide seiten“,

      mir ist bislang noch kein Coronaleugner begegnet, der gesagt hätte: „Du pass auf, ich glaube zwar nicht, dass das Ganze so schlimm ist wie Du denkst, aber ich erkenne Deine Sorgen an und verhalte mich Dir gegenüber entsprechend.“
      Wertschätzung wird dort, ähnlich wie (Meinungs-)Freiheit, zumeist recht einseitig reklamiert…

      Antworten
  7. @beide Seiten, naja, ich finde es geht nicht darum ob man besonders viel oder besonders wenig Angst vor Corona hat. Da kann man bestimmt in beide Richtungen übertreiben und das ist individuell.

    Indiskutabel sind aber Verhaltensweisen wie eine zynische/respektlose Haltung gegenüber Menschenleben und deren Gesundheit. Auch in meinen Augen Argumentationsweisen die tief in die deutsche Geschichte gehen und definitiv NICHTS mit der aktuellen Lage zu tun haben. Und auch für mich persönlich unverzeihlich; marschieren und symoathisieren mit Rechts!

    Antworten
  8. Total tragisch! Ich verstehe nicht, dass man immer noch in die Arbeit gehen darf.

    Das müsste doch auch für ein paar Wochen zugemacht werden.

    Der Staat müsste halt dann die Gehälter zahlen oder einfach alle Kurzarbeiten machen für 4 Wochen.
    Steckt man sich auf der Arbeit nicht an?

    Antworten
  9. @Generation-Y…. Ich hab tatsächlich schon angefangen eine sachliche Erklärung zu ihrem so reflektierten Kommentar zu schreiben… Und dann wieder gelöscht, denn wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat, wird es vermutlich nie verstehen (wollen). Deshalb, um es in ihrer Sprache zu beantworten:

    *Ironie an*:
    “auf jeden Fall! Denn der Staat hat die Pandemie ja schließlich auch bestellt, dann sollen sie gefälligst auch zahlen. Mei, Grundversorgung/medizinische Versorgung/… werden die dann schon irgendwie lösen. Ist ja nicht unser Problem.” *Ironie aus*

    Antworten
    1. @Kopfschüttel; Danke für Ihren Versuch der Antwort. Leider haben Sie nicht auf meine Frage “Steckt man sich in der Arbeit nicht an?” geantwortet.
      Und den “Ironiemodus” finde ich persönlich nicht wertschätzend von Ihnen mir gegenüber.

      Mir ist das schon klar, dass der Staat das nicht bestellt hat, es wird überall gedreht und geschraubt, aber die Arbeit ist kein Thema.

      Dass ein Stopp bei Medizin und Grundversorgung nicht möglich ist, ist sicherlich jedem klar.
      Hier vermisse ich sowieso die Wertschätzung unseres Staates den Mitarbeitern gegenüber. Wenn ich mit Personal rede vom Krankenhaus, dann ist einhellig der Ton “Da ist nicht´s passiert”. Bei den Supermärkten dreht sich wohl die Lohnschraube nach unten, was man hört.

      Es gibt jedoch genügend andere Arbeitsplätze, die 4 Wochen geschlossen werden könnten.
      Damit könnte man das Geschehen evtl. besser nach unten in den Griff bekommen.
      Mir fallen hier z.b. Baugewerbe, Industrie und viele andere Berufszweige ein. Gastro und andere sind ja bereits deswegen geschlossen.

      Antworten