Erneut Probleme durch Gaffer

Am Montag ereignete sich früh morgens auf der Inntalautobahn A 93 zwischen den Anschlussstellen Oberaudorf und Brannenburg ein Lkw-Unfall, an dem zwei Sattelzüge beteiligt waren (wir berichteten). Im Zuge der aufwendigen Berge- und Aufräumarbeiten mussten der Seitenstreifen und der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Der Verkehr wurde über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens staute es sich zeitweise bis nach Österreich zur Anschlussstelle Wörgl zurück.

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mussten zum wiederholten Male feststellen, dass etliche Verkehrsteilnehmer den Verkehrsfluss behinderten, da sie teilweise nur mit Schrittgeschwindigkeit an der Unfallstelle vorbeifuhren, um besser sehen zu können was passiert ist.

Ebenso nutzten auch wieder viele Fahrzeugführer ihr Mobiltelefon um Foto- und Videoaufnahmen von der Unfallstelle im Vorbeifahren zu machen. Sechs von ihnen wurden vor Ort angehalten und mussten ein Bußgeld von knapp 230 Euro bezahlen, da sie keinen Wohnsitz in Deutschland hatten. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer aus Österreich muss mit einer Strafe rechnen, da er verkehrswidrig die Rettungsgasse hinter einem Einsatzfahrzeug nutzte.

Die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim appelliert in diesem Zusammenhang nochmals an alle Fahrzeugführer, dass sowohl die Nutzung des Mobiltelefons oder anderer elektronischer Geräte während der Fahrt, als auch das Befahren der Rettungsgasse oder des Seitenstreifens zum Zweck des Schnelleren Vorwärtskommen nicht erlaubt sind. Verstöße dagegen können mit Bußgeldern und sogar Fahrverboten geahndet werden.