Eisspeedway: „Für alle Seiten gute Lösung”

Motorräder dürfen nicht aufs Eis - Jugend kann aber ein paar Runden mit Karts drehen

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Die geplante Eisspeedway-Veranstaltung am 27. Dezember in der Sparkassen-Eislauf-Arena hat im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt. In einer Sitzung des Hauptausschusses war die Veranstaltung des Wasserburger Inn-Isar-Racing-Clubs einstimmig abgelehnt worden (wir berichteten). Doch die Wogen sind jetzt geglättet. Bürgermeister Michael Kölbl lud heute Vertreter des Vereins, die Eisbahn-Betreiber und die Christkindlmarkt-Leitung zu einem Pressetermin ein. Dabei präsentierte er „eine für alle Seiten gute Lösung, die gestern auch vom Stadtrat abgesegnet wurde.”

Demnach darf das Inn-Isar-Racing-Team die Motorräder in der Frauengasse bei einer Autogrammstunde mit den Sportlern präsentieren, mit geprüften Schalldämpfern auch Technik und Funktion vorführen – aber nicht mit den Eisspeedway-Maschinen aufs Eis. Das darf nur der Nachwuchs und zwar mit viel leiseren und mit Methanol betriebenen Viertakt-Karts und das auch nur zehn Minuten lang.

„Wir sind damit voll und ganz zufrieden und bedanken uns bei der Stadt, dass unsere Team-Präsentation damit nicht ganz ins Wasser fallen muss”, sagte Rainer Dachs, Zweiter Vorsitzender des Vereins. Man habe nicht für Irritationen sorgen wollen. Diese seien nur deshalb entstanden, weil man für die spontane Idee keine lange Vorlaufzeit gehabt habe. „Unsere Veranstaltung, bei der sich in der Hauptsache der Nachwuchs präsentieren soll,  ist zu der Zeit, als die Genehmigungsverfahren liefen, noch gar nicht angedacht gewesen.”

Dennoch kritisierte Bürgermeister Michael Kölbl heute bei dem Pressetermin die Tatsache, dass man seitens der Stadt aus einem Programm-Flyer und durch ein „Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräch” von dem Vorhaben erfahren habe. „Es gab keinen offiziellen Antrag. Darüber war der Hauptausschuss bei seiner Sitzung natürlich nicht glücklich. Deshalb auch die einstimmige Ablehnung.”

Letztlich sei er aber froh, vergangene Woche nach der Ausschusssitzung nochmals alle Beteiligten zu einem Gespräch eingeladen zu haben, so Kölbl. „Das war sehr konstruktiv. Ich konnte mit einem guten Vorschlag in die gestrige Stadtratssitzung gehen.” Die Stadt könne es sich in solchen Fällen nicht einfach machen. „Wir müssen auf alle Seiten Rücksicht nehmen.” Außerdem müsse man für größtmögliche Sicherheit sorgen und könne auch den Anwohnern nicht übermäßig Lärm zumuten. Durch die relativ leisen Karts sei dies gewährleistet.

Die Stadt würde jetzt auch die Außenwand des Rathauses für eine Präsentation auf einer Leinwand zur Verfügung stellen, wie der Bürgermeister heute betonte. „Der Nachwuchs soll alle Möglichkeiten bekommen, sich darzustellen.” Dennoch bat der Bürgermeister darum, solche Vorhaben künftig frühzeitiger zu kommunizieren, „der Stadtrat mutiert sonst zum Reparaturbetrieb, das kann es doch auch nicht sein.”

Insgesamt gingen heute alle Beteiligten zufrieden auseinander. Der Weihnachtsfriede ist wieder hergestellt …

 

Und das ist bei der Team-Präsentation geplant:

Am Freitag, 27. Dezember, findet ab 14 Uhr in Wasserburg die Präsentation des  Inn-Isar-Racing-Teams statt. Die Sponsoren haben die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Interviews mit Speedway-Sprecher-Ikone Günter Korn kurz vorzustellen.

Mit dabei sind:

  • Alle Sportler des Inn-Isar-Racing-Team, darunter der Deutsche Meister Markus Jell und die Vizeweltmeisterin von 2017, Celina Liebmann
  • Vorstellung durch Teamchef
  • der ehemalige Eisspeedway-Pilot Jürgen Liebmann
  • jede Menge Teammitglieder
  • Freunde, Bekannte und Interessierte

An diesem Nachmittag gibt es auch eine Tombola zugunsten des Vereins, bei der jede Menge tolle Preise zu gewinnen sind.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

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4 Kommentare zu “Eisspeedway: „Für alle Seiten gute Lösung”

  1. Das ist ja schön, freue mich für alle Beteiligten.

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  2. Viel Erfolg und schöne Weihnachten und a guats Neues Jahr wünscht da Jo aus Mecklenburg

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  3. Schön, dass Umdenken möglich ist – Chapeau !

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