Ein Zuhause für die Biber

Wasserburg: Neue Gruppenräume für Altstadt-Kindergarten heute offiziell eröffnet

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„Liebe Kinder, das ist jetzt euer Kindergarten” – mit diesen Worten übergab Bürgermeister Michael Kölbl heute die neuen Räume für die „Biber”-Gruppe des Wasserburger Altstadtkindergartens. Nachdem man Ostern wegen verschiedener Probleme unerwartet vor der Herausforderung gestanden habe, schnellstmöglich 25 neue Plätze schaffen zu müssen, sei die Eröffnung heute, knapp sechs Monate später, nur durch das tolle Engagement aller Beteiligten möglich gewesen, so der Bürgermeister …

Kölbl bedankte sich in diesem Zusammenhang vor allem beim Kindergarten-Personal und beim Elternbeirat, die Beide während der Bauphase mit der einen oder anderen Schwierigkeit zu kämpfen gehabt hätten.

Ein besonderer Dank ging auch an den Leiter der Realschule, Markus Hösl-Liebig. Eigentlich seien die Räumlichkeiten an den Landkreis für die Realschule vermietet gewesen, so der Bürgermeister. Hösl-Liebig habe da schnell und unbürokratisch geholfen.

Ein weiterer Dank galt Roy Tinter vom Bauamt, der in Zeiten wie diesen, in denen man in der Regel lange Wartezeiten bei Handwerkern in Kauf nehmen müsse, den Umbau trotzdem in einem Rekordtempo hinbekommen habe …

Kölbl ging bei seiner Begrüßung auch auf die Geschichte des Gebäudes ein, das jetzt die „Biber” beheimatet.

Bereits 1962 sei in diesem Gebäude der damalige Altstadtkindergarten untergebracht worden. Den habe man 1968 erweitert, ehe man ins neue Gebäude gegenüber umgezogen sei, wo heute zwei der drei Gruppen untergebracht seien. „Das alte, bunte Gartentürl draußen am Eingang ist noch aus den Anfangsjahren. Das kenn’ ich nie anders.”

Auch darauf, warum die Stadt im Frühjahr zu wenig Kindergartenplätze zur Verfügung stellen konnte, ging Kölbl ein:

„Es gab zwei Probleme. Zum einen haben wir bei einer Umfrage unter jungen Familien gerade einmal 24 Prozent an Antworten als Rückläufer bekommen. Wir wussten also nicht, was auf uns zukommt.” Zum anderen habe die Regierung durch einen neuen Einstufungskorridor für mehr Rückstellungen von der Schule in den Kindergarten gesorgt. Kölbl: „Ich bin froh, dass wir die nötigen Plätze so schnell herstellen konnten.”

Kein Verständnis hatte der Bürgermeister für die Kritik an der Stadt im Zusammenhang mit der Ablehnung der zusätzlichen Förderung des Waldkindergartens in der Burgau (wir berichteten).

Kölbl: „Wir haben den Platz der Großtagespflege kostenlos zur Verfügung gestellt, den Bauwagen ebenso. Wir haben den Wagen auf unsere Kosten umgebaut und fördern einen Teil der Personalkosten – und das in einem Rahmen, der größer ist, als gesetzlich gefordert.” Für eine zusätzliche Förderung pro Kind, wie von der Großtagespflege beantragt, sei die Stadt der falsche Ansprechpartner. Eine solche sei auch ungerecht gegenüber den anderen Einrichtungen.

Von solch politischen Problemen, mit denen sich das Stadtoberhaupt zu beschäftigen hat, sind die Kinder zum Glück weit entfernt. Sie sangen den Gästen mehrere Begrüßungslieder und hießen das neue Zuhause mit einem zünftigen „Aba griaß di” willkommen.

Der Elternbeirat hatte zudem fürs leibliche Wohl gesorgt.

Foto oben: Bürgermeister Michael Kölbl, Stadträtin Elisabeth Fischer und Zweiter Bürgermeister Werner Gartner freuen sich …

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