Drücken, bis der Notarzt kommt

In der RSA: Erster Defibrillator in der Altstadt installiert - Lebensrettung geübt

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Der Schrecken steckt noch heute allen in den Knochen: Vor gut zwei Monaten gab es in in der Backstube Deliano in Wasserburg einen ernsthaften medizinischen Notfall. Ein älterere Mann brach zusammen – Herzstillstand. Heute geht es dem Patienten wieder gut. Er hat sich bei seinen Ersthelfern bereits telefonisch bedankt. Seine Lebensretter waren das Backstuben-Team um Lukas Deliano, das an diesem Tag alles richtig gemacht hat. Damit in solchen Notsituationen noch effektiver geholfen werden kann, installierte jetzt in der Nachbarschaft der Backstube die RSA-Bank den ersten öffentlich zugänglichen Defibrillator in der Altstadt.

„Wir haben sofort den Notarzt gerufen. Ich hab‘ dann mit Mund-zu-Mund-Beatmung und mit der Herzdruckmassage begonnen und erst aufgehört, als der Notarzt da war“, erzählt Lukas Deliano (Bildmitte, sitzend), der zusammen mit dem Backstuben-Team dem Mann vor zwei Monaten das Leben rettete. Der Notfall schweißte nicht nur das Deliano-Team enger zusammen, sondern auch die Nachbarn in der Hofstatt. Damit in solchen Fällen noch effektiver geholfen werden kann, installierte die RSA-Bank in ihrem Eingangsbereich, der rund um die Uhr geöffnet ist, eine Defibrillator, der ab sofort einsatzbereit und öffentlich zugänglich ist.

Bei einem gemeinsamen Trainingsnachmittag übten die Bankangestellten und das Team der Backstube gemeinsam den Einsatz des lebensrettenden Gerätes, das von Mario Bicer vom Wasserburger BRK eingehend erklärt wurde. „Wichtig ist bei einem Herzstillstand, die sofortige Mund-zu-Mund-Beatmung und die Druckmassage.“ Bicer rät allen, die in eine solche Situation kommen: „Unbedingt drücken und beatmen, bis der Notarzt kommt.“  Nur so sei zu gewährleisten, dass der Körper des Patienten ausreichend mit Sauerstoff versorgt werde. Zusammen mit dem Einsatz des Defibrillator verschaffe man einem Notfallpatienten so die größten Überlebenschanchen. Bicer: „Niemand muss Angst haben, da etwas falsch zu machen. Auch der Einsatz des Defibrillators ist nicht schwer. Das Gerät erklärt einem die richtigen Schritte.“

 

Der Defibrillator ist im Eingangsbereich der RSA-Bank in der Hofstatt angebracht. Nimmt man die Schutzkappe ab, ertönt ein Warnton. „Das Gerät ist aber nicht mit der Leitstelle oder dem Rettungsdienst verbunden. Ein Notruf unter der 112 ist unbedingt abzusetzen“, so Mario Bicer vom Wasserburger BRK.

 

Bei der Inbetriebnahme des Gerätes (von links): Werner Haas, RSA Wasserburg, Mario Bicer, BRK, Direktor Dir. Thomas Rinberger , und Siegmund Plieninger, RSA Wasserburg.

 

Gemeinsam wurde der Ernstfall geübt (Fotos: WS):

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Ein Gedanke zu „Drücken, bis der Notarzt kommt

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