Die Saison-Vorfreude ist groß

... und das Engagement riesig: Viel passiert ist in den letzten Monaten im Rotter Basketball - SG-Hit mit Wasserburg

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Das erste Heimspiel-Wochenende ist für den 7. und 8. November datiert: Intensive und ereignisreiche acht Monate liegen dann hinter den Rotter Basketballern! Bei einem Treffen zwischen den beiden Headcoaches Peter Bauer und Peter Breitfeld gemeinsam mit Abteilungsleiter Martin Schreyer wurden die nächsten Schritte der ambitionierten Ziele der Rotter Basketballer besprochen. Ein Rückblick, eine Vorschau und beispielhaftes Engagement im Namen des Sports …

 

Das Foto zeigt den Rotter Athletik- und Herrentrainer Peter Breitfeld in einem der Athletik-Videos – ein Klasse-Angebot in ungewöhnlicher Zeit.

Viel passiert ist in den letzten Monaten im Rotter Basketball. Kaum waren die Basketball-Ligen corona-bedingt eingefroren und der Trainings- und Spielbetrieb stillgelegt, begannen schon die Planungen, wie man die Mitglieder bei Laune halten könne, wie es Abteilungsleiter Schreyer beschrieb …

Peter Breitfeld, zu dem Zeitpunkt noch Athletiktrainer der Rotter BasketballerInnen, bot zweimal wöchentlich Trainingseinheiten via Videomeeting an. Man drehte kleine Videos mit Ballhandling-Hausaufgaben und versuchte den Kontakt zu den SpielerInnen stets hoch zu halten.

Martin Schreyer ergänzt, dass das Ziel – während der Krise kein Mitglied zu verlieren – entstand und dieses könne zum jetzigen Zeitpunkt auch als erfüllt betrachtet werden.

Als einer der ersten Vereine der Region hatten die Rotter – dank intensiven Austausches mit dem neuen Rotter Bürgermeister Daniel Wendrock und einem ausgearbeiteten Konzept den Trainingsbetrieb – auf dem Freiplatz hinter der Schulturnhalle wieder aufnehmen können.

Unterstützt hat die Basketballer dabei eine App, mit derer die SpielerInnen Trainingszeiten als Termine buchen konnten. So wurde gewährleistet, dass stets die maximale Anzahl an erlaubten TeilnehmerInnen eingehalten werden konnte. Sichtlich stolz schwärmt Abteilungsleiter Martin Schreyer: Unsere Jugendtrainer haben dabei einen Spitzenjob gemacht, jeden Tag war ein anderer Trainer am Freiplatz vor Ort und betreute die Kinder und Jugendlichen individuell in Kleingruppen.

Dabei wusste keiner wie es weitergehen werde, ob es überhaupt weitergeht und wie die Saison zu diesem Zeitpunkt gewertet werde.

Die Rotter Damen lagen auf dem dritten Tabellenrang, hatten fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und man hatte das Gefühl, man könnte noch Großes erreichen. Das letzte Spiel hatten sie als Derby in heimischer Halle gegen den TSV Wasserburg gewonnen und der zweite Platz war zum Greifen nah.

Als dann der Abbruch der Saison feststand, da war aus sportlicher Sicht natürlich die Ernüchterung groß. Der Cheftrainer der Damen, Peter Bauer: Die Spielerinnen bombardierten mich mit Nachrichten, ob wir eventuell doch noch irgendwie weiterspielen können.

Aus der anfänglichen Frustration entwickelten sich aber auch positive Energien, so beschloss beispielsweise Kapitänin Anja Sattler das eventuelle Karriereende doch nochmals zu verschieben und noch ein Jahr weiterzuspielen. Unfinished business nennt das der US-Sport, grinst Peter Bauer freudig über die Entscheidung seiner Führungsspielerin.

Und dann begann das wohl größte und spannendste Projekt der jüngeren Rotter Basketball-Geschichte. Mit Hilfe einer nicht genutzten Spielberechtigung des TSV Wasserburg wollen die Rotter Korbjäger auch im männlichen Bereich Fuß fassen. Peter Breitfeld kam mit der Idee – Bezirksoberliga in Rott – auf die Abteilungsleitung zu und präsentierte kurz nach dem ersten Gedankenaustausch bereits ein erstes Konzept zur Umsetzung.

Man überlegte hin und her, wog Vor- und Nachteile ab und beschloss letztlich das Gespräch mit den Wasserburgern zu suchen. Viele konstruktive Gespräche später kristallisierte sich durch die Unterstützung des Präsidenten des bayerischen Basketballverbandes, Basti Wernthaler und des Basketball-Tausendsassas Christian Neef ein erster Weg ab.

Neef studierte Regelwerke, las Ausschreibungen, telefonierte mit verschiedensten Verbandsmitarbeitern und präsentierte eine für beide Vereine passende Lösung: Gemeinsam möchte man in den kommenden Jahren den männlichen Basketball in der Region mit Eigengewächsen nach vorn bringen.

Mit Abteilungsleiterin Paula Zaschka hat man in Wasserburg die optimale Unterstützung gefunden. Zur neuen Saison wird es eine gemeinsame U18-Mannschaft im männlichen Bereich geben, trainiert wird dabei einmal in der Woche in Rott und einmal in Wasserburg.

Eine ähnliche Aufteilung gibt es auch bei den Trainingszeiten der Rotter und Wasserburger Herren. Je ein Training bestreiten beide Teams in ihrer Halle, ein Training findet gemeinsam in Wasserburg statt.

Breitfeld: Nach Stationen in München, Rosenheim und Vilsbiburg freue ich mich endlich mit dem Radl ins Training zu kommen. Der Regionalliga-erfahrene Breitfeld wird das Rotter Team als Spielertrainer betreuen. Dabei besteht das Team fast ausschließlich aus Spielern mit Wasserburger, Rotter oder Rosenheimer Vergangenheit.

Auch bei der Jugend gibt es sehr positive Entwicklungen, so fasst Peter Bauer, der auch das Amt des Jugendwarts inne hat, den Sommer zusammen.

Erstmals habe man ein eigenes Trainingscamp angeboten, vier Tage in den Sommerferien lud man erfahrene und neue SpielerInnen ein. Viele neue Jäger und Jägerinnen des  roten Balls konnte man gewinnen und für das Training animieren. Weiterhin freue man sich über Interessierte, die gerne ein Schnuppertraining probieren möchten.

Auch an den Trainerposten im Jugendbereich gab es Veränderungen, so konnten neue TrainerInnen gewonnen werden und einige Trainerneulinge haben bereits ihre erste Trainerprüfung erfolgreich abgeschlossen. Fast alle Jugendteams sind mittlerweile mit einem Trainerduo oder gar -trio versorgt, so dass die optimale Entwicklung und Trainingssteuerung in den Vordergrund rücken kann.

Das Thema Jugend wird in Rott generell groß geschrieben, so diente auch das jüngste Treffen der Ausarbeitung des neuen Jugendkonzeptes. Bauer und Breitfeld, die neben den ersten Mannschaften auch jeweils eine Jugendmannschaft betreuen, wollen dabei den NachwuchstrainerInnen ein Werkzeug an die Hand geben, um eine durchgängige Struktur im Jugendbereich zu erreichen. “

Eine individuelle Ausbildung aller Spieler – das geben Jugend- und Abteilungsleiter unisono als Antwort auf die Frage nach dem Ziel im Jugendbereich zur neuen Saison an, Wenn dabei der ein oder andere Sieg herausspringt, sei es umso schöner, so Peter Breitfeld mit einem Augenzwinkern.

Die Aufgaben werden dabei nicht weniger. Der Rotter Abteilungsleiter Martin Schreyer: Aktuell stehen wir noch mit Sponsoren für unsere Herren- und Damentrikots in Verhandlung und ein Hygienekonzept wird gemeinsam mit dem Hauptverein und der Volleyballabteilung erarbeitet.

pb

 

 

 

 

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