Die Corona-Note im Zeugnis

Sorge um das Bildungs-Niveau der Schüler wächst - Auch 2021 weniger Schulaufgaben und kein Sitzenbleiben

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Die Sorge um das Bildungs-Niveau der Schüler –  alle nun im bereits zweiten Corona-Schuljahr – ist riesengroß und wächst. Bayerns Schüler jedenfalls werden offenbar auf jeden Fall weniger Prüfungen schreiben müssen im kommenden Jahr 2021. Wie das Kultusministerium gestern mitteilte, können die Schulen die Zahl der Leistungs-Nachweise nämlich reduzieren. So müssen beispielsweise an Realschulen und Gymnasien nach längeren Phasen des Distanz- und Wechselunterrichts in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 nicht mehr vier Schulaufgaben geschrieben werden, heißt es. Laut Kultusministerium soll nur sichergestellt sein, dass am Ende des Schuljahres aussagekräftige Zeugnisnoten gebildet werden könnten … Eine Klasse zu wiederholen, soll zudem nicht als Sitzenbleiben gelten.

Damit sollen Nachteile durch die Corona-Pandemie und den Distanz- und Wechselunterricht abgemildert werden.

An den Oberstufen des Gynasiums sowie an den Fach- und Berufsoberschulen soll es möglich werden, abiturrelevante Klausuren aus dem ersten in das zweite Halbjahr zu verschieben und den Termin für das Halbjahreszeugnis zu verlegen.

Wer das vergangene oder das aktuelle Schuljahr wiederhole, bekomme dies außerdem nicht auf die Höchstausbildungsdauer angerechnet. Die Wiederholung gelte also nicht als Sitzenbleiben.

Quelle Kultusministerium / BR

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9 Kommentare zu “Die Corona-Note im Zeugnis

  1. Alles schön und gut mit der Realschule und den Gymnasien …
    Was ist mit den Mittelschulen? Schließlich sind die Kinder genauso betroffen … Das ist doch eine Sache, die uns Corona auch gelehrt haben müsste.
    Wir brauchen alle Sozialschichten.

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  2. Und die Grundschüler bitte nicht vergessen …

    Vor allem die 4. Klässler, die im Übertrittsjahr sind. Denn auch die Kleinsten stehen immens unter Druck.

    Mein Sohn ist 4. Klässler und ich bin immens beeindruckt, was sie trotz Corona bis jetzt leisten mussten.
    Mir ist klar, es braucht Noten, Noten , Noten.

    Aber sie sind auch kleine Menschen mit einer Psyche, die grad jetzt Höchstes leistet.

    Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass auch für diese 4. Klassen eine erträgliche Lösung gefunden wird.

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  3. Noch eine Meinung zum 1. Kommentar:

    Ich kann es einfach nicht fassen, dass die Mittelschule nicht mal erwähnt wird vom Ministerium.
    Die Klassengesellschaft lebe hoch!!

    Solange das so weiter geht, dass von oben nur die zählen, die mindestens Realschulniveau haben und die “Elite” die sind, die Abitur haben, hat hier niemand auch nur einen Funken verstanden.

    Wer hält gerade die Gesellschaft am Laufen? Meist Menschen, die kein Abitur haben.
    Sie sind im Moment der Motor der Gesellschaft! Und die Anerkennung sollte deswegen genauso den Mittelschülern
    gelten wie allen andren!

    Ich finde es höchst befremdlich, Mittelschule einfach unter den Tisch fallen zu lassen, denn ihr lieben Mittelschüler:
    Auch ihr leistet grade extrem viel in diesen Zeiten!

    Berufe wie Krankenschwester, Einzelhandelskauffrau, sämtliche Handwerker, Erzieher, Arzthelfer werden nie eine Aufwertung erfahren, solange die “Großkopferten” nicht kapieren, dass es nicht nur Gymnasium und Realschule gibt …

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  4. Sehr passend formuliert.

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  5. Dem Kommentar von MM kann man nur zustimmen. So denkt man oftmals und leider kommt am Ende auch nicht viel “Gscheites” bei raus.

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  6. Ja die Kinder sind selbst auch verantwortlich, denn wer glaubt, er hätte einen Freifahrtschein, nichts zu tun, der ist selbst schuld.

    Die Möglichkeit seites der Schule, was zu tun, gibt es. Nutzen muss man es …

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    1. Klar, ein 1. Klässler z.b. ist selbst für sein Handeln verantwortlich.
      Er weiß ja, wenn er die Sachen nicht lernt, schaut es für seine Zukunft schlecht aus ….

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  7. @ Nachbar:
    Alle Kinder sitzen im Moment nur rum und tun nichts ist – ja klar … so einfach wie es im Moment in der Schule läuft …

    Mit diesen wenigen Regeln und dem wenigen Druck, den wenigen Ängsten und dem völlig normalen Schulalltag ist das ja auch kein Problem!

    Da die Schüler ja auch genau wissen, dass sie nach dem 2. Lockdown alles nachgeschmissen bekommen, haben sie sich in den ersten 4 Monaten des Schuljahres schon auf die faule Haut gelegt und nicht versucht, den versäumten Stoff des 1. Lockdown nachzuholen.

    Die Lehrer haben auch nicht versucht, die Kinder wieder ins Boot zu holen, die nach dem ersten Lockdown nicht mehr mit dem Schulstoff klar kamen, weil ihre Eltern neben ihren Jobs auch noch Lehrer ihrer Kinder waren.

    Ganz zu schweigen davon, dass Kinder völlig ohne Angst vor Corona immer noch genauso lustig in der Schule sitzen wie früher.

    Vor allem die ganz Kleinen.
    Und nein, sie frieren auch nicht im Klassenzimmer, finden es super, dass sie während des ganzen Schultages Masken tragen dürfen, sich ned berühren dürfen, der Stoff trotzdem weiter gnadenlos durchgezogen werden muss.

    Ist Ihnen eigentlich klar, wie Lehrer und Kinder geackert haben und mit aller Macht versucht haben, den Alltag möglichst aufrecht zu halten, um alles möglichst normal zu gestalten? Und ist Ihnen klar, wieviel Energie dies sowohl Lehrer, ALS auch Kinder kostet?

    Ihre Aussage ist einfach nur eines:
    Unverschämt, eine bodenlose Frechheit.

    Aber Sie haben mit Sicherheit einen aktuellen Einblick in den aktuellen Schulalltag – so klug, wie Sie oben geschrieben haben…

    Es grüßt eine Mutter, die zwei Kinder hat, die sich unglaublich reingehängt haben, um gut mitzukommen.

    Und wo sich auch die Lehrer unglaublich rein gehängt haben, um die Kinder wieder ins Boot zu holen.

    Und wo sich auch die Eltern rein gehängt haben, um ihre Kinder mit ihren Ängsten, nicht mehr mitzukommen oder Regeln falsch zu beachten in der Schule, echt rein gehängt haben und auch weiterhin rein hängen werden wollen!

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  8. ??: Danke genau so schauts aus.

    Nachbar: sie haben wohl mit Kinder, Eltern und Lehrern zu tun sonst denke ich wäre diese Aussage einfach nur aus der Luft gegriffen und damit ein Schlag ins Gesicht von jedem Schüler und Elternteil der seit März versucht das beste aus der Situation zu machen.

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